Horses for Heroes Award 2026
Gründerin von Horses for Heroes setzt sich seit Jahren für Inklusion ein – Auszeichnung für Ildikó Freifrau von Ketteler und 15 Jahre gelebte Teilhabe
Wenn es um Inklusion im Pferdesport geht, ist Anuschka Bayer aus Gütersloh eine der engagiertesten Stimmen in Deutschland. Die Vielseitigkeitsreiterin und Mutter eines schwerbehinderten Sohnes gründete den gemeinnützigen Verein Horses for Heroes e.V., um Menschen mit Einschränkungen den Zugang zu Pferden, therapeutischen Angeboten und mehr gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen.
Seit mehr als 23 Jahren sitzt sie gemeinsam mit ihrem Sohn im Sattel und erlebt täglich, welche positiven Auswirkungen Pferde auf Menschen mit Behinderungen haben können. Aus dieser persönlichen Erfahrung entstand die Idee zu Horses for Heroes. Heute vermittelt der Verein bundesweit Plätze für therapeutisches Reiten, unterstützt Familien bei der Suche nach Fördermöglichkeiten und setzt sich aktiv für Inklusion und Chancengleichheit ein.
Darüber hinaus gibt Anuschka Bayer Menschen eine Stimme, deren Geschichten oft zu wenig Aufmerksamkeit erhalten. Als Gastgeberin des Podcasts „Hello Heroes“ spricht sie mit Betroffenen, Experten und inspirierenden Persönlichkeiten über Inklusion, Behinderung, seltene Erkrankungen, lebensverändernde Schicksalsschläge und den Mut, neue Wege zu gehen.
Ein sichtbares Zeichen für dieses Engagement ist der Horses for Heroes Award, der beim LONGINES BALVE OPTIMUM 2026 auf Schloss Wocklum bereits zum fünften Mal verliehen wurde. Die Auszeichnung würdigt Menschen, die sich in besonderer Weise für soziale Verantwortung und Inklusion im Pferdesport einsetzen oder trotz schwerer Schicksalsschläge beeindruckende Stärke zeigen.
Die diesjährige Preisträgerin ist die Unternehmerin Ildikó Freifrau von Ketteler aus Voßwinkel bei Arnsberg. Mit dem Award wird ihr langjähriger Einsatz für gelebte Inklusion im Pferdesport ausgezeichnet.
Vor 15 Jahren gründete sie die inklusive Voltigiergruppe „Voltiflöhe“, in der Kinder mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam trainieren, lernen und wachsen. Was als Herzensprojekt begann, gilt heute als beispielhaftes Modell für selbstverständliche Inklusion im Sport.
Überreicht wurde die Auszeichnung unter anderem von der mehrfachen Olympiasiegerin und Botschafterin von Horses for Heroes, Jessica von Bredow-Werndl. Sie unterstützt die Initiative seit Jahren und setzt sich öffentlich für Vielfalt, Teilhabe und gegenseitigen Respekt ein.
„Pferde urteilen nicht. Sie verbinden Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder Einschränkungen. Genau dafür steht Horses for Heroes“, betonte von Bredow-Werndl bei der Preisverleihung.
Der Horses for Heroes Award erinnert jedes Jahr daran, welche verbindende Kraft im Pferdesport steckt. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem die Para-Dressurreiterin Angelika Trabert, die trotz ihrer ohne Beine erfolgten Geburt bis an die europäische Spitze ihres Sports gelangte, sowie der Springreiter Jeremy Hein, der nach einem schweren Unfall eindrucksvoll in den Sport zurückkehrte.
Schirmherr von Horses for Heroes ist Stefan Hipp, Unternehmer und langjähriger Förderer sozialer Projekte. Er unterstützt die Initiative seit vielen Jahren und engagiert sich für gesellschaftliche Teilhabe und Chancengleichheit.
Die Verleihung des Horses for Heroes Awards hat sich auf dem LONGINES BALVE OPTIMUM zu einem emotionalen Höhepunkt der Deutschen Meisterschaften in Dressur, Springen und Para-Dressur entwickelt. Sie zeigt, dass wahre Größe nicht nur auf dem Siegerpodest sichtbar wird, sondern vor allem dort, wo Menschen anderen Mut machen, Brücken bauen und neue Chancen eröffnen.
Denn wahre Helden tragen nicht immer Medaillen – manchmal verändern sie einfach das Leben anderer Menschen.
Foto: Horses for Heroes






