Isselhorsts Klimaspuren
Wanderreihe NATUR.PUR – Klimaspuren im Kreis Gütersloh entdecken
„Wenn Sie zu Ihrer Rechten blicken, sehen Sie eine ehemalige Baumschule. Zu Ihrer Linken, dort zwischen den Bäumen, können Sie das Klärwerk erkennen. Wenn wir jetzt noch ein Stück weitergehen, erreichen wir den höchstgelegenen Punkt von ganz Isselhorst. Dort befindet sich der Solarpark“, erzählt Elke Krautscheid, Wanderführerin der Tour in Isselhorst.
Angeführt von Sigrid Schwarze und Elke Krautscheid bahnen sich rund 30 Wanderinnen und Wanderer den Weg durch die Natur. Der Startort war einer der zentralsten Treffpunkte im Stadtteil: der Dorfplatz. Von dort führte die Route an der Kirche und der Imkerwiese vorbei, weiter am Gasthof zur Linde entlang in den Kunstwald und dann schließlich hinaus in die weiten Felder Isselhorsts.
Immer wieder bleibt die Gruppe stehen und erhält spannende Einblicke in Isselhorsts Klimaspuren: „Die Gärten, die Sie hier hinter der Lutter sehen, sind die in Isselhorst am meisten vom Hochwasser beeinträchtigten Grundstücke. Durch den Klimawandel kommt es häufiger zu Überschwemmungen und die Menschen, die hier wohnen, ebenso wie die Eigentümer der Häuser am Park, haben oftmals mit vollgelaufenen Kellern zu kämpfen“, erklärt Elke Krautscheid auf einem Weg in der Nähe von dem Friedhof Isselhorsts, von dem aus man direkt auf die Gärten der Anwohnenden blicken kann.
Auch auf dem Friedhof sind klimafördernden Maßnahmen sichtbar wie etwa ein Insektenhotel oder eine Arche aus Totholz, welche die Teilnehmenden vom Wegesrand betrachten können. In den Feldern hinter den Pferdekoppeln eines Reiterhofs wird erstmals der Solarpark Isselhorsts sichtbar – und das bleibt nicht der einzige: Auch am Wasserbeschaffungsverband (WBI) führt die Route vorbei, wo eine weitere Anlage zu sehen ist. Klimaspuren zeigen sich in Isselhorst aber nicht nur durch erneuerbare Energie oder die Folgen des Klimawandels. Die Bäume Isselhorsts erzählen ebenfalls ihre Geschichte zu den Veränderungen der letzten Jahrzehnte. Zudem engagieren sich Vereine wie der Imkerverein Isselhorst e.V. und der Isselhorster Heimatverein e.V. aktiv im Klimaschutz.
Die Wanderreihe NATUR.PUR geht unter dem Motto „Klimaspuren“ dieses Jahr in die dritte Runde und findet in der Form das letzte Mal statt. Am Freitag, den 17. April, fand die zweite Wanderung des Jahres in Isselhorst statt. NATUR.PUR ist eine Wanderreihe., bei der Teilnehmende die Möglichkeit haben, die Natur- und Kulturräume aller 13 Kommunen des Kreises bei geführten Touren jährlich unter verschiedenen Mottos kennenzulernen. Dabei wird der Blick darauf gelenkt, wie Klima, Landschaft und menschliches Handeln in der Region zusammenspielen. Eingeladen sind Wandernde, Gelegenheitswandernde, Naturliebhabende oder auch Familien. Bei einigen Wanderungen ist auch die Mitnahme von Hunden erlaubt.
Anmeldungen für die kommenden Wanderungen sind online möglich. Eine frühzeitige Anmeldung empfiehlt sich, da die Plätze begrenzt sind und die Nachfrage hoch ist: „Jede Wanderung hat eine Begrenzung von maximal 30 Teilnehmenden. So wird sichergestellt, dass die Möglichkeit für Austausch und für Rückfragen besteht und die Natur im Fokus stehen kann“, erklärt Marion Lauterbach.
Ein besonderes Highlight der Reihe ist die sogenannte NATUR.PUR-Kette: Bei jeder Wanderung können Teilnehmende ein individuelles Motiv sammeln. Die Kette dient als Erinnerung und setzt zugleich einen Anreiz, möglichst viele der 13 Städte und Gemeinden im Kreis Gütersloh zu erkunden.
Das Projekt ‚NATUR.PUR‘ wird aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Programms ‚LEADER‘ gefördert. Anmeldungen für die Wanderungen sind ab sofort über die Website des Erfolgskreis-GT www.erfolgskreis-gt.de/wandern möglich.








