Kooperationsprojekt Bürgerwald erfolgreich abgeschlossen

Bürgerstiftung dankt allen beteiligten Spendern und Paten

„Wir sind richtig stolz auf unsere Spender und Paten. Zusammen haben wir es geschafft, dass aus zarten Pflänzchen ein ganzer Wald herangewachsen ist. Der Gemeinsinn, der dieses Projekt für den Natur- und Klimaschutz, aber auch für die Artenvielfalt zum erfolgreichen Abschluss geführt hat, kann gar nicht genug gewertschätzt werden“, betonte Nina Spallek, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung am Samstag im Bürgerwald. Bei einem Tag der offenen Tür wurde das 2020 auf städtischem Areal an der Holler Straße angelegte Kooperationsprojekt von Bürgerstiftung, Stadt und dem Fachbereich Grünflächen als erfolgreich beendet erklärt und offiziell übergeben.

Umweltdezernent Albrecht Pförtner bedankte sich bei der Stiftung für die Idee und Organisation, und lobte alle Beteiligten: „Jeder, der sich für die Natur engagiert, identifiziert sich mit der Fläche und dem Raum, und damit auch mit der Stadt.“

Als zusätzliches Geschenk und zur Betonung der Einheit von Flora und Fauna wurde ein eigens entworfenes, am Eingang zum Wald platziertes Wildbienenhotel installiert. Ein echter Blickfang, gebaut von Tischler Ludwig Manss, fachmännisch mit unterschiedlichen organischen Materialien bestückt vom Projektteam Dr. Susanne Otter-Nacke, Insektenkenner und Naturfreund Wolfgang Schuster, Michael Henkenjohann und Siegmund Bergemann. Es liefert nicht nur alle wesentlichen Infos zur Entstehung des Bürgerwalds, seiner Bedeutung zur Bindung von CO₂ sowie einen QR-Code, der zu allen Spendern und Paten führt. Es bietet vor allem Schutz und Nistplätze für die bedrohten Wildbienen, aber auch für andere Insekten. Der sechsjährige Joris Strothenke, der mit seiner Mutter Julia und Opa Rolf kam, um ihre 2021 gepflanzte Hopfenbuche in Augenschein zu nehmen, ist am Samstag jedenfalls nicht der einzige Besucher gewesen, der staunend beobachtete, was da schon alles summt und brummt.

Wolfgang Schmied hatte seine Enkel Kian und Colin mitgebracht – und einen Faden, mit dem er den Stammumfang einer vor sechs Jahren zu seinem 80. Geburtstag gepflanzten Winterlinde überprüfte. „Fünf Zentimeter mehr als beim letzten Besuch, das kann sich doch sehen lassen“, zeigte er sich sehr zufrieden mit dem Wachstum des Baums. Christiane und Thomas Rothermund genossen im Schatten einer anlässlich ihrer Hochzeit gepflanzten Ungarischen Eiche den Blick auf den sich gut entwickelnden Bürgerwald, in dem bewusst klimaresiliente Baumarten angesiedelt und über die jeweils ersten drei Jahre auch gut durch den Fachbereich Grünflächen bewässert wurden. Das breite Artenspektrum vom Feldahorn über verschiedene Eichen-, Buchen- und Lindenarten bis hin zur Walnuss und Elsbeere ergänzt sich in seinen Standort- und Wasseransprüchen. Damit ist der Bürgerwald für künftige Klimaveränderungen gut aufgestellt.

Davon zeigten sich Heinz und Traudi Heying mit Enkel Marlo ebenso überzeugt wie die Mitglieder des Spieleclubs rund um Karin und Kai Elias. Sie stießen mit Sekt und Selters auf ihren stetig gewachsenen Freundschaftsbaum an. Professor Peter Kreutz und seine Frau Elke begossen sowohl den gespendeten „Familienbaum“ als auch den zur Erinnerung an die überaus erfolgreiche Forum-Lied-Konzertreihe gesetzte Eiche. Alfried Gutsche konnte sich gut „demnächst mal“ eine Lesung mit Hermann Hesses Text „Bäume“ mitten im Grün vorstellen. Und Joris will auf jeden Fall mit seinen Freunden wiederkommen, damit auch die sehen können, wie viel Leben im Bürgerwalds herrscht.

Erfolgreiches Kooperationsprojekt: (v. l.) Im Beisein von Wildbienenhotel-Erbauer Ludwig Manss, den Mitgliedern der Projektgruppe Michael Henkenjohann und Dr. Susanne Otter-Nacke freuten sich Nina Spallek, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung, und Umweltdezernent Albrecht Pförtner, über das stattlich herangewachsene, von vielen Spendern und Paten getragene und nun abgeschlossene Natur- und Klimaschutzprojekt an der Holler Straße. Foto: Bürgerstiftung Gütersloh

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