Vive la légèreté! Der neue Clio VI Hybrid
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Es gibt Autos, die begleiten einen durchs Leben wie alte Freunde. Als 1991 der erste Renault Clio in Gütersloh an
meine Frau und mich samt freundlichem Blumenstrauß vom Händler geliefert wurde, ahnte niemand, dass dieser Name einmal zum Synonym für französische Alltagseleganz werden würde. Mehr als drei Jahrzehnte später steige ich in den neuen Clio 6 Hybrid – und fühle mich ein wenig, als käme ein vertrauter Freund von einer langen Reise zurück.
Schon das Design bleibt typisch Clio: kompakte Proportionen, aber mit ordentlich Präsenz. Die Front trägt das neue Renault-Logo wie ein stolzes Abzeichen, die Lichtsignatur zieht sich mit schärferem Blick über die Kotflügel. Kein revolutionäres Statement – eher das ruhige Selbstbewusstsein eines Franzosen, der weiß, dass Stil kein Geschrei braucht.
Wie aus einem Guss
Im Innenraum setzt Renault auf französische Raffinesse und digitale Klarheit. Materialien, dort wo die Hände oft verweilen, sind angenehm weich. Der große, leicht zum Fahrer geneigte Bildschirm wirkt wie aus einem Guss – intuitiv, reaktionsschnell, ohne Technikprahlerei. Hier kämpft man nicht mit der Software, sondern benutzt sie einfach. Besonders gelungen: das Ambientelicht in dezenten Farben, das den Abendverkehr fast poetisch erscheinen lässt.

Auf der Straße zeigt der Clio 6, warum die Franzosen Fahrwerke bauen können wie andere Leute Baguettes backen. Präzise, aber nie hart; komfortabel, ohne schwammig zu werden. In der Stadt wendig, auf der Landstraße erfreulich stabil – und auf der Autobahn überraschend gelassen. Die Lenkung arbeitet mit französischem Feingefühl, die Federung filtert Schlaglöcher so charmant heraus, als wolle sie sich entschuldigen, dass deutsche Straßen nicht alle so glatt sind wie die Côte d’Azur.
Ein Auto, das man mag
Technisch ist der Clio 6 übrigens näher an einem Mini-GT als an einem Kleinwagen von früher: Assistenzsysteme von der adaptiven Geschwindigkeitsregelung bis zum teilautonomen Fahrmodus sind souverän integriert. Doch der Clio bleibt, was er immer war – ein Auto, das man mag, weil es nicht vorgibt, mehr zu sein, als es ist.



Als ich nach der Probefahrt vor unserem Haus parke, denke ich an jenen ersten Clio vor all den Jahren, an die kleine weiße Schleife am Rückspiegel und den Duft des Blumenstraußes. Der neue ist moderner, smarter, sicherer – aber das Lächeln, das er hervorruft, fühlt sich erstaunlich vertraut an. Vielleicht ist genau das die größte Stärke dieses Autos: Seinem Herz treu geblieben zu sein.
Fazit
Der Clio ist schon lange erwachsen geworden, reift aber mit jedem neuen Modell wie ein französischer Wein. Die sechste Generation ist unbedingt eine Probefahrt wert. Eleganz und Stil auf überschaubarer Größe wird begeistern.
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