Rat ebnet Weg für neue Zukunft der Karstadt-Immobilie
Konkrete Kaufinteressentin plant Entwicklung des Innenstadtstandorts am Berliner Platz
Der Rat der Stadt Gütersloh hat den Weg für eine mögliche Neuentwicklung der ehemaligen Karstadt-Immobilie am Berliner Platz freigemacht. Mit seinem Beschluss schafft er die Voraussetzungen für die erforderlichen Grundstücksregelungen, sofern sich die Kaufinteressentin und der Eigentümer der Immobilie über den Verkauf einigen. Die Immobilie zählt zu den markantesten Gebäuden der Innenstadt. Nach der Schließung von Karstadt nutzt das Modehaus Sinn den Komplex aktuell auf zwei Etagen. Seit mehreren Jahren wird nach einer langfristigen Perspektive für den Standort gesucht. Dabei zeigte sich, dass klassische Warenhauskonzepte heute kaum noch wirtschaftlich tragfähig sind.
Die Kaufinteressentin mit Namen „Stadtgarten Gütersloh GmbH in Gründung“ verfolgt deshalb das Ziel, das Gebäude zu erhalten und für die Zukunft neu auszurichten. Vorgesehen ist eine Mischung aus Handel, Gastronomie, Dienstleistungen und Wohnen. Ein solcher Nutzungsmix gilt als wichtiger Baustein, um die Immobilie dauerhaft zu beleben und ihre zentrale Rolle für die Innenstadt zu sichern.
„Die ehemalige Karstadt-Immobilie nimmt eine Schlüsselrolle für unsere Innenstadt ein“, sagt Bürgermeister Matthias Trepper. „Mit dem Ratsbeschluss schaffen wir jetzt die Voraussetzungen, damit dieses Projekt Wirklichkeit werden kann. Eine zukunftsfähige Entwicklung an diesem Standort kann unsere Innenstadt nachhaltig stärken und neue Impulse für Gütersloh setzen.“
Für die Umsetzung des Vorhabens sind auch Entscheidungen zu städtischen Flächen erforderlich. Dazu gehört unter anderem der städtische Anteil am Parkhaus an der Münsterstraße. Die Interessentin möchte auch diese Flächen in die Entwicklung einbeziehen, um den gesamten Standort aus einer Hand planen und weiterentwickeln zu können. Das Parkhaus soll dabei auch künftig für die Öffentlichkeit erhalten bleiben. Mit einer Neuentwicklung könnten zudem das Umfeld rund um den Berliner Platz und die Spiekergasse städtebaulich aufgewertet werden. Politik und Verwaltung haben hierfür bereits Rahmenbedingungen formuliert, die in den weiteren Gesprächen berücksichtigt werden.
„Die bisherigen Gespräche zeigen, dass für große innerstädtische Immobilien heute neue Konzepte gefragt sind“, erläutert Baudezernent Albrecht Pförtner. „Ein ausgewogener Nutzungsmix bietet die Chance, das Gebäude dauerhaft zu beleben und gleichzeitig die Innenstadt weiterzuentwickeln. Mit dem heutigen Beschluss schaffen wir die Grundlage, damit diese Entwicklung gelingen kann.“
„Wir haben Erfahrung in der Revitalisierung ehemaliger Warenhäuser und großer Innenstadtimmobilien“, sagt Michael Maas, Gesellschafter der „Stadtgarten Gütersloh GmbH in Gründung“. „Und deshalb wissen wir bereits aus anderen Städten, dass solche Projekte nur dann erfolgreich sind, wenn sie gemeinsam mit der Kommune entwickelt werden. Genau diesen Weg möchten wir auch in Gütersloh gehen und einen Ort schaffen, der langfristig funktioniert und die Innenstadt stärkt.“
Maas` Partner Gunnar Sander ergänzt: „Große Immobilien wie die ehemalige Karstadt-Immobilie brauchen heute ein neues Nutzungskonzept“, so der Gesellschafter. „Unsere Erfahrung aus vergleichbaren Projekten zeigt, dass ein ausgewogener Mix aus Handel, Gastronomie, Dienstleistungen und Wohnen Innenstädten neue Dynamik verleihen kann. Dieses Potenzial sehen wir auch für den Berliner Platz in Gütersloh.“
Mit dem Ratsbeschluss sind nun die kommunalen Voraussetzungen geschaffen. Die Umsetzung des Projekts hängt jetzt von einer Einigung zwischen dem Eigentümer der Immobilie und dem Kaufinteressenten ab.
Der Rat der Stadt Gütersloh hat den Weg für die Zukunft des ehemaligen Karstadt-Gebäudes geebnet. Foto: Stadt Gütersloh










