Jugendhilfeausschuss startet mit gemeinsamer Klausur

Mitglieder und Stellvertretungen erhalten kompakten Einblick in Aufgaben, Angebote und aktuelle Herausforderungen der Jugendhilfe in Gütersloh

Mit einer zweitägigen Klausur in Münster ist der Jugendhilfeausschuss der Stadt Gütersloh in die neue Wahlperiode gestartet. Stimmberechtigte Mitglieder, Stellvertretungen und beratende Mitglieder des Gremiums setzten sich im März intensiv mit den Aufgaben des Jugendamtes, den Strukturen der Jugendhilfe und den aktuellen Herausforderungen in Gütersloh auseinander. „Wer im Jugendhilfeausschuss Verantwortung übernimmt, entscheidet über wichtige Weichenstellungen für Kinder, Jugendliche und Familien in unserer Stadt“, betonte Andreas Reinhold, Fachbereichsleiter Jugend und Familie der Stadt Gütersloh. „Deshalb war es uns wichtig, gleich zu Beginn ein gemeinsames fachliches Fundament zu schaffen.“

Im Mittelpunkt der Klausur standen vier Themenblöcke: die grundlegende Funktionsweise der Jugendhilfe und die Rolle des Jugendhilfeausschusses, die Tagesbetreuung von Kindern, die Kinder- und Jugendförderung sowie Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien. Ziel war es, den Ausschussmitgliedern einen klaren Überblick über Zuständigkeiten, Angebotsstrukturen und politische Steuerungsmöglichkeiten zu geben. Deutlich wurde dabei, wie breit das Aufgabenspektrum in Gütersloh ist: von 57 Kindertageseinrichtungen mit fast 4.000 betreuten Kindern über offene Jugendarbeit, Schulsozialarbeit und Ferienspiele bis hin zu Hilfen zur Erziehung, Kinderschutz und Beratung für Familien. Allein an den Ferienspielen nehmen jedes Jahr rund 6.750 Kinder und Jugendliche teil.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Themen, die den Jugendhilfeausschuss in den kommenden Jahren besonders beschäftigen werden – darunter Fachkräftemangel, steigende Fallzahlen und Bedarfe, die psychische Gesundheit junger Menschen, die Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung, der Kinder- und Jugendförderplan 2027 bis 2031 sowie die inklusive Ausrichtung der Jugendhilfe.

Neben den fachlichen Inhalten bot die Klausur auch Raum für Austausch und persönliches Kennenlernen. So konnten Verwaltung, Ausschussmitglieder und Stellvertretungen frühzeitig miteinander ins Gespräch kommen und ein gemeinsames Verständnis für Rollen, Aufgaben und Verantwortung entwickeln. Das soll die weitere Arbeit des Gremiums stärken – und damit auch die Jugendhilfe in Gütersloh.

Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Gütersloh ist jetzt mit einer zweitägigen Klausur in Münster in die neue Wahlperiode gestartet. Foto: Stadt Gütersloh

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