Handwerk bietet Zukunft

Anzeige

Ausbildung mit ech

Künstliche Intelligenz schreibt Texte, analysiert Daten und erstellt Bilder in Sekunden. Doch wenn eine Heizung ausfällt, ein Dach repariert werden muss, eine neue Küche eingebaut wird oder Haare geschnitten werden müssen, sind weiterhin Menschen gefragt. Das macht das Handwerk zu einem Bereich, der auch in Zeiten der Digitalisierung und Automatisierung unverzichtbar bleibt. Für junge Menschen eröffnet das attraktive Perspektiven. Während in manchen Branchen Unsicherheit über die künftige Entwicklung von Berufsbildern herrscht, suchen Handwerksbetriebe in vielen Gewerken dringend Nachwuchs. Bundesweit bleiben jedes Jahr tausende Ausbildungsplätze unbesetzt. Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Handwerks konnten zuletzt rund 19.000 Ausbildungsstellen nicht besetzt werden. Gleichzeitig fehlen dem Handwerk bundesweit mehrere hunderttausend Fachkräfte. Besonders gefragt sind Berufe in den Bereichen Elektro, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Bau, Dachdeckerhandwerk sowie zahlreiche Gesundheits- und Lebensmittelhandwerke.

„Das Handwerk bleibt unverzichtbar, weil hier Menschen für Menschen arbeiten“, sagt Maike Wittop, Ausbildungsvermittlerin der Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld. „Wer heute eine Ausbildung im Handwerk beginnt, entscheidet sich für einen Beruf mit Zukunft, sicheren Perspektiven und vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten.“ Dabei ist das Bild vom klassischen Handwerksberuf längst überholt. Moderne Betriebe arbeiten mit digitaler Planungstechnik, computergesteuerten Maschinen, Drohnen zur Dachinspektion oder intelligenten Heizungs- und Energiesystemen. Wer sich heute für eine handwerkliche Ausbildung entscheidet, bewegt sich häufig an der Schnittstelle von Technik, Digitalisierung und praktischem Arbeiten.

Auch gesellschaftliche Zukunftsaufgaben sorgen für gute Aussichten. Ohne Handwerkerinnen und Handwerker lassen sich die Energiewende, der Ausbau erneuerbarer Energien oder die energetische Sanierung von Gebäuden kaum umsetzen. Elektroniker installieren Photovoltaikanlagen und Ladesäulen, Anlagenmechaniker sorgen für moderne Heiztechnik, Tischler und Zimmerer arbeiten mit nachhaltigen Baustoffen. Viele Berufe leisten damit einen direkten Beitrag zum Klimaschutz. Hinzu kommen vielfältige Karrierewege. Nach der Ausbildung können sich Fachkräfte spezialisieren, den Meisterabschluss erwerben oder sich selbstständig machen. Nach Schätzungen des Handwerks stehen in den kommenden Jahren deutschlandweit mehr als 100.000 Betriebsnachfolgen an. Für gut qualifizierte Fachkräfte eröffnen sich dadurch zusätzliche Chancen, Verantwortung zu übernehmen oder einen eigenen Betrieb zu führen.

Mit der Initiative „Starte Ausbildung jetzt!“ unterstützt die Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld Jugendliche bei der Berufsorientierung. Gemeinsam wird geschaut, welche Interessen, Talente und Stärken zu welchem Beruf passen. Denn das Handwerk bietet weit mehr als klassische Baustellenberufe: Technische, kreative, kaufmännische und gestalterische Tätigkeiten gehören ebenso dazu wie der direkte Kontakt mit Kunden. „Viele junge Menschen wissen gar nicht, wie modern und abwechslungsreich das Handwerk heute ist“, sagt Maike Wittop. „Deshalb ist es wichtig, frühzeitig Einblicke zu ermöglichen und Perspektiven aufzuzeigen.“ Auf der Ausbildungsplattform der Initiative finden Interessierte derzeit mehr als 100 freie Ausbildungsplätze aus der Region. Wer Unterstützung bei der Suche nach dem passenden Beruf oder einem Ausbildungsplatz benötigt, kann sich direkt beraten lassen.

Bild: Kreishandwerkerschaft

Start typing and press Enter to search