Erfolgreicher Start des Verkehrsversuchs

Rückmeldung der Eltern und Schulleitung insgesamt sehr positiv

Das Bild, das sich an diesem verregneten Morgen im Pinguinweg zeigt, ist ruhig, fast verschlafen. Kinder, die in Gruppen mit Regenschirmen zur Schule laufen und dabei die gesamte Straße einnehmen, einige in Begleitung eines Erwachsenen. Ein Vater rennt die letzten Meter zum Schulgebäude mit seinem Kind um die Wette. „So sieht es hier die letzten Wochen seit der Einführung der Schulstraße jeden Morgen aus – der Verkehrsversuch läuft bisher sehr gut“, so Martina Venne, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Ordnung. Anfang Februar ist der Verkehrsversuch an der Grundschule Große Heide in Friedrichsdorf gestartet, bei dem der Sackgassenbereich des Pinguinwegs, der direkt zur Schule führt, an Schultagen montags bis freitags von 7.40 Uhr bis 8 Uhr für Autos und Motorräder gesperrt wird.

Ziel des einjährigen Versuchs ist es, den Schulweg zu beruhigen und Kinder sicherer zur Schule zu bringen. Grundlage ist der landesweite Schulwegerlass, der zeitlich begrenzte Straßensperrungen im direkten Umfeld von Schulen erlaubt. Die Grundschule Große Heide wird als erste Schule in Gütersloh getestet. Mit Erfolg. „Die Kinder nehmen die Straße jetzt in ihrer vollen Breite ein, nicht mehr nur am Rand“, weiß Schulleiterin Katharina Gleis. „Auch die Rückmeldung der Eltern zum Verkehrsversuch ist insgesamt sehr positiv.“

Kontrollen durch das Ordnungsamt und die Polizei zeigen: Das vermeintliche Verkehrschaos in den Straßenzügen Große Heide, Haflinger Straße oder Zaunkönigweg gibt es so nicht. „Bei stichprobenartig durchgeführten polizeilichen Kontrollen vor Ort konnte lediglich ein geringes Verkehrsaufkommen festgestellt werden“, betont Katharina Felsch, Pressesprecherin der Polizei Gütersloh. „Die die Örtlichkeit passierenden Verkehrsteilnehmenden hielten sich zum überwiegenden Teil an die Verkehrsregeln.“ Ein Eindruck, den das Ordnungsamt teilt, wie Martina Venne bekräftigt: „Selbst an verregneten Tagen konnten wir in der Zeit zwischen 7.40 Uhr und 8 Uhr im Bereich des Zaunkönigwegs gerade einmal zehn Fahrzeuge zählen – und nur vereinzelt mussten wir bisher darauf hinweisen, dass ein Einfahren in den Sackgassenbereich des Pinguinwegs ab 7.40 Uhr nicht mehr möglich ist.“

Der Verkehrsversuch ist auf ein Jahr angelegt. Fest steht: Wenn es weiter so gut läuft wie bisher, wird die zeitliche Beschränkung der Einfahrt in den Pinguinweg direkt vor Schulbeginn dauerhaft beibehalten. Bis dahin werden Polizei und Ordnungsamt die Situation rund um die Grundschule Große Heide weiterhin aufmerksam im Blick behalten und immer wieder neu bewerten.

(v.l.) Anita Hoppe (Verkehrsüberwacherin), Amy Kohaus (Verkehrsregelung), Schulleiterin Katharina Gleis, Martina Venne (stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Ordnung) und Edibe Anne (Verkehrsüberwacherin) sind in der Anfangsphase des Verkehrsversuchs immer wieder vor Ort, um sich ein eigenes Bild der Situation zu machen. Die bisherige Bewertung fällt insgesamt sehr positiv aus – auch vonseiten der Eltern. Foto: Stadt Gütersloh

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