Großes Interesse am Architektentreff im Kreishaus
Novellierung der Bauordnung NRW
Volles Haus in der Rotunde des Kreishauses: 135 Zusagen waren für den diesjährigen Architektentreff eingegangen. Bei sommerlichen Temperaturen begrüßte Jörn Leßmann, Leiter der Abteilung Bauen, Wohnen und Immissionen des Kreises Gütersloh, die Gäste.
„Uns ist wichtig, dass nicht nur Behörden oder Architektinnen und Architekten untereinander bleiben, sondern dass wir miteinander ins Gespräch kommen und uns fachlich austauschen“, betonte Leßmann.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die erneute Novellierung der Landesbauordnung. Es handelt sich bereits um die vierte Änderung innerhalb von sieben Jahren. Leßmann wies darauf hin, dass perspektivisch für das Jahr 2028 bereits die nächste Novellierung zu erwarten sei.
Als Referenten hatte der Kreis Gütersloh den Raumplaner Manfred Müser aus Voerde eingeladen. Müser war bereits mehrfach bei Architektentreffen im Kreis Gütersloh zu Gast und hat auch in verschiedenen Kommunen des Kreises zu Fachthemen referiert.
Inhaltlich beschäftigte sich die Veranstaltung unter anderem mit der Genehmigungsfiktion, der Straffung von Fristen sowie dem künftig verpflichtenden digitalen Verfahren auf dem Weg zur Baugenehmigung. Die Bauordnungsbehörden befinden sich landesweit in einer umfassenden Umstellungsphase. Dabei zeigt sich, dass insbesondere bei der praktischen Umsetzung noch Entwicklungsarbeit erforderlich ist. Schnittstellen müssen weiter verbessert und Kommunikationswege digitalisiert werden.
Müser erläuterte zudem, welche Möglichkeiten bestehen, Baukosten zu reduzieren, wie der sogenannte Wohnungsbauturbo in der Praxis umgesetzt werden kann und welche Auswirkungen die Genehmigungsfiktion auf die Arbeit der Behörden hat. „Wir werden immer mehr zum Genehmigungsmanagement“, fasste der Raumplaner die veränderten Anforderungen an die Bauordnungsbehörden zusammen.
Volles Haus beim Architektentreffen: Jörn Leßmann, Leiter der Abteilung Bauen, Wohnen, Immissionen (li.) begrüßte den Referenten Manfred Müser. Foto: Kreis Gütersloh









