Weberei-Logos haben eine lange Tradition

Der Weberei Förderverein veranstaltet einen Wettbewerb für ein neues Logo. Da lohnt ein Blick auf Vergangenes.

Die Weberei, die bis in die 1970er Jahre unter dem Namen Greve & Güth firmierte, besaß schon im 19ten Jahrhundert ein eigenes Logo, das ein stilisiertes Wappen mit dem Anfangsbuchstaben „G“ zeigte und darüber das tuchumschlungene Stadtwappen von Gütersloh. Es prangte lange an einer Toreinfahrt an der Webereistraße. Diese Gebäudeteile wurden Anfang der 80er Jahre abgerissen. Die Aktiven vom Aktionskomitee „Rettet die Fabrik“ fotografierten es jedoch rechtzeitig und verwendeten es dann lange als Sticker und für ihre Webereizeitung zusammen mit dem Schriftzug „Alte Weberei“ in altdeutscher Schriftart.

Auch ein Vorläufer der Weberei, der Folkclub Gütersloh, besaß ein eigenes Logo. Es zeigte ein Gitarrenmännchen mit einem Gesicht in Form eines Gitarrenkorpus, das sich selbst die Saiten zupfte.

Erst Anfang der 1990er Jahre gönnte sich der Verein „Alte Weberei“ ein eigenes Logo. Die Graphik in quadratischer Form erinnerte an Bilder des spanischen Malers Joan Miró.

1997, als der Name in „Die Weberei“ geändert wurde, wurde auch ein neues Logo fällig. Es bestand aus dem hinlänglich bekannten Weberschiffchen mit dem Schriftzug „Die Weberei“, zunächst vor einem gelben Kreis, der auch eine angedeutete Personengruppe beinhaltete, verbunden durch ein längliches Tuch. In abgeänderter Form wurde dieses Logo auch verwendet, als die Weberei eine Zeit lang das Wapelbad betrieb.

Der gelbe Kreis entfiel schnell und es blieb das Weberschiffchen, wie es bis heute von der Bürgerkiez gGmbH benutzt wird, die jetzt ihre Aktivitäten außerhalb des Webereigebäudes betreibt und die es sich als Wortbildmarke schützen ließ.
Der Weberei-Förderverein nutzte dieses Schiffchen ebenfalls lange, hat jetzt aber auf Grund der neuen Schutzrechte kurzfristig die Graphik ändern müssen. Die endgültige Lösung für die zukünftige Weberei soll nun der Wettbewerb bringen, der noch diesen Monat läuft und an dem sich alle Gütersloherinnen und Gütersloher beteiligen können.

Viele Vorschläge sind schon eingegangen. Eine Expert:innenjury wird daraus die besten auswählen und sie den Vereinsmitgliedern zur Entscheidung vorlegen. Im Frühjahr wird also das endgültige Webereilogo bekanntgegeben. Es wird der Anfang sein für ein zukünftiges Kulturzentrum, das der Förderverein zusammen mit der Stadt Gütersloh konzipiert.
Vorschläge zum Logowettbewerb können noch bis Ende Februar eingereicht werden.

Die Konditionen finden sich auf der Homepage des Vereins: weberei-foerderverein.de

Foto: Weberei

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