Schule ohne Rassismus
Gemeinsam stark für ein faires Miteinander
Gegen Rassismus und Ausgrenzung, für Vielfalt und ein respektvolles Miteinander – diesen Grundsätzen folgen kreisweit 28 Schulen im Netzwerk ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘. Mehr als 100 Schülerinnen und Schüler aus 16 Courage-Schulen sowie pädagogische Begleitkräfte kamen zu einem Lokaltreffen des Netzwerks – koordiniert vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Gütersloh – in der Anne-Frank-Gesamtschule in Gütersloh zusammen. Unter dem Motto ‚Gemeinsam stark für ein faires Miteinander‘ standen Begegnungen, Diskussionen und neue Impulse rund um Demokratie im Schulalltag im Mittelpunkt des Treffens.
„Ich bin ein Erwachsener – und ich habe die Macht. Ich habe Geld, Bildung, darf wählen und kann über euch bestimmen.“ Mit diesen Worten eröffnete Demokrat Ramadani, Referent von der Universität Bielefeld, seinen Vortrag. Schnell entwickelte sich daraus die Frage: Muss das eigentlich so bleiben? Die Gruppe kam in den Austausch und diskutierte, warum Jugendliche mehr Mitbestimmung brauchen und wie sie ihre Schule aktiv mitgestalten können. Dabei bezog Ramadani die Gruppe immer wieder aktiv ein: Was kann ich gut? Was mache ich gerne? Wie kann ich das nutzen, um mich zu engagieren?
In den anschließenden Workshops arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit ausgebildeten MIT-Trainerinnen des Netzwerks Gewaltprävention weiter. Gemeinsam entwickelten sie Ideen und Methoden für mehr Mitbestimmung, Demokratie und ein faires Miteinander an ihren Schulen. Parallel dazu beschäftigten sich die Lehrkräfte gemeinsam mit Demokrat Ramadani mit der Frage, wie Jugendliche in ihrem Engagement gestärkt und noch stärker an ihrer Schule beteiligt werden können.
Zum Abschluss kamen die Jugendlichen zusammen und bezogen zu Themen wie Demokratie, Vielfalt und Zivilcourage Stellung und erklärten, warum ihnen gerade diese Themen besonders wichtig sind. Dass der Austausch auch nach dem Lokaltreffen weitergehen soll, zeigte eine Schülerin auf ganz praktische Weise: Sie erstelle einen QR-Code für eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe für Schülerinnen und Schüler der Netzwerkschulen. In dieser können sie künftig Ideen teilen, Aktionen planen und sich gegenseitig unterstützen.
„Wenn sich Jugendliche vernetzen, voneinander lernen und gemeinsam Ideen entwickeln, dann ist genau das der Gedanke von ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘“, freute sich Regionalkoordinatorin Sabine Heidjann vom Kommunalen Integrationszentrum, die die Veranstaltung gemeinsam mit der Anne-Frank-Gesamtschule vorbereitet hatte.
Ermöglicht wurde das Lokaltreffen durch die Unterstützung des Netzwerks Gewaltprävention, der Bürgerstiftung Gütersloh und des Kommunalen Integrationszentrums.





