,,Oft braucht es nur den richtigen Kontakt“
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Maike Wittop und Christian Zweig unterstützen junge Menschen dabei, ihren Weg ins Handwerk zu finden. Im Gespräch erklären die beiden Ausbildungsvermittler der Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld, warum persönliche Beratung so wichtig ist, weshalb sich ein Blick über den zunächst gewünschten Beruf hinaus lohnt – und warum auch jetzt noch ein Einstieg in die Ausbildung möglich sein kann.
Mit welchen Fragen kommen junge Menschen zu Ihnen?
Maike Wittop: Das ist ganz unterschiedlich. Manche wissen schon ziemlich genau, welchen Beruf sie erlernen möchten. Andere sagen eher: „Ich möchte etwas Praktisches machen, mit Technik arbeiten oder etwas Kreatives.“ Genau da setzen wir an. Im Handwerk gibt es mehr als 130 Ausbildungsberufe – und damit viel mehr Möglichkeiten, als viele Jugendliche zunächst kennen.
Wie unterstützen Sie bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz?
Christian Zweig: Bei uns steht die persönliche Beratung im Mittelpunkt. Wir schauen gemeinsam: Was interessiert jemanden? Wo liegen die Stärken? Und welcher Beruf und welcher Betrieb könnten dazu passen? Als Kreishandwerkerschaft sind wir sehr nah an unseren Innungsbetrieben. Wir kennen nicht nur Ausbildungsplätze, sondern auch viele der Menschen in den Betrieben. Und bei einer Ausbildung muss es eben nicht nur fachlich, sondern auch menschlich passen.
Muss man schon genau wissen, was man werden möchte?
Maike Wittop: Überhaupt nicht. Wer offen ist, entdeckt vielleicht einen Beruf, an den er vorher nie gedacht hätte. Wir können Kontakte zu Betrieben herstellen und oft ganz unkompliziert einen Schnuppertag oder ein Praktikum ermöglichen. Handwerk muss man erleben – dann merkt man häufig sehr schnell, ob ein Beruf und ein Betrieb zu einem passen.
Welche Perspektiven bietet eine Ausbildung im Handwerk heute?
Christian Zweig: Sehr gute. Fachkräfte werden gebraucht, und nach der Ausbildung stehen viele Wege offen – vom Meister über Weiterbildungen bis zur Selbstständigkeit. Unser Kreishandwerksmeister Frank Wulfmeyer hat es einmal sehr treffend formuliert: „Sie sind im Handwerk KI-sicher?“ Natürlich verändert künstliche Intelligenz auch das Handwerk. Aber Menschen, die bauen, reparieren, installieren, gestalten und vor Ort Lösungen finden können, werden weiterhin gebraucht.
Was raten Sie jungen Menschen, die jetzt noch suchen oder sich schon für das kommende Ausbildungsjahr orientieren?
Maike Wittop: Vor allem: einfach melden. Auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart kann ein Einstieg vielfach noch möglich sein.
Christian Zweig: Und wer schon für das nächste Jahr schaut, kann jetzt ganz in Ruhe verschiedene Berufe und Betriebe kennenlernen. Auf www.starte-ausbildung.de kann man sich informieren und mit wenigen Klicks eine Schnellbewerbung abschicken. Danach melden wir uns persönlich und schauen gemeinsam, welcher Weg passen könnte. Man muss bei uns also noch keinen fertigen Plan haben.
Foto: Kreishandwerkerschaft




