Nordbad-Sanierung: Stadt und Stadtwerke gehen nächsten Schritt
Um zeitnah eine gute Entscheidung für die Zukunft des Nordbad-Freibads zu treffen, haben die Stadtwerke Gütersloh und die Stadt Gütersloh in den vergangenen Tagen intensiv über verschiedene Szenarien zur Sanierung der beliebten Schwimmstätte an der Kahlertstraße beraten. Die favorisierte Variante soll dem Rat der Stadt am 15. Oktober zur Beratung vorgeschlagen werden.
„Sehr gute Lösung, um möglichst vielen Bedürfnissen gerecht zu werden“
Fest steht: Das Nordbad-Freibad wird fit gemacht für die Zukunft. Stadt und Stadtwerke favorisieren eine Lösung, die neben dem Erhalt des großen Schwimmerbeckens auch den Neubau eines Mehrzweckbeckens und eines Kleinkindbereichs vorsieht.
Auch soll ein neues, kleineres Sprungbecken gebaut werden. Das bisherige Sprungbecken wird zur Unterbringung der künftigen neuen Badewassertechnik umfunktioniert, die dringend für eine grundlegend erneuerte technische Infrastruktur benötigt wird.
Gleichzeitig wird das Angebot an Spiel-, Sport- und Freizeitmöglichkeiten deutlich erweitert: Im Außenbereich sind ein Padel-Platz, ein Nassmatschplatz und ein Sandspielplatz für Kinder sowie ein Soccerfeld vorgesehen. „Aus unserer Sicht ist diese Variante eine sehr gute Lösung, um möglichst vielen Bedürfnissen und Interessen gerecht zu werden“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Dirk Thole. Das Nordbad solle im Sommer wieder zu einem Treffpunkt für unbeschwerten Freizeitspaß und Schwimmsport werden. „Wir möchten für Gütersloh ein Freibad gestalten, in dem sich alle Generationen gleichermaßen wohlfühlen“, betont auch Bürgermeister Matthias Trepper. „Gesundheit, Schwimmsicherheit, soziale Teilhabe: Das Nordbad wird künftig wieder in vieler Hinsicht einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in unserer Stadt leisten können.“
Sanierung mit Augenmaß
Einigkeit besteht bei Stadt und Stadtwerken zudem darin, den sanierungsbedürftigen Sprungturm nicht zu erhalten. Stattdessen sind ein Ein- und Drei-Meter-Sprungbrett vorgesehen. „Wir wissen um die emotionale Verbundenheit vieler Gütersloherinnen und Gütersloher mit unserem Sprungturm“, so Thole. Doch das Sanierungsvorhaben müsse auch wirtschaftlich vertretbar sein. Die Begutachtung hat gezeigt, dass eine Sanierung des bestehenden Sprungturms mit erheblichem baulichen und finanziellen Aufwand verbunden wäre und lediglich eine begrenzte zusätzliche Nutzungsdauer ermöglichen würde. Thole: „Die finanziellen Mittel sind bekanntlich begrenzt. Umso wichtiger ist es, diese so einzusetzen, dass möglichst viele Gäste von dem neuen Angebot profitieren.“ Eine Grobkostenschätzung für die favorisierte Sanierungsvariante (ohne Erhalt des Sprungturms) liegt bei rund 13,5 Millionen Euro.
Zuletzt hatte die Stadt erneut eine Absage für Fördermittel erhalten. Im Rahmen des Projektaufrufs 2026 – Schwimmbäder zum Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) ging Gütersloh leer aus.
Wenn alles nach Plan läuft, dann könnte das erneuerte Freibad im Sommer 2029 eröffnet werden.
Foto: Stadtwerke Gütersloh



