Ghost – Nachricht von Sam

„Ganz großes Kino“ verspricht die Jugend-Musical-Bühne Rietberg mit der diesjährigen Aufführung dieses Musicals


Begeisterte damals der oscarprämierte „90er-Jahre-Kultfilm“ mit der berühmten Töpferszene ein millionenfaches Publikum und rührte durch die unvergessenen „Unchained-Melodie“ ganze Generationen zu Tränen, so gelingt es gerade der neuen Musicalinszenierung, diese bewegende Geschichte durch die Stilvielfältigkeit der Musik emotional, spannungsreich und temperamentvoll darzustellen.
 Nicht nur die legendäre Ballade sondern auch die facettenreichen Songs über groovigen Jazz und Soul, mitreißendem Gospelsong bis hin zum pulsierenden Hip-Hop machen das Stück zu einem Bühnenerlebnis, das unter die Haut geht. Wie bei der Filmproduktion zeichnet sich Bruce Joel Rubin für das Buch und die Liedtexte verantwortlich und Dave Steward und Gen Ballard schufen die Musik und weitere Liedtexte. Die deutsche Übersetzung stammt von Anja Hauptmann.

Die unsterbliche Geschichte erzählt von der Bildhauerin Molly, die gerade am Anfang einer erfolgreichen Künstlerkarriere steht und die endlich die berühmten drei Worte „Ich liebe dich“ von ihrem Freund, dem Banker Sam, hören möchte. Ein hinterhältiger Raubüberfall, bei dem Sam jedoch getötet wird, zerstört dieses noch so junge Glück, beendet aber nicht ihre Liebe. Als Geist zwischen zwei Welten erkennt Sam bestürzt, wer hinter dieser Verschwörung steckt und dass Molly in großer Gefahr schwebt. Mit Hilfe der unkonventionellen und schlagfertigen Wahrsagerin Oda Mae, die plötzlich mit Geistern sprechen kann, versuchen nun beide, die Täter zu überführen und Molly zu retten. Durch großartige Szenen verschmelzen Komik, Romantik und spannende Thriller Momente zu einem einzigartigen Bühnenerlebnis und einer traumhaften Liebesgeschichte, die über den Tod hinausgeht: Eine unsterbliche Liebe in einer magischen Story zwischen Wirklichkeit und Illusion.

Die Hauptrolle Molly wird wieder von den zwei bewährten Darstellerinnen Eva Könighaus und Emilie Grabke besetzt. Niclas Rodehuth und Birk Fischer verkörpern den Sam und als Freund Karl sind Johannes Hamm und Yoakim López zu sehen. Die skurrile Oda Mae ist gleich dreifach besetzt: Eva Marten, Franka Oberdieck und Jana Leenen. Eine spannende Aufgabe hat wieder der Bühnenbau des Vereins übernommen. Gilt es doch gleichermaßen die zeitnahe Realität mit illusionären Effekten aus der überirdischen Welt gegenüberzustellen oder sogar zu vermischen.

Foto © Andreas Richter

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