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Erst vor wenigen Jahren wurde das „Mauerblümchen“ aus der Mauerstraße an seinen heutigen Standort umgesetzt

Per Kran auf die Insel – Das Stadtmuseum

Die Münchner Museumsinsel wird jährlich von anderthalb Millionen Gästen besucht, die Berliner Museumsinsel ist als Weltkulturerbe der UNESCO international bekannt. Aber wer weiß schon, dass auch Gütersloh eine Museumsinsel hat? Zugegeben, mit einem von Wasser umgebenen Stück Land hat die „Gütersloher Museumsinsel“ nichts zu tun. Doch Museumsleiter Dr. Rolf Westheider bezeichnet das Gebäude­ensemble des Stadtmuseums gerne so, weil die historische Bausubstanz von einem Meer aus modernen (sagen wir es ruhig: zum Teil pottenhässlichen) Bauten umgeben ist.

 Wussten Sie außerdem …

… dass in dem Gebäude des schnuckeligen Museumscafés im 18. Jahrhundert bis zu neun Personen lebten? Die räumliche Enge in dem nur 64 qm großen Haus hat die Zimmer hoffentlich etwas aufgewärmt, ansonsten war die kleine Küche mit ihrem Ofen der einzig beheizbare Raum.

… dass das Häuschen noch vor wenigen Jahren den Spitznamen „Mauerblümchen“ trug? Die Gütersloher nannten es so, weil es als letztes verbliebenes Fachwerkhaus an der Mauerstraße (gegenüber dem Rathaus) neben vielen modernen Geschäftsbauten stand. Im Jahr 2000 wurde es umgesetzt – mit großem technischem Aufwand in einem Stück. Es wurde entkernt, mit Diagonalstreben ausgesteift, in einen hölzernen Transportkäfig „verpackt“, per Kran auf einen Tieflader gehoben (es wiegt fast 20 Tonnen) und an seinen neuen Standort gefahren.

… welche zwei besonderen Exponate in der medizinischen Abteilung des Stadtmuseums zu bewundern sind? Es sind der Schreibtisch des Medizin-Nobelpreisträgers Robert Koch (1843 – 1910) sowie eine Eiserne Lunge, eine bis zum Hals reichende stählerne Druckkammerröhre, in der ein Lungenpatient dauerhaft lebte. Heute können in Deutschland nicht einmal mehr ein Dutzend dieser bis zirka 1970 hergestellten Beatmungsgeräte betrachtet werden.

… warum das Gütersloher Museum überhaupt eine Spezialabteilung zur Medizingeschichte hat? Dr. Wilhelm Angenete, ein in Gütersloh bekannter und beliebter Arzt, vermachte dem Heimatverein nicht nur die Gebäude des heutigen Museums, sondern auch das Inventar seiner Praxis, die auf das Jahr 1925 zurückgeht. Sie bildet den Grundstock für die medizinische Sammlung, die 1990 sogar mit dem Spezialpreis zum Europäischen Museumspreis ausgezeichnet wurde. Der Anblick eines alten
Zahnarztsessels oder des historischen Operationsbestecks erinnern daran, dass man auch schon vor der Gesundheitsreform gut daran tat, nicht krank zu werden ...


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