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Ansichtssachen – Folge 6

ansicht – WM-Heimspiel
Die Welt schaut gebannt auf die kickenden Fußballstars mit ihrem Gefolge von Trainern, Masseuren und Stäben. Es mangelt ihnen an nichts. Konsumenten und Geschäftswelt spielen mit in standardisierten Formaten: Von Trikot- und Fähnchenverkauf bis zum Public-Viewing mit Bier und Bratwurst. Doping hin oder her, Brot und Spiele eben. Alle sind eingestellt auf die Euphorie der Fußballweltmeisterschaft! Vergessen sind jene Orte, an denen diese Glanzwelt ihren eigentlichen Ursprung nimmt: Die Bolzplätze der Jugend, umweht mit ihrem weltverbindenden Charme des Provisoriums. Die Unfertigkeit, die niemand stört; der Mangel, den Herzblut wettmacht. Ich fand hierzu ein wunderbares Beispiel in meiner Nachbarschaft. Es ist die „Kickerpfannen-Bande“, sechs- bis dreizehnjährige Mädchen und Jungen, die ihr eigenes WM-Stadion aus Sperrmüll bauten, mit Spielereinlauf, Trainerbank und diversen Tribünen. Der Rasen mit Stolperfallen und der Schiedsrichter nur gedacht. Ein ursprüngliches Heimspiel, man sah nur Gewinner!

GTopia – Wildwuchs
Lange hat ein Eigentümer auf dem Gelände des REAL-SB-Warenhauses an der Verler Straße versucht, die Laufkundschaft ausschließlich über den Haupteingang Am Anger 22 zu dem Supermarkt zu führen. Immer wieder schafften sich Besucher jedoch aus westlicher Richtung einen eigenen Zugang.
Das Hin und Her zwischen Zaunverstärkung und Zaundemontage ging so lange weiter, bis der Grundstücksbesitzer ein Einsehen hatte und den Behelfseingang wohl oder übel tolerierte (vgl. Foto). Dieses Beispiel könnte Schule machen.
Wenn man z.B. neu gebaute Wege im Grün- oder Straßenbereich betrachtet, fällt ebenfalls auf, dass die Passanten nicht die vorgesehene Wegführung benutzen, sondern stattdessen eigene Wege austreten.
Dieser „Abstimmung mit den Füßen“ sollte während der Bauphase mehr Beachtung geschenkt werden, bevor nach Schubladenplan endgültig Platten verlegt oder auch asphaltiert wird. Schließlich leben die wenigsten Planer in der Nähe ihrer neu zu schaffenden Flächen.

Mehr im Internet unter: www.paradiesbauer.de

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