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Foto: Andreas Kimpel

Mit dem Kult-Roller unterwegs

Anders als so mancher Rennschlitten zaubert eine Vespa den meisten Menschen ein Lächeln ins Gesicht. Die kleinen italienischen Flitzer haben einen unbestrittenen Sympathiebonus, der auch auf ihre Fahrer abfärbt. So gesehen in Irland. 

Zwar sind die Bewohner der Grünen Insel schon von Natur aus ungeheuer gastfreundlich, aber wenn eine Gruppe von sechs Vespa-Fahrern aus Ostwestfalen im Dorf auftaucht, kommt man noch einen Ticken schneller ins Gespräch. „Es sind vor allem die Begegnungen mit den Menschen, die uns so reizen“, erzählt Andreas Kimpel, der gerade mit seiner Frau und zwei befreundeten Paaren rund 1.700 Kilometer auf dem italienischen Kult-Roller absolviert hat. Dabei hatten die Vespafreunde Senne auf der Fahrt von Nord- nach Südirland ausgesprochenes Glück mit dem Wetter. „Die Cliffs of Moher erleben wahrscheinlich nur wenige bei strahlendem Sonnenschein“, freut sich der Kulturdezernent der Stadt Gütersloh in der Rückschau über den doch ungewohnten Anblick der bekanntesten und beeindruckendsten Steilklippe Irlands.

Ausgangspunkt der Reise war Belfast. Hier fanden im Juni die Vespa World Days 2018 statt. Nicht nur die zahlreichen wunderbaren Vespas und die etwa 3.500 Teilnehmer sorgten für Furore, auch die Location selbst – die restaurierte Werft, in der die „Titanic“ gebaut wurde, bildete eine spektakuläre Kulisse. Für die sechs Vespafreunde eine willkommene Gelegenheit zum Austausch mit Freunden des Kult-Rollers aus aller Welt. Nicht umsonst ist es ein Ziel des 2016 gegründeten Vereins „Vespa-
freunde Senne“, Grenzen zu überwinden. „Bei uns geht es sehr familiär zu“, erzählt Andreas Kimpel, der zu den Gründungsmitliedern gehört. „Wir sind nicht der klassische Schrauber- und Tuningverein, sondern es geht darum, Kulturen kennen zu lernen. Die Vespa ist dabei ein hervorragendes Vehikel, um Brücken zu bauen.“

Weitere Stationen der Irland-Reise waren Enniskillen, Donnegal, Sligo, Connemara, die Ringe von Dingle und Kerry. Drei Wochen pure Entschleunigung. „Die Freundlichkeit der Iren hat uns sehr gefallen. Mit unseren Vespas fielen wir auf. Die Menschen haben gelächelt und uns zugewunken. Man fährt auf der Insel sehr rücksichtsvoll und die Landschaftseindrücke waren überwältigend.“

Vor etwa acht Jahren entdeckte Andreas Kimpel die Faszination für die Vespa durch einen Freund. „Da hat es im wahrsten Sinne des Wortes gezündet. Es ist ein sehr schönes Gefühl, im freien Wind zu fahren und viel mehr von der Gegend wahrzunehmen als im Auto.“ Besonders die unkomplizierte Mobilität hat es dem 57-Jährigen angetan. „Mit der Vespa kann man einfach eine kleine Stichstraße zum Strand runterfahren und den Roller direkt an der Bucht parken. Für mich ist das eine ökonomische und ökologische Alternative zum Auto. Die Vespa hat eine gute Reichweite und verbraucht lediglich drei Liter Sprit.“ Und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Aus der Handvoll Gründungsmitglieder sind mittlerweile rund 50 geworden, der Verein ist als gemeinnützig anerkannt. „Wir engagieren uns auch sozial“, so Andreas Kimpel. „Dazu gehören beispielsweise Besuche im Seniorenheim. Viele ältere Menschen kennen die Vespa aus ihrer Jugend und verbinden schöne Erinnerungen damit.“

Seit Anfang des Jahres dürfen die Vespafreunde ein Vereinsheim ihr Eigen nennen. Im „Vespadrome“ finden Ausstellungen und Vorträge statt. So berichteten Kurt Rusche und Andreas Kimpel von ihrer Vespafahrt nach Concarneau – rund 1.400 Kilometer legten sie dabei zurück. „Momentan haben wir eine tolle Ausstellung mit dem Titel ,La dolce Vespa' mit Werken der Künstlerin Renate Berghaus im Vespadrom an der Buschkampstraße 146“, erzählt der Gütersloher Kulturdezernent.

Zum Vereinsleben gehört im Frühjahr natürlich das traditionelle „Anrollern“ mit Ausflügen in die Umgebung. An jedem letzten Dienstag im Monat ist mit dem „Vespa Klön“ open house, zu dem Interessierte willkommen sind. 


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