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Ab wann bin ich gefährdet? Alkoholismus ist nach der Nikotinsucht die häufigste Sucht in unserer Kultur. Foto: iStockphoto.com/MarkSwallow

Anzeige: Jeder Mensch, der dauerhaft Alkohol trinkt, schadet sich selbst

Wer regelmäßig Alkohol trinkt, ist sich oftmals nicht sicher, ob es nicht vielleicht schon zu viel ist. Um dies herauszufinden, haben die Experten den Begriff des „Riskanten Konsums“ festgelegt. Demnach sollten Männer nicht mehr als 160 Gramm reinen Alkohol pro Woche zu sich nehmen, bei Frauen liegt die Grenze bei 100 Gramm. Dabei sollten gleichzeitig zwei alkoholfreie Tage pro Woche eingehalten werden.

Ab wann ist Alkohol gefährlich?

Doch wie viel Alkohol ist in Getränken enthalten? 0,5 Liter Bier oder 0,2 Liter Wein entsprechen vier kleinen Schnäpsen und enthalten zirka 20 Gramm Alkohol. Demnach liegt die Gefährdungsgrenze beim Mann bei acht Flaschen Bier pro Woche bei mindestens zwei nüchternen Tagen. Bei Frauen ist es entsprechend weniger.

Gewöhnung als Gefahr

Wenn mehr Alkohol getrunken wird, setzt eine Gewöhnung ein. Reichte früher ein Feierabendbier, müssen es im weiteren Verlauf zwei und dann immer mehr sein. Neben der körperlichen Gewöhnung tritt auch das Gefühl auf, Alkohol zum Beispiel auch zum Einschlafen zu benötigen. Bleiben alkoholische Getränke aus, entstehen Unruhe, Nervosität und Gereiztheit als erste Zeichen einer zumindest seelischen Abhängigkeit.

Was kann das Umfeld tun?

Verwandte, Freunde und Kollegen von Betroffenen sehen die Folgen des Alkoholkonsums oftmals früher als der Betroffene selbst. Angehörige sollen aber nicht Diagnosen stellen wie zum Beispiel „Du bist Alkoholiker“, sondern die negativen Veränderungen aktiv ansprechen. Diese nicht entschuldigen und auch die Folgen nicht herunterspielen. Erst wenn für die Betroffenen erkennbar wird, dass die negativen Folgen des Alkoholkonsums größer sind als die Vorteile, wird die Veränderungsmotivation wachsen. Dann sind sie in aller Regel auch bereit, fachliche Hilfen in Anspruch zu nehmen.

Was können Angehörige und Betroffene tun?

Es gibt im Kreis Gütersloh ein gut ausdifferenziertes Hilfesystem für jede Phase der Erkankung. Ambulante Beratungen bieten die Beratungsstellen und die Suchtambulanz des LWL-Klinikums an. Die stationäre Entzugsbehandlung findet im Zentrum für Suchtmedizin des LWL-Klinikums statt. Auf die stationäre Langzeitbehandlung ist die Bernhard-Salzmann- Klinik spezialisiert. Weitere Hilfe gibt es auch durch die über 40 Suchtselbsthilfegruppen.