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Lydia Wiesbrock, Vorsitzende des Jugendamtselternbeirates. Im Hintergrund: Ingo Krüger. 2. Vorsitzender.
(Foto: Marvin Kramer)

Ganz klar auf Elternseite

Das Kinderbildungsgesetz ermöglicht den Eltern der Kinder, die in Kindergärten betreut werden, ein größeres Mitwirkungsrecht durch die Bildung eines Jugendamtselternbeirates. Ein Wort, das bereits viele Fragen und Missverständnisse in der Elternschaft hervorruft. Jugendamtselternbeirat? – Gehört der zum Jugendamt? Nein, er gehört ganz klar auf die Seite der Eltern.

 Der Jugendamtselternbeirat ist ein Gremium, das von und aus Mitgliedern der Elternräte der Kindergärten gewählt wird. Ein übergeordnetes Sprachrohr für die Eltern, ein Mittler zwischen Jugendamt, Kita-Leitung, Elternräten und Eltern. Kitainterne Themen werden zunächst im Elternrat besprochen. Übergeordnete Themen oder Themen, die in der internen Diskussion keine Lösungen brachten, werden an den Jugendamtselternbeirat „Jaeb“ weitergeleitet, der sich dann um Lösungen im Sinne aller Beteiligten bemüht.  Kurz nach der Wahl im November 2012 des aktuell amtierenden Jaeb für die Kitas der Stadt Gütersloh erschienen in einer großen regionalen Tageszeitung fast täglich Artikel und auch Leserbriefe zu diversen Reizthemen rund um die Kritik an städtischen Kindertagesstätten. Es entstand der Eindruck, es wäre direkt in ein Wespennest gestochen worden. Die Mitglieder des Jugendamtselternbeirates wurden von sehr vielen Eltern kontaktiert, die Beschwerden über städtische Kitas anbrachten. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Jaeb in der neuen Besetzung noch nicht einmal den Elternräten vorstellen können. Durch die Art der Berichterstattung erschien es manchem Leser so, als würden alle Eltern und der Jaeb alle städtischen Kitas kritisieren. Durch die Flut von Artikeln, die Durchmischung verschiedener Themen wie „Ablehnung von Mathekisten“, [Umbruch] „U-3/Ü3-Betreuung“ und Umsetzung des Konzeptes „Lernen in Beziehungen“ entstand zum Leidwesen des Jugendamtselternbeirates der Eindruck bei manchen Eltern, es handle sich um eine Sammelkritik des Jaeb an städtischen Kitas und deren Mitarbeitern. Ich wurde vor der städtischen Einrichtung Wöstmannsweg abgelichtet, in der ich meine drei Kinder wunderbar betreut sehe. Einige Mitglieder des Jaeb haben ihre Kinder nicht in einer städtischen Einrichtung oder sind in ihrer städtischen Einrichtung mit der Betreuung sehr zufrieden. Dies spielt nämlich für die Arbeit des Jaeb gar keine Rolle! Der Jaeb ist das Sprachrohr der Eltern, die nicht zufrieden sind und Hilfe benötigen! Die ehrenamtliche Arbeit der Jaeb Mitglieder ist die neutrale Entgegennahme von kritischen Elternstimmen, nicht das Erheben seiner eigenen Stimme. Expertenmeinungen, die in diesem Zusammenhang von der Tageszeitung gedruckt wurden, erweckten den Eindruck, dass dies ebenfalls die Meinung des Jaeb widerspiegeln würde. Es bedeutet nicht, dass wir uns als Experten für pädagogische Konzepte verstehen, nur weil unsere Aussage mit der eines Experten im gleichen Zeitungsartikel abgedruckt wurde. Wen die Presse als zusätzliche Meinungsbildner zu Kita-Themen interviewt, können wir nicht beeinflussen. Gleichzeitig erfuhr der Jaeb auch sehr große Unterstützung von Eltern, Politikern und Kritikern. Viele Mails und Briefe ermutigten uns, am Ball zu bleiben und weiterhin konstruktiv und kritisch zu hinterfragen. Fazit: Die Mitglieder des Jugendamtselternbeirates werden weiter kritische Themen mit dem Jugendamt der Stadt Gütersloh, der Presse und den Kita-Leitungen besprechen, so lange es Eltern gibt, die mit der Betreuung ihrer Kinder nicht zufrieden sind. Es handelt sich schließlich um das höchste Gut, unsere Kinder.


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