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Sternfahrt für ein NRW-Fahrradgesetz

Gütersloher ADFC-Gruppe auf Großdemo in Düsseldorf

Am Sonntag, 2. Juni, stellte der ADFC Kreis Gütersloh 21 Teilnehmer bei der Sternfahrt des Aktionsbündnisses „Aufbruch Fahrrad für ein fahrradfreundliches NRW” nach Düsseldorf. Dem Bündnis gehören Organisationen und Verbände wie BUND, Nabu, Deutsche Umwelthilfe, ADFC und VCD sowie zahlreiche lokale Organisationen, Vereine und Initiativen an.

Die Gütersloher Gruppe, die von Daniel Neuhaus und Fritz Spratte geführt wurde, reiste zunächst mit dem Bus nach Wuppertal, um von dort aus über die Nordbahntrasse (eine zum Radschnellweg umgebaute ehemalige Eisenbahnlinie) und später über Radwege aller Art – unter anderem auch durch das landschaftlich sehr schön gelegene Neandertal – nach 40 Kilometern Düsseldorf zu erreichen. Dort trafen die Teilnehmer auf viele tausend andere Fahrradfreunde aus Umwelt- und Verkehrsinitiativen aus insgesamt 60 anderen Städten, die aus allen Himmelsrichtungen auf dem Rad nach Düsseldorf gekommen waren. Gemeinsam ging es durch die Stadt weiter bis zum Landtagsgelände, wo die Organisatoren des Aktionsbündnisses Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) unter großem Beifall der Demonstranten über 206.000 Unterschriften für eine Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ überreichten. Darin fordert das Bündnis eine deutliche Steigerung des Radverkehrs in Nordrhein-Westfalen auf 25 Prozent bis zum Jahr 2025.

Mit dem Anliegen wird sich nun der Landtag befassen. Ursula Heinen-Esser zeigte sich auf der Bühne vor dem Landtagsgebäude beeindruckt von dem Engagement der Fahrradfreunde aus dem ganzen Land und dem Ergebnis der Unterschriftenaktion für ein Fahrradgesetz für NRW. In diesem Gesetz, so die Forderung des Aktionsbündnisses, sollen Maßnahmen zur Förderung der Fahrradmobilität verankert werden – zum Beispiel mehr Verkehrssicherheit auf Straßen und Radwegen, der Ausbau von Radschnellwegen und eine kostenlose Mitnahme von Fahrrädern im Nahverkehr. Die Politikerin äußerte sich optimistisch, dass noch in diesem Jahr die Landesregierung eine entsprechende Gesetzesvorlage erarbeiten wird. Sie geht dann im Landtag in die parlamentarische Beratung. Noch am Tag der Demonstration in Düsseldorf kündigte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) per Twitter an, er wolle sich intensiv mit den Forderungen auseinandersetzen. „Die hohe Zahl von Unterschriften zeigt deutlich, welche Bedeutung der Radverkehr für die Menschen hat“, schrieb er.

Bei strahlender, dursttreibender Sonne fuhren die vielen Tausend Demonstranten in einer 18 Kilometer langen Abschlussrunde ein weiteres Mal durch Düsseldorf. Dabei wurden sie von der Polizei auch über die beiden großen Rheinbrücken geführt. Immer wieder gab es Beifall von den Passanten – und hier und da natürlich auch schimpfende Autofahrer, die den Fahrradkorso passieren lassen mussten. ADFC-Vorstandsmitglied Daniel Neuhaus: „Wer diesen Tag in Düsseldorf erlebt hat, weiß: Dem Fahrrad gehört mehr als je zuvor die Zukunft. Ein Weiter so in den Innenstädten kann und wird es nicht mehr geben.“ So kam denn die Gütersloher ADFC-Gruppe moralisch gestärkt und in bester Laune am Abend mit dem Bus zurück nach Gütersloh. Fazit von Organisator Fritz Spratte: „Dieser Aktionstag hat uns neue Kraft und Mut für unser Anliegen gegeben. Düsseldorf hat gezeigt, dass wir auf einem erfolgreichen Weg sind.“

Foto 1: Auf der Nordbahntrasse in Wuppertal Richtung Düsseldorf: vorbildlicher Radschnellweg.
Foto 2: Fahrraddemo vor dem Landtag: Mit Nachdruck für ein NRW-Fahrradgesetz. 
Fotos: ADFC


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