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Anzeige: Alle Jahre wieder – und immer ein bisschen anders

33 Tage volles Programm auf dem Gütersloher Weihnachtsmarkt

Text: Birgit Compin
Fotos: Gütersloh Marketing,
Kai-Uwe Oesterhelweg und Lena Descher

Gäbe es ein Gütersloh-Quiz, könnte eine der Fragen lauten: „Wann wurde der erste Gütersloher Weihnachtsmarkt eröffnet?“ Finger hoch, wer das noch weiß! Für alle anderen gibt es hier die Antwort: im Dezember 1977! Auch die Frage nach dem „Wo“ könnte spannend werden, denn sie lautet: Auf dem Parkplatz vor dem damals noch neuen Rathaus!

„Kinder, wie die Zeit vergeht!“, so begann im Dezember 1978 ein kleiner Artikel in der damaligen GT-INFO zum Thema: „Der letzte Weihnachtsmarkt ist noch frisch in Erinnerung, da geht schon wieder das weihnachtliche Treiben 1978 auf dem Berliner Platz über die Bühne. Und in diesem Jahr kann sich wohl niemand über die fehlende Atmosphäre beklagen, die 1977 auf dem Rathaus-Parkplatz nicht so recht aufkommen wollte. Der Berliner Platz erstrahlt in diesem Jahr festlicher denn je“, heißt es weiter. Der Bericht erzählt vom emsigen Treiben in und um die „Verkaufsbüdchen“, vom Geruch nach Mandeln, Lebkuchen und Glühwein, von Karussels und „weihnachtlicher Musik an allen Ecken“. Von 11 bis 20 Uhr war der zweite Gütersloher Weihnachtsmarkt zwischen dem 1. und 17. Dezember 1978 geöffnet – eröffnet hatte ihn der amtierende Bürgermeister Kollmeyer, begleitet vom Posaunenchor des Ev. Stift. Gymnasiums Gütersloh.
In den folgenden Jahren wurde die Zahl der geschmückten kleinen Fachwerkhäuser immer größer und so herrliche Beschreibungen wie „weihnachtliche Stimulanz“ füllten die Zeilen der Presseartikel, genauso wie die süßen Überraschungen des überdimensionalen „Hertie-Nussknackers“ im Winter 1981. Auch so ein Highlight vergangener Tage. Zwei Jahre später erleuchteten die Lichtergirlanden in den Baumkronen den Platz und vor „Hermanns und Peters Glühweinhütte“ trafen sich Gütersloher und „Auswärtige“ zum Plausch. Noch viel später dann gab es eine Eisbahn auf dem Kolbeplatz und auch von dem kurzzeitigen Versuch einer Umbenennung in den „Märchenmarkt“ liest man in den alten, angegrauten Gazetten.

Kinder, wie die Zeit vergeht!
Der kleine Ausflug in die Gütersloher Annalen zeigt, dieser innerstädtische Weihnachtsmarkt hatte schon so einige „Päckchen“ zu tragen und damit natürlich auch eine lange Tradition – kurz: Seit 42 Jahren schon sorgt dieser Gütersloher Markt mit weihnachtlich geschmückten Hütten, Lichterglanz, Kunsthandwerk und den herrlich weihnachtlichen Gerüchen für die schönste Stimmung in der Adventszeit – bis heute! Doch auch wenn der Duft von Zimt, Bratäpfeln, Glühwein oder Tannengrün an die „gute alte Zeit“ erinnern mag, hat sich viel getan auf dem Gütersloher Weihnachtsmarkt – und auch das kommt nicht von ungefähr.

Applaus für die  „unsichtbaren“ Helfer
Damit bis zur Eröffnung am 28. November auf dem Berliner Platz dieses besondere urig-gemütliche Hüttendorf entstehen kann, sind die Vorbereitungen immens. Um den Berliner Platz Jahr für Jahr in ein stimmungsvolles Lichtermeer zu tauchen, den riesigen Weihnachtsbaum, Bühne und Stände einheitlich zu schmücken und sie alle gemeinsam mit der erforderlichen und umfangreichen Technik zu versorgen, ist eine monatelange Planung und Organisation gefragt. Auch bei der Auswahl des Angebots der Stände achten die Macher um Werbegemeinschaft und Gütersloh Marketing auf kulinarische Vielfalt, aber auch auf feines Kunsthandwerk und das ein oder andere Selbstgemachte. Hier sind es Eva Willenborg und Lena Descher, die immer und überall die Fäden in der Hand halten und während der Weihnachtsmarkt-Wochen für den reibungslosen Ablauf sorgen – vor, auf und vor allem hinter der Bühne. Ein paar Tage vor dem offiziellen Start kommen dann auch die Aussteller, Fahrgeschäfte, Händler, Gastwirte und Dienstleister mit ins „Boot“, um gemeinsam den Platz weihnachtlich in Szene zu setzen. Über 100 Tannenbäume werden aufgestellt und so mancher Kilometer Lichterketten mit dem dazugehörigen Weihnachtsschmuck will verteilt werden. Sind die Vorbereitungen abgeschlossen und ist der Markt eröffnet, geht es hinter den Kulissen munter weiter: Dank all der „unsichtbaren“ Helfer findet bis zum 30. Dezember täglich, außer an den Weihnachtsfeiertagen, ein Programm mit lokalen und regionalen Künstlern statt.

Von Lichterglanz und Umweltschutz
Der zwölf Meter hohe Weihnachtsbaum vor der Citywache wurde bereits im Sommer ausgewählt und strahlt in diesem Jahr in den rot-weißen Farben der Sparkasse Gütersloh-Rietberg, im nächsten Jahr werden es wieder die Farben der Stadtwerke sein. Gemeinsam mit der begehbaren Pyramide ist die prächtig geschmückte Tanne längst zum alljährlichen Publikumsmagnet geworden. Ganz neu erstrahlt in diesem Jahr die Giebelbeleuchtung am Berliner Platz, sie wurde komplett ausgetauscht und mit energiesparenden LEDs bestückt. Und da sind wir auch schon beim bewegenden Thema dieser Tage: Wer bei all der stimmungsvollen Beleuchtung nicht nur an Weihnachten, sondern auch an die höchst aktuelle Debatte rund um den Klimaschutz denkt, kann beruhigt den Glühwein im Hüttendorf genießen: Wie bereits in den Vorjahren auch, trägt der Weihnachtsmarkt 2019 das Prädikat „klimaneutral“. Was das heißt? Der festlich geschmückte Weihnachtsbaum strahlt umweltfreundlich mit energiesparenden LEDs, genauso wie das gesamte stimmungsvolle Beleuchtungskonzept, denn Stände und Hütten werden traditionell mit umweltfreundlichem Ökostrom beliefert. Genauso umweltfreundlich strahlen die hellen Lichterbäume zwischen Karstadt und dem Schuhhaus Potthoff mit moderner LED-Technik.

Kulinarisch was los
Ob herzhafte Delikatessen oder süße Versuchung – den großen und kleinen Hunger zwischen den Weihnachtseinkäufen, in der Mittagspause oder am Abend mit Familie und Freunden besänftigen Schwenkbraten, Flammkuchen oder Flammlachs, aber auch Paradiesäpfel, gebrannte Mandeln oder Lebkuchenspezialitäten. Glühwein, Feuerzangenbowle, Eierpunsch und heiße Cocktails tun natürlich ihr übriges, um die nötige Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen. Aber auch die Liebhaber eines „Frischgezapften“ können sich angesprochen fühlen: auf dem Gütersloher Weihnachtsmarkt kommen auch sie nicht zu kurz.

Zwei ganz besondere Hütten
Spannendes, aber auch Traditionelles verspricht natürlich wie immer die Kunsthandwerkerhütte. Insgesamt sieben Kunsthandwerker stellen in den kommenden Wochen hier ihre Werke vor. In

diesem Jahr zeigen sie Filzprodukte, Holzdekorationen, Muschelkreationen und individuell gefertigten Schmuck. Auch die Vereinshütte hat bereits eine lange Tradition auf dem Weihnachtsmarkt und bietet stets Abwechslung und spannende, interkulturelle Begegnungen. Achtzehn Vereine stellen hier abwechselnd ihre Arbeit vor, darunter auch der Gütersloher Turnverein und der Förderkreis Stadtpark Botanischer Garten Gütersloh. Interessant wird es auch sicherlich zu erfahren, was es mit der „Steuerungsgruppe Fairtrade Town“ oder „HelpAge – Jede Oma zählt“ auf sich hat. Was an welchen Tagen in den beiden Hütten vorgestellt und angeboten wird, zeigt ein Blick in das Programm.

Ihr Kinderlein kommet!
Tagsüber wird es kindisch! – und zwar im schönsten Sinne des Wortes. Montags bis donnerstags erleben die kleinen Besucher spektakuläre Abenteuer mit dem Puppenspieler, denn er entführt sie in eine Welt voller märchenhafter Fabeln. Es gibt die Märchenerzählerin und Kinder-Mitmachkonzerte mit „Faryna Musik” oder den rockigen „KrAWAllos“. Und natürlich ist auch „Herr Müller mit seiner Gitarre” wieder mit dabei. Es gibt den Zauberkünstler und Mentalmagier Dima Andes und nicht zu vergessen die so beliebte Verlosung mit „ToyRun4Kids“. Doch das ist noch längst nicht alles! Ein Blick in den GT-INFO-Terminkalender zeigt, was an jedem einzelnen Tag so los ist, auf der großen Weihnachtsmarktbühne.

Besinnliche Weihnachten
Einfach mal runterkommen, den Geschenkestress eine Zeit lang vergessen und auf dem Weihnachtsmarkt entspannen! Wie das geht? Am besten an den Tagen, an denen besinnliche Konzerte den Berliner Platz in diese besondere vorweihnachtliche Stimmung versetzen. Da sind zum Beispiel die Auftritte der Blasmusiker, wie der Big Band des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums oder des Spielmannszug Löschzugs und Jugendmusikkorps Avenwedde oder das Konzert vom Jugendorchester Symphonisches Blasorchester Feuerwehr Gütersloh. Eine ganz besondere Faszination üben auch immer wieder die Adventssängertreffen auf der Bühne aus. Hoch in den Norden geht es übrigens auch in Gütersloh, und zwar dann, wenn die Gütersloher Shanty-Chöre maritime Weihnachtslieder singen oder die urige „Irish & Scottish Folk“-Truppe „Velvet” eine kleine Weile lang ihr Publikum in den Norden des englischen Königreiches versetzen.

Und abends auf den Weihnachtsmarkt...
Akustikbands, Jazz-Formationen und Coverbands – auch das gibt es reichlich auf dem Weihnachtsmarkt. Sie sorgen für die passende musikalische Untermalung eines gemütlichen Abends mit Kollegen, Freunden oder der Familie. Und da es auch in diesem Jahr wieder so viele sind, seien hier nur ein paar von ihnen erwähnt: Gerade noch stand die Gütersloherin Madline Wittenbrink bei der TV-Show „The Voice“ im Rampenlicht, ist sie jetzt gemeinsam mit Fingerstyle-Gitarrist Jay Minor als Duo „Madline & Jay“ auf der Gütersloher Weihnachtsmarktbühne zu Gast. Da ist das Duo „Christina B“ mit altbekannten Pop-Songs der 80er und 90er Jahre. Auch die Acoustic Band „LIVEMUKKE“ und das Jazz Quartett „Jazzed Off“ sind in diesem Jahr mit von der Partie, genauso wie „J.P. Fair & Trust and Truth” und die groovige Band „Scheel“. Last but not least sei noch Tobias Sudhoff mit seinem Klassiker erwähnt: Die Rudelsingparty „Singalong“ Mitte Dezember. Wann die genau stattfindet? Auch das steht rechtzeitig im GT-INFO-Terminkalender oder auf der Seite
www.guetersloherweihnachtsmarkt.de