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Dienstleister der Vereine

100 Jahre Stadtsportverband Gütersloh

Er ist größer als alle anderen, ist für die Sportvereine in Gütersloh ein umsichtiger Begleiter, Wegweiser, Sprecher, Mittler und vielfach Helfer in der Not. In diesen Tagen feiert der Stadtsportverband in einem großen Festakt seinen 100. Geburtstag – putzmunter und mit festem Blick in die Zukunft, wie sich im Gespräch mit der 1. Vorsitzenden Gabi Neumann und Geschäftsführer sowie 2. Vorsitzendem Dariusz Jakubowski zeigt.

Heute vertritt der Stadtsportverband Gütersloh rund 90 Sportvereine mit 25.000 Mitgliedern, deren Interessen er gegenüber allen gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen vertritt. Man versteht sich als Dienstleister der Vereine und als ihre politische Stimme in allen Angelegenheiten, die den Sport in Gütersloh betreffen. Wenn Gabi Neumann die Gütersloher Sportinfrastruktur als sehr gut aufgestellt lobt, dann ist dies auch das Ergebnis des ständigen Engagements des Stadtverbands über die Jahrzehnte hinweg. Ein kurzer Blick zurück: Schon vor dem 1. Weltkrieg gab es einen losen Zusammenschluss der Turn- und Sportvereine, bis 1919 auf Anregung von Lehrer Heinrich Thiedemann eine Ortsgruppe des Reichsausschusses für Leibesübungen ins Leben gerufen wurde. Sinn und Zweck der Ortsgruppe war, alle im Bereich des Sports tätigen weiterhin eigenständigen Vereine zusammenzufassen, und deren Interessen gegenüber der Stadtverwaltung zu vertreten. Ein Grundsatz, der bis heute gilt.
Lang ist die Liste der Projekte, an denen der Stadtsportverband und seine Vorgängerorganisationen beteiligt waren. Einige wenige Beispiele: In den 50er-Jahren initiierte man gemeinsame Sportveranstaltungen wie die Gütersloher Kampfspiele; 1950 wurde der damalige 1. Vorsitzende F. Kipp von Stadtdirektor Diestelmeier als ehrenamtlicher Sportreferent berufen – seitdem wird der Stadtverband in allen Besprechungen über Sportfragen um sachverständigen Rat gefragt. 1968 lag der Schwerpunkt der Arbeit des Stadtsportverbands in einem Antrag auf den Bau eines Großstadions – es blieb letztlich beim Ausbau des immer noch schmucken Heidewaldstadions.
Mit der kommunalen Neuordnung am 1. Januar 1970 wuchs der Stadtsportverband von damals 33 auf 53 Vereine und hatte jetzt mehr als 12.000 Mitglieder: ein Mehr an Arbeit, aber auch ein Mehr an sportpolitischer Bedeutung. Im selben Jahr fand der erste Sportlerball in Wildtmanns Festsälen statt. Und natürlich ist die Entwicklung der zahllosen Sportstätten in Gütersloh bis hin zum Nordbad und der Welle ohne den Einfluss des SSV nicht denkbar – wobei der gewünschte Dalkesee oder auch der vom SSV 1980 beantragte Skihügel bei Meier Bettenworth bis heute Wunschtraum bleiben sollten. Und heute? Gabi Neumann: „Es wird immer professioneller, nicht nur bei uns, sondern auch in den Vereinen. DSGVO, Finanzen, Rechtsfragen werden mehr und mehr zum Feld für Anwälte und Steuerberater.“ 5.000 Mitglieder hat der SSV in den vergangenen fünf Jahren verloren, Ehrenamtliche sind immer schwerer zu finden, aber dennoch: Mit viel Leidenschaft und Know-how beteiligt sich der SSV an den Beratungen zum aktuellen Sportentwicklungsplan (SEP), entwickelt Pläne, um „Vereinsleben zu modernisieren, attraktiver zu machen“ (Dariusz Jakubowski) – Zukunftsprojekte en masse. Und immer bleibt das intensive Tagesgeschäft, Stichworte: Hallenzeiten, Fördergelder, Energiekostenzuschüsse, Versicherungsfragen, Beratungstätigkeiten. Stoff und Themen genug für die nächsten 100 Jahre. ˜

Text: Heiner Wichelmann
Foto: Antoine Jerji
Vorbereitung auf den Festakt zum 100. Geburtstag des Stadtsportverbandes Ende November 2019: Gabi Neumann und Dariusz Jakubowski mit den Ehrenauszeichnungen für „vorbildliches ehrenamtliches Engagement“ im sportlichen Bereich.


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