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Anzeige: Jedes Stück ein Unikat

The Glass Lab bietet traditionelle Handwerksarbeit aus Glas

Dieses handwerkliche Können hat eine lange Tradition: Schon die Karthager beherrschten die Kunst der Glaspaste, und bereits zur Römerzeit stellten die Tunesier mundgeblasenes Glas her. Im Hochmittelalter produzierten Glashütten in Kairouan und Mahdia Karaffen, Schalen und Flacons, von denen einige Exemplare heute im tunesischen Nationalmuseum Bardo ausgestellt sind. Diese uralte Tradition wurde in den 1970er-Jahren von einigen Handwerkern wieder aufgenommen und damit auch die Kunst der Glasbläserei in Tunesien zu neuem Leben erweckt.
So wie in Soliman, einem Ort zwischen Tunis und Hammamet. Hier entzündete Khaled Azaïez 2013 seinen ersten Hafenofen und nannte die Glasbläserei „Verrerie de Carthage“. Seither ging in dem zu Ehren der ersten Königin Karthagos Dido getauften Ofen das Feuer nicht mehr aus. Es brennt 24 Stunden pro Tag, 365 Tage im Jahr. In seinem glühenden Inneren entstehen Kunstwerke, wie Vasen, Karaff en oder Schalen aus mundgeblasenem Glas. Auch Einzelstücke wie Fische, Pinguine, Blumen
im Stil des berühmten italienischen Murano stellt die Manufaktur her.

Mundgeblasene Glaskunst aus Tunesien
Mit The Glass Lab eröffnete jetzt ein berühmtes Tochterunternehmen der tunesischen Manufaktur seine Filiale in Gütersloh. Das Unternehmen stellt mit 55 Mitarbeitern jährlich 60.000 handgefertigte Einzelstücke her, die weltweit vertrieben werden und in Europa zumeist in Großbritannien und Frankreich zu finden sind. „Die Idee, in Deutschland Filialen zu eröffnen, entstand durch das große Interesse auf der Frankfurter Ambiente Messe“, erzählt Filialinhaber Amine Azaïez. Doch normalerweise ist The Glass Lab in den Metropolen zu finden. Warum sich Azaïez für eine Filiale in Gütersloh stark gemacht hat, erklärt er so: „Wir glauben, dass die Stadt und die gesamte Region für hochwertige und erstklassig verarbeitete Artikel genau der richtige Ort ist. Außerdem wohne ich seit neun Jahren hier und fühle mich hier zuhause.“

Jedes Stück ein bezahlbares Unikat
Bei einem Rundgang durch sein Geschäft weiß der Inhaber auf die besonderen Materialien und Herstellungsverfahren hin: Auf englisch erklärt er sehr anschaulich, wie in der Glashütte die Glasmacher mit Hilfe einer Glasmacherpfeife einen Glasklumpen aus dem Ofen nehmen, ein erstes Mal hineinblasen, um dann die färbenden Oxide aufzutragen, die jedes Stück zu etwas ganz Besonderem machen. Die Färbung, so erzählt er, wird in zwei Schichten eingearbeitet und „versiegelt“, bevor das Glas in seine endgültige Form gebracht wird. Der gesamte Herstellungsprozess entstammt der langen Tradition tunesischer Handwerkskunst und ist damit auch offi ziell zertifiziert. Dass jedes dieser Glasprodukte zu hundert Prozent handgemacht ist und damit auch ein Unikat, versteht sich von selbst. Besonders stolz ist Amine Azaïez, dass The Glass Lab seit 2017 der offizielle Lieferant des tunesischen Präsidentenpalastes ist und auch einer der Partner des bedeutenden internationalen Musikfestivals in Karthago.

Kleiner Blick auf die Preise
Einzelne Gläser sind ab 11 Euro erhältlich, Kerzenhalter ab 29 Euro und handgemachte Vasen gibt es bei The Glass Lab von 29 bis 70 Euro. Besonders schön sind auch die Sets aus sechs Gläsern mit Glaskaraffe, die jeweils für zirka 100 Euro zu haben sind. The Glass Lab hat montags bis samstags von 10:00 Uhr bis 18:30 Uhr geöffnet.

The Glass Lab
Berliner Straße 1
33330 Gütersloh
www.glasslab-gt.com

Fotos: Antoine Jerji