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Kultur: Einmal The Voice und zurück

Warum man von Sängerin Madline Wittenbrink noch viel hören wird

„Es ist alles ein bisschen Bilderbuch bei uns.” Dreifach-Mama Madline lebt das pure Glück mit ihrer Familie, die für sie alles bedeutet. Ihre zweite Leidenschaft: Die Musik. „Mutter sein und Musik machen sind zwei Welten für mich und ich möchte keine missen. Ich bin bei ‚The Voice', weil ich richtig Bock habe.” Als Frontfrau einer sechsköpfigen Band, Teil eines Duos und Coversängerin auf Hochzeiten kennt die vielseitige Sängerin das Rampenlicht bereits. Dort liebt sie es, sich in verschiedenen Styles zu präsentieren: „Ich habe alles schon durch. Mal lange Haare, mal blond, mal kurz. Es macht mir Spaß, in andere Rollen zu schlüpfen.” So wurde Madline Wittenbrink aus Gütersloh auf der Homepage von „The Voice of Germany“ vorgestellt.

Und es trifft den Kern: Madline hat mich eingeladen, sie zu Hause zu besuchen. Ein Haus im Grünen, drei Kinder, ein Mann, der ihr schönstes Hobby begeistert teilt und im Hintergrund eine Familie, die sie bei all dem unterstützt. Natürlich waren sie dabei, als sie bei den Blind Auditions gewann und natürlich saßen sie alle auf dem Sofa, um das TV-Ereignis Ende September mit ihr gemeinsam Zuhause zu feiern.

Ja, Nein, Doch
Aber der Reihe nach: Die Gütersloherin bewarb sich online zum „Last Chance Day“, der allerletzten Möglichkeit des Jahres, um an der Vorausscheidung für die „Blind Auditions“ in Berlin teilzunehmen. Nach einem kurzen Auftritt innerhalb einer 25-köpfigen Gruppe, kamen die ersten sechs weiter, später wurde weiter gesiebt. „Am Ende wusste ich nicht, ob ich weitergekommen bin, das stellte sich erst später heraus.“ Nach einer irregeleiteten Absage, kam ein paar Tage später die ersehnte Einladung zur den Blind Auditions nach Berlin – dem ersten vorproduzierten Teil, den die Zuschauer ab September im TV verfolgen konnten. „Das bedeutet schon was: Es haben sich zirka 7.000 Leute beworben und du bist unter den 130 Eingeladenen“, sagt Madline rückblickend.

Berlin, Berlin und nochmals Berlin
Im Juni stand sie also in Berlin auf der Bühne, den Mann und die Familie im Gepäck und den richtigen Song auf den Lippen. Auf Melissa Etheridges „Like The Way I Do“ fiel ihre Wahl – und sie überzeugte damit erst Sido und dann auch den ewig feixenden Kappenträger Marc. „Wie ist das, wenn die da vor dir rumkaspern, während du vermutlich so aufgeregt bist, dass dir die Luft wegbleibt“, frage ich. „Man ist einfach glücklich, dass sich jemand umgedreht hat“, lautet die Antwort. Und die Wahl auf Sido? – das war reines Bauchgefühl. Am Ende war Madline in Sidos Team und damit eine Runde weiter – sie hatte es in die berüchtigten Battles geschafft, in denen jeder Coach zwei seine Schützlinge gegeneinander antreten lässt.

Eine tolle Zeit
Das war einen Monat später. Und weil Madline mittlerweile wusste, dass ein Auftritt in der Show nicht einfach nur einen Tag Drehzeit erfordert, plante sie dieses Mal gleich einen 11-tägigen Urlaub mit der gesamten Familie am nahegelegenen Müggelsee mit ein. Es gab Styling-Termine, TV-Aufnahmen, Proben mit der Gesangspartnerin, welche mit der Band, mal mit und mal ohne Kamera. Das Stück, das beide „gegeneinander“ performen sollten, war „Dog Days Are Over" von Florence and the Machine. „Ich kannte die Nummer nicht und habe erst einmal geschluckt, denn sie ist sehr schwierig zu singen. Aber dann haben wir uns reingefuchst und die Hütte abgerissen.“ Wie gut, davon konnten sich die Zuschauer erst am vergangenen 20. Oktober im TV ein Bild machen. Doch gereicht hatte es nicht. Vermutlich war auch das eine reine Bauchentscheidung, dieses Mal vorgenommen von Coach Sido. Der mittlerweile als „Kandidatenschreck” bezeichnete, höchst kritische Musiker hatte rein gar nichts zu meckern. Warum auch? Wer den Auftritt gesehen hatte, dem war klar: Da waren zwei richtig gute Sängerinnen auf Augenhöhe unterwegs.
„Ich hatte eine tolle Zeit und die volle Unterstützung meiner Familie“, sagt Madline, gar nicht traurig. „Ich habe gesehen, wie es abläuft und ich würde es vielleicht sogar noch einmal machen, weil es eine ganz andere Welt ist. Aber letztendlich ist das, was ich hier habe, meine Herzensangelegenheit.“

Die Herzensangelegenheit
Die wiederum begann, als die heute 30-Jährige nach gerade mal sechs Monaten Gesangsunterricht mit 14 Jahren bei „Guetsel sucht den Megastar“ teilnahm – und gewann. „Das war schon etwas ganz Besonderes für mich, denn es waren auch viele gute und ausgebildete Sänger dabei“, sagt sie. Das Ergebnis: Ihre Leidenschaft für die Musik war geweckt und sie ist bis heute ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens.
Doch startete Madline zunächst nicht musikalisch durch, sondern schloss erst einmal die Schule ab und absolvierte ein Duales Studium. Heute arbeitet sie in der Kreisverwaltung – gerne und glücklich – wie sie sagt. Sowieso scheint Madline das Glück gepachtet zu haben. Vom Bilderbuch erzählt „The Voice“, wer sie besucht, kann das nur unterschreiben. Doch die TV-Tage liegen hinter ihr, die Erfahrungen nimmt sie mit, denn seit sie sich 2016 als Sängerin nebenberuflich selbstständig machte, vereinbart sie das Musikmachen mit Familie und Beruf – „das klappt sehr gut mit dem besten Ehemann an der Seite“, sagt sie lachend.

Jule Neigels „Schatten an der Wand“
Gütersloher kennen Madline mit ihrer eigenen Band neXus oder von den vielen Auftritten mit Sänger, Songwriter und Gitarrist Jay Minor. Parkbad, A Tasca, Schenkenhof – allein in diesem Sommer war sie in den unterschiedlichsten Formationen unterwegs. Nach der Babypause wird sie bald schon in der gesamten Region oder auch im Ruhrgebiet anzutreffen sein.
Soul, Jazz, Swing, Pop und Rock – Madline Wittenbrinks Stimme bietet ihr ein breitgefächertes Repertoire. Fragt man sie nach ihren Lieblingsstücken, liegt ihr eines ganz besonders am Herzen: „Ich habe immer gesagt, ich möchte Jule Neigels ‚Schatten an der Wand’ singen,
denn ich liebe diesen Song einfach.“ Doch es dauerte ganze fünf Jahre, bis sie ihre Band, die zumeist mit englischsprachigem Repertoire unterwegs ist, von dem Vorschlag überzeugen konnte. „Doch mittlerweile“, sagt die, „ist es eine der Lieblingsnummern von uns geworden und auch beim Publikum kommt es sehr gut an.“

Faszination Trauungen
Und dann sind da noch die Trauungen und Veranstaltungen, für die Madline gerne und oft gebucht wird. Dann tritt sie entweder gemeinsam mit Jay oder auch schon mal solo auf. „Mich faszinieren die Trauungen, die ich bisher begleiten durfte und hoffe, es werden noch viel mehr“, sagt Madline. Hoch im Kurs der Paare steht dann auch schon mal Helene Fischers „Du lässt mich sein so wie ich bin“. Doch Madline hat auch da noch einen Wunsch in petto: „Ich wünsche mir aus tiefstem Herzen, dass ich für jemanden einmal ‚At Last’ von Etta James singen kann. Ich liebe das Stück sehr und es würde so gut zu einer Trauung passen“, ist sie überzeugt. Doch bis dahin steht der Song auch schon mal auf der Setlist der gemeinsamen Auftritte mit Jay Minor. Gibt es Auftritte, die sie am liebsten mag? „Ob in einem Dom, der dir durch die Akustik Gänsehaut auf die Haut zaubert, oder in einem Biergarten, in dem die Leute tanzen und Party machen – ich könnte mich nicht entscheiden, was ich lieber mache, denn alles gehört für mich zusammen.“

Mehr über Madline Wittenbrink unter: www.madline-vocals.de
Instagram: madline_vocals

Fotos: SAT.1 / ProSieben / André Kowalski


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