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Präzises Arbeiten und hohes technisches Kwow-How – so wird ein Unternehmen 50. Fotos: Matthias Heidemann, Fotodesign, Bielefeld

Anzeige: 50 Jahre Amtenbrink in Gütersloh

Wer kennt sie nicht, die riesigen Stahlfiguren vor dem Firmensitz von Friedrich Amtenbrink an der Hülsbrockstraße? Und wer hat sich nicht schon einmal gefragt, was das Unternehmen hinter diesen markanten stählernen Skulpturen eigentlich herstellt? „Denn das“, so weiß Stefan Döring, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, „ist den meisten Güterslohern unbekannt. Im Kern befassen wir uns mit dem Schneiden von Stahl in verschiedenen Trennverfahren.“ Der Familienbetrieb ist in Deutschland einer der Marktführer in seinem Segment – und damit ein sogenannter „Hidden Champion“ – und die markanten stählernen Statuen weisen den Weg zum 30.000 Quadratmeter großen Firmengelände. 

Vom Stahlhandel zum Stahldienstleister

Mit sechs Mitarbeitern gründete Friedrich Amtenbrink 1969 das Unternehmen in einer 1.800 Quadratmeter großen Halle am Bartels Feld in Gütersloh. Hier bot er neben einem klassischen Stahlhandel auch das Schneiden von Blechen an. „Letztendlich war diese Bearbeitung von Stahl der Schritt in die Richtung, die bis heute unser Unternehmen auszeichnet“, erklärt Stefan Döring. Dafür wurde der Maschinenpark kontinuierlich erweitert. Ersten Brennmaschinen, dem Glühofen und der Strahlanlage folgten der Werkzeugstahlbereich, die Laserabteilung und Bearbeitungszentren. So wurde aus dem Händler im Laufe der Jahre der spezialisierte Dienstleister für die moderne Stahlverarbeitung. Und waren es zunächst Kunden aus der näheren Umgebung, die hier fertigen ließen, folgten später Aufträge aus ganz Deutschland. Dieser Erfolg ließ sich auch an den Belegschaftszahlen messen: Nach 20 Jahren beschäftigte der Gütersloher Stahlverarbeiter bereits 50 Mitarbeiter. Doch erst der Umzug an den jetzigen Firmenstandort im Jahr 2001 mit einer 12.000 Quadratmeter großen Hallenfläche ließ stetige Erweiterungen zu. Entsprechend stieg die Mitarbeiterzahl weiter an. Heute stehen in den Hallen acht CNC-Brennmaschinen, vier Laserschneidanlagen und zehn Sägen zur Bearbeitung der Kundenaufträge. Firmengründer Friedrich Amtenbrink verstarb im Jahr 2015. Das Unternehmen und somit sein Lebenswerk wird heute von den Geschwistern Claudia Rens und Kay Amtenbrink, sowie von Stefan Döring weitergeführt.

Ein Gang durch die Hallen

In nur 50 Jahren hat sich Amtenbrink vom regionalen Händler zu einem Stahl-Service-Unternehmen entwickelt, das mittlerweile 130 Arbeitnehmer beschäftigt. Im Kundenauftrag werden täglich die unterschiedlichsten Anforderungen gemeistert. Schwere Stahlzuschnitte werden gekantet oder gesägt, an anderer Stelle fräsen computergesteuerte Maschinen, oder es werden unterschiedliche Bauteile von Facharbeitern zusammengeschweißt. Dafür liegen Stahlbleche von 0,5 Millimeter bis 680 Millimeter Stärke in Stapeln bereit. Doch bald schon werden es ein Meter dicke Stahlplatten sein, die hier nach exakten Vorgaben bearbeitet und geschnitten werden können. „Diese Möglichkeit hat kaum ein anderer“, sagen Geschäftsführer Stefan Döring und Olaf Goldbecker, Verkäufer im Bereich Brenn- und Laserschneidtechnik, unisono. Tafeln bis zu drei mal zwölf Meter Größe, limitiert auf ein Stückgewicht von 28 Tonnen, können verarbeitet werden. Doch wofür werden sie verwendet? „Unsere Kunden kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Industrie und sind zum Beispiel Maschinen- oder Werkzeugbauer, Landmaschinenhersteller, Autozulieferer oder kommen aus dem Armaturenbau“, erklärt Stefan Döring. „Oftmals kennen wir den konkreten Einsatzzweck nicht genau. Als reiner Dienstleister erhalten wir Konstruktionszeichnungen mit Angaben, nach denen wir fertigen. Am Ende erhält der Kunde von uns ein Rohteil, das er weiterverarbeitet.“

Bester Service und modernste Technik unter einem Dach

Um den Kunden den bestmöglichen Service zu bieten, arbeiten die Gütersloher stets nach dem neuesten Stand der Technik und vereinen gleichzeitig verschiedene Prozesse unter einem Dach. „Es gibt in Deutschland kein weiteres Unternehmen, welches die Bereiche Brennen, Lasern und Plasmaschneiden, den Werkzeugstahl, sowie die vielfältigen Anarbeitungsmöglichkeiten derartig an einer Fertigungsstätte bündelt. Damit haben unsere Kunden nicht mehrere sondern nur einen Ansprechpartner – und zwar uns“, erklären Stefan Döring und Olaf Goldbecker. „Ein zusätzliches Plus ist unsere breitgefächerte Kundenstruktur aus den unterschiedlichsten Branchen. Dadurch besteht eine geringere Abhängigkeit von einzelnen Industriezweigen.“

Gemeinsam feiern im Jubiläumsjahr

Um weiterhin für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, werden bald schon die Kapazitäten erhöht: Auf dem Außengelände entsteht eine weitere Lager- und Verladehalle. Und auch die Mitarbeiterzahl wird weiter ansteigen, was auch durch das kontinuierliche Engagement im Ausbildungsbereich dokumentiert wird. Doch jetzt stehen erst einmal die Feierlichkeiten an: Im Mai wird das Firmenjubiläum intern ausgiebig gefeiert, im Juni findet ein Tag der offenen Tür mit Geschäftspartnern statt, und ein großer Familientag auf dem Werksgelände beendet anschließend die Festivitäten.

Skulpturen aus Tradition

Und die Skulpturen? Trotz ihrer Größe spielen sie bei Amtenbrink eher eine untergeordnete Rolle, doch haben sie eine berechtigte Tradition: Firmengründer Friedrich Amtenbrink ließ sich während seiner Zeit in den USA künstlerisch inspirieren und entwarf viele der Motive selbst. So erinnert die StahlKunst-Serie „First Nations“ an die Anasazi-Indianer. Und Amtenbrinks Kunst aus Stahl findet man nicht nur vor dem Firmengebäude, sondern auch im Gütersloher Stadtpark, im Zoo Osnabrück oder am neugestalteten Konrad-Adenauer-Platz vor dem Rathaus. ′