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Vesperkirche tischt wieder auf Bewährtes und Neues vom 27. Januar bis 10. Februar

Es war eine spektakuläre Premiere nicht nur für Gütersloh, sondern für ganz Norddeutschland; ein Ereignis, das bewegt hat: Die Vesperkirche 2018 in der Martin-Luther-Kirche, initiiert und organisiert von Bürgern dieser Stadt, war ein Gemeinschaftserlebnis, das Generationen und Schichten, Konfessionen, Kulturen und Schicksale in beeindruckender Weise miteinander verband. Die kostenlose Essensausgabe an Gäste wird jetzt Anfang 2019 fortgesetzt. Wenn vom 27. Januar bis zum 10. Februar die Organisatoren erneut zu Tisch bitten, werden wieder Stimmengewirr und das Klappern von Messern und Gabeln das Kirchenschiff erfüllen. 

Die Entscheidung zur Fortsetzung der Vesperkirche in 2019 traf das zwölfköpfige Organisationsteam schon im Sommer dieses Jahres – zu groß war der Erfolg der Premiere, zu beeindruckend die Unterstützung durch die Menschen in Gütersloh. Die bewährten Partner der Vesperkirche sind wieder mit an Bord und der Unterstützung aus allen Teilen der Bürgerschaft, von Jugendgruppen und Vereinen, Unternehmen und Freundeskreisen bis hin zu Rat und Stadtspitze können sich die Organisatoren ebenfalls sicher sein. Die Vesperkirche ist gleichsam eine Bürgerbewegung: Hierin kommen die, die aus unterschiedlichen Gründen bedürftig sind, und die, die sich solidarisch mit ihnen zeigen. Menschen, die sich normalerweise vielleicht nicht begegnen – Wohnungslose, Alleinerziehende, Flüchtlinge, Rentner, Geschäftsleute, Einsame, Kranke. Arme und Reiche, Alte und Junge, Alteingesessene und Zugezogene, Gläubige und Nichtgläubige. Menschen, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen und Menschen, die im Schatten leben.

6.000 Essen waren bei der Erstauflage in diesem Jahr von rund 600 freiwilligen Helfern an den bunten Tischen der umgebauten Kirche ausgeteilt worden. An ihnen wird es auch dieses Mal nicht mangeln – im Gegenteil. Ludger Osterkamp, Mitglied des Organisationsteams Vesperkirche Gütersloh, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: „Wir haben weit über 1.000 Meldungen für die Tischdienste bekommen und müssen leider wieder vielen eine Absage erteilen. Das Bedürfnis nach Gemeinschaftlichkeit und sicher auch der Wunsch, direkt und sinnhaft helfen zu können, ist nach wie vor sehr groß. Das freut uns sehr.“

Die Vesperkirche, die sich ausdrücklich nicht als kirchengebundene, sondern als gesellschaftliche Veranstaltung versteht, wird auch dieses Mal komplett spendenfinanziert sein; der bewährte Steuerkreis wird zudem für Routine und Kontinuität sorgen. So liefert das Katharina-Luther-Haus wieder das Essen, organisiert die Tafel den Transport, kümmern sich die Landfrauen um den Kaffeeausschank, spült das Parkhotel die Gläser. Die katholische Frauengemeinschaft wird wieder mithelfen, und auch Vertreter der muslimischen Gemeinde werden dieses Mal erwartet. Und natürlich bleibt es bei den begleitenden Beratungsangeboten der Wohlfahrtsverbände.

Und es gibt auch Neuerungen: So wird es in den 15 Tagen der Vesperkirche zusätzlich zwei Abendvespern geben, um der arbeitenden Bevölkerung die Gelegenheit zur Teilnahme zu bieten. Ludger Osterkamp: „Darum kümmert sich ganz wesentlich der Wertkreis, auch die beeinträchtigten Menschen selbst werden mitarbeiten. Die Logistik der Bringdienste ist ziemlich aufwendig, es gibt eine kalte Küche, der Kiebitzhof backt eigens ein Vesperkirchenbrot. Die Abendvesper findet zweimal, jeweils an den Donnerstagen, statt. Die Kirche öffnet dann um 18.30 Uhr, die Vesper selbst um 20 Uhr, daran schließt sich noch ein zwanzigminütiges Kulturprogramm an.“

Die Struktur der mittäglichen Vesper bleibt unverändert: Um 13 Uhr gibt es einen fünfminütigen „spirituellen Impuls“ mit täglich wechselnden Vortragenden am Mikrofon. Von 14 bis 14.20 Uhr beschließt ein kleines Kulturprogramm („20 um 2“), das von der Kreismusikschule und der Schule für Musik und Kunst organisiert wird, den Tag. Wiederholt wird auch ein Kinoabend (Stummfilm mit Klavierbegleitung) und ganz gespannt sein darf man auf einen Hiphop-Abend und einen Preacher-Slam: Vertreter von Kirchengemeinden im Poetry-Slam-Battle! 

Übrigens hat es nach dem Erfolg der Vesperkirchen-Premiere viele Anfragen von außerhalb gegeben – unter anderem, so Osterkamp, aus Bielefeld. Dort wird jetzt eine Vesperkirche für 2020 ins Auge gefasst. Der Kirchenkreis Niederberg in Wülfrath-Velbert wird schon 2019 starten.


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