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Winterdepression: In der dunklen Jahreszeit sehnen viele Menschen das Licht herbei. Was jetzt helfen kann, weiß Dr. Carl Schreiner, Oberarzt der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am LWL-Klinikum. Foto: Fotolia.com/Paolese

Anzeige: Mit Licht gegen die Winterdepression

Zeitumstellung – und schon wird es ab 17 Uhr wieder dunkel. Das Wintergrau frisst die gute Laune und der Lichtmangel schlägt vielen Menschen aufs Gemüt. Die dunkle Jahreszeit beeinflusst den zentralen Zeitgeber unseres Körpers. Die mangelnde Helligkeit, gerade in den Morgenstunden, führt zu einer vermehrten Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Nicht nur Antriebslosigkeit ist dann die Folge, auch eine verminderte Leistungsfähigkeit, ein erhöhtes Schlafbedürfnis und Heißhungerattacken sind möglich.  

 

Depression der dunklen Jahreszeit

Die Winterdepression hat klar definierte Merkmale, mit denen sie sich von einer gewöhnlichen Depression oder kurzfristigen Stimmungseintrübungen unterscheidet: So hält sie im Wesentlichen bis zu fünf Monate an und tritt - wie der Name sagt - in der dunklen Jahreszeit auf. Oft beginnt sie im Herbst, kann bis in den Frühling hinein andauern und endet, wenn es wieder deutlich heller wird. Fachkreise sprechen von der Winterdepression auch als „saisonale depressive Störung“. Die Symptome wiederum sind mit denen einer Depression durchaus zu vergleichen: erhöhte Erschöpfung und Schlafbedürfnis, gesteigerter Appetit und ein sozialer Rückzug.  

 

Spazierengehen schafft bessere Laune

„Spazierengehen schafft bessere Laune. Mindestens einmal täglich eine halbe Stunde“ raten die Experten. Am besten morgens, egal ob es regnet oder schneit. Selbst bei trübem, regnerischen Wetter bekommt man die zehnfache Lichtmenge dessen, was im Büro oder in der Wohnung üblich ist. Durch die Lichteinwirkung wird das Schlafhormon Melatonin in den Morgenstunden gedrosselt und damit auch seine Wirkungen. 

 

Eine Extradosis Lichttherapie

Wen eine richtig schwere Winterdepression erwischt hat, dem raten die Experten zu einer Extradosis in Form einer Lichttherapie. Dabei machen speziell entwickelte Lichtschirme die kurzen Tage künstlich freundlicher. Eine solche Behandlung wird von einer Reihe Praxen und Kliniken angeboten. Oft lässt sie sich mit fachkundiger Anleitung und nach ärztlicher Untersuchung auch zu Hause durchführen. Doch erst die ärztliche Untersuchung und Beratung stellt eine notwendige Vorrausetzung dar. Zwei bis vier Wochen lang sitzt der Patient anschließend täglich eine halbe Stunde vor einer großflächigen Leuchtstoffröhre ohne UV-Strahlung. Schon nach drei bis vier Tagen bessert sich häufig das Befinden. Je nach Einzelfall kann die Dauer der Lichttherapie auch verlängert werden.