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„Digitales Land – jetzt!“: Die Politikwissenschaftlerin, Bloggerin und Autorin Dr. Anke Knopp aus Gütersloh setzt sich mit ihrem Buch „Das neue Digitale Landleben“ für den digitalen Wandel in den Kommunen ein. Foto: Detlef Güthenke

Das neue digitale Landleben

Die Gütersloherin Dr. Anke Knopp ist Politikwissenschaftlerin, Bloggerin und Autorin. Als Freiberuflerin berät sie deutschlandweit Kommunen und Regionen in Fragen der digitalen Transformation. Seit Jahren setzt sie sich für den digitalen Wandel in den Kommunen ein. Jetzt hat sie ein Buch über das Leben im ländlichen Raum geschrieben. Ihre Forderung: „Digitales Land – jetzt!“ Das Buch „Das neue digitale Landleben“ erscheint im November im Wochenschauverlag.

Mehr als die Hälfte der Einwohner Deutschlands leben im ländlichen Raum. Viele aber zieht es in die Städte. Was hilft gegen die Landflucht? „Digitale Strategien können ländliche Räume vitalisieren“, meint Dr. Anke Knopp. Im Buch begibt sie sich auf einen Landspaziergang durch künftige digitale Welten: Glasfaser, Offene Daten und Sensoren im Internet der Dinge tauchen dabei ebenso auf wie smarte Mobilität, Roboter in der Gesundheitsvorsorge und smarte Bürger. 

 

Entwicklung als Herausforderung

„Während der Blick auf smarte Städte gerichtet ist, verlor man dagegen ganze Landstriche aus den Augen“, erklärt Dr. Anke Knopp. So zeige sich die Nation digital gespalten in analog und digital: Die Städte werden smart, die ländlichen peripheren Räume sind zunehmend abgehängt. Begriffe wie „Daseinsvorsorge“ mutieren zur „Dableibevorsorge“, auch von „Wolfserwartungsland“ ist man-
cherorts schon zynisch die Rede. „Wenn digitale Trends und Entwicklungen an diesen Regionen, Städtchen und Dörfern im ländlichen Raum vorbeigehen, bleibt nur die Abwicklung ihrer Existenz“, orakelt die Gütersloherin in ihrem Buch. 

 

Chancen neu definieren

Obwohl Deutschland ländlich geprägt ist, zieht es viele in die Städte. Was hilft gegen die Landflucht? „Wir befinden uns an der Schwelle eines Epochenwandels. Solche und ähnliche Zustandsbeschreibungen füllen unsere Nachrichten und Informationskanäle. Sie wecken Ängste und lösen Suchbewegungen aus, in denen jeder Einzelne seinen Platz finden möchte“, beschreibt Knopp die aktuelle Lage. Auch der ländliche Raum mache sich jetzt auf den Weg, sich und seine Chancen neu zu definieren. „Wie gelingt Teilhabe unter diesen veränderten Vorzeichen?“, „Werden künftig Drohnen die Einkäufe in entlegene Landstriche liefern?“, „Werden Kühe mit einem Chip unter der Haut überwacht, sodass Weidezäune ins Museum wandern?“, „Wird die medizinische Versorgung künftig über Avatare leistbar, die sich über einen Bildschirm ins eigene Wohnzimmer schalten?“, „Werden nun alle kleinen Dörfer bis unter die Haarspitzen digitalisiert und damit am Nabel der Welt angeschlossen und einverleibt oder gibt es sogar die Möglichkeit, als Dorf komplett analog zu bleiben?“, sind Fragen, die Knopp stellt. „Alles ist möglich“, sagt sie, denn bisher habe niemand eine schlüssige Antwort darauf, wie wir als Gesellschaft einen derartigen digitalen Kulturwandel bewältigen können – und wer daran eigentlich in welcher Form beteiligt ist.

 

Auf in die Kommune 0.0

Die ländlichen Orte stehen also vor der Entscheidung, sich auf den digitalen Weg zu machen, ohne dabei ihre Traditionen und Eigenheiten aufzugeben. Das Buch ist eine Einladung, den eigenen Platz in der digitalen Welt zu finden im Sinne von Eigenheit, Freiheit und Gemeinwohlorientierung. Denn ohne digitales Land ist, so Dr. Anke Knopps Fazit, kein Staat zu machen.

 

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