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Komplettes Relaunge der Karosserie des neuen VW Touareg. Foto: Wolfgang Sauer

Anzeige: Neues Flaggschiff Touareg

Ein spannender Moment steht mir bevor: die Übernahme des neuen Touareg von Volkswagen zur Probefahrt. Der Ruf des superlativen Ersatzes für den Phaethon als Flaggschiff der Volkswagen-Flotte schallte ihm ja schon lange voraus. Daher wollte ich herausfinden, ob er das auch hält.

 

Erster Eindruck

Nun ja, den Wettauf um die Schaulustigen – wie in der aktuellen Werbung – sollte zwar nach wie vor die Tochter gewinnen, aber der Touareg geht dabei auf jeden Fall eindeutig als zweiter durch Ziel. Ein ungleiches Rennen, wie ich finde. Jedoch wird er in Zukunft ganz sicher auf Augenhöhe mit dem Porsche Cayenne, dem Audi Q7 oder dem Range Rover mitspielen, denn es ist tatsächlich ein echt fetter Brocken geworden. Zur Neuvorstellung gab es zwar erst nur den 3-Liter-TDI mit 8-Gang-Automatik, den ich fahren konnte, jedoch sind natürlich noch weitere auf dem Weg. Die 286 PS geben dem immerhin knapp über 2,8 Tonnen Kampfgewicht wiegenden Touareg eine angenehme Leichtfüßigkeit, die sich durch die mitlenkende Hinterachse zu angenehmer Wendigkeit verbindet. Durch seine fünf vorprogrammierten und mit einem individuellen Fahrmodi sowie dem lernenden Fahrprofil wird er zum richtig guten Freund.

 

Riesiges Display

Drei Drehregler und der Startknopf sind die einzigen Knöpfe, die man auf der Mittelkonsole findet – wenn man mal von Warnblinkleuchte und Handbremse absieht. In der Mitte des Armaturenbretts begrüßt mich ein riesiges Display mit 38-Zentimeter-Diagonale, bei der manches Tablet blass wird: genannt „Innovision Cockpit“. Hier kann ich steuern, hier wird kommuniziert, hier wird genossen: Ob das die Fahrmodi sind oder die feine Einstellung der Zweizonen-Klimaanlage vorne wie hinten, ob es die Kontrolle des Ölstands ist oder die Einstellung der „Dynaudio-Sound-Druckpumpe“. Ob es die Auswahl zahlloser Apps ist oder das einfache An- und Abschalten des Head-up-Display. Alle Funktionen werden mit einem Finger-Touch ausgelöst. Für die Schöngeister in der Fahrerlobby haben die Entwickler hier zwei Displays geschaffen, die nicht nur durch die Funktionen sondern auch durch ihre Grafik überzeugen. Schließlich werkeln hier zwei NVIDIA-Grafikkarten und sorgen dabei für den perfekten Look.

 

Was ist mit hinten?

Dass es in einem SUV eine beeindruckende Welt auch hinter dem Fahrer gibt, ist selbstredend. Daher bietet der Touareg hier außer der Zweizonen-Klima-Anlage nicht wirklich riesige Neuigkeiten, wenn man von einem beeindruckenden Kofferraumvolumen von ca. 800 bis 1.800 Liter mal absieht. Schließlich ist er vier Zentimeter breiter geworden.

 

... und ganz schön kantig

Stimmt. Die Verbreiterung unterhalb der Fenster setzt sich durch eine scharfe Kante in der Seitenlinie markant in Szene, und die Scheinwerfereinfassungen sowie die Heckleuchten betonen dieses neue Touareg-Designkonzept.

 

Kleine Features für den Techniker

Neben dem selbstverständlich nach den neuesten Schadstoffausstoßvorgaben konzipierten 3-Liter-Diesel-Triebwerk sei noch die mitlenkende Hinterachse und die äußert nachdrückliche Müdigkeitserkennung erwähnt. Der Touareg kann natürlich optional selbstständig einparken, hat einen echt kleinen Wendekreis  und einen ausgeprägten Willen zum Einhalten des seitlichen Abstands. Letzteres zusammen mit der Müdigkeitserkennung lässt den Touareg nach viermaliger Aufforderung und vehementem Spektakel automatisch rechts heranfahren und ein SOS-Signal absetzen. Das bedingt natürlich eine gute Interaktion der verschiedenen Assistenzsysteme und lässt erahnen, was uns Autofahrern in Zukunft als autonomes Fahren möglich sein wird. Es ist schon sehr gewöhnungsbedürftig, gelegentlich vom Spurhalteassistenten „auf den richtigen Weg gebracht zu werden“. Links in der Autobahnbaustelle erweist er sich jedoch als sehr hilfreich. Mit seinen knapp zwei Metern Breite wird es mitunter echt knapp. An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Platz leider nicht ausreicht, um alle Fahrerassistenzsysteme angemessen vorzustellen.

Fazit:

Dass der Touareg den Phaeton als Flaggschiff ablöst, kommt sicher nicht unerwartet. Ist doch der positive Trend der SUVs ungebrochen. Hohe Sitzposition, hoher Einstieg und eine fast grenzenlose Auswahl an Extras, sinnvolle Ausstattungspakete – das ist der Anspruch an einen SUV von heute, der etwas auf sich hält.