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Revolutionäres neues Garverfahren bei Miele: Sogar ein Fisch in einem Eisblock kann gegart werden, ohne dass das Eis schmilzt.

Es geht immer noch besser

Miele ist ein Unternehmen mit langer Tradition. Bereits im Gründerjahr 1899 verschrieben sich die Gütersloher einer Firmenphilosophie, die kurz und knapp beschreibt, worauf es stets ankommen sollte: „Immer besser“ zu sein. Diese beiden Worte stehen unter anderem für die konsequente Zukunftsorientierung des Unternehmens, denn „Immer besser“ heißt ja, dass auf den unterschiedlichen Betätigungsfeldern immer noch weiteres Entwicklungspotenzial gesehen wird. Tatsächlich betritt Miele regelmäßig Neuland.

Das ist zurzeit besonders gut zu beobachten, denn Miele hat in der jüngeren Vergangenheit eine ganze Reihe neuer Perspektiven und Potenziale eröffnet. Zwei wichtige inhaltliche Klammern sind nach Angaben des Unternehmens derzeit „Digitale Transformation“ und „Faszination Küche“. Miele gilt längst nicht mehr „nur“ als Inbegriff für Langlebigkeit und Zuverlässigkeit von Hausgeräten, sondern auch als führend auf zukunftsweisenden Feldern wie Smart Home oder Industrie 4.0. Die Entwicklung hat ein atemberaubendes Tempo angenommen.

Vor 20 Jahren machten sich die ersten Miele-Waschmaschinen per Funk auf einem kleinen Handempfänger bemerkbar. Bald darauf waren Infos zum Gerätestatus aus Küche und Waschkeller auf dem Backofendisplay abzulesen. Schon kurz danach steuerten Miele-Kochfelder automatisch die Dunstabzugshaube und Hausgeräte wurden an die Photovoltaikanlage angebunden, um so Geldbeutel und Klima zu entlasten. „Bei den vernetzten Hausgeräten hat Miele Pionierarbeit geleistet“, sagt Peter Hübinger, Leiter des neu formierten Geschäftsbereichs Smart Home. Hübinger, zugleich Leiter des Gütersloher Werkes Electronic, wurde im vergangenen Jahr im Handelsblatt zu den „100 Innovatoren Deutschlands“ gezählt – auch das ein Indiz für die konsequente Zukunftsorientierung des Hausgeräte-Spezialisten. Welchen Stellenwert die Digitalisierung bei Miele hat, zeigt zudem die Gründung der Miele Venture Capital GmbH. Hübinger: „Mit diesem Tochterunternehmen wollen wir junge Start-ups fördern und in die eigene Entwicklungsarbeit einbinden, um bei Zukunftsthemen und neuen Trends weiterhin die Nase vorn zu haben.“ In diesem Zusammenhang erwähnen die Gütersloher gern auch ihr Engagement in der EEBUS-Initiative, einem Zusammenschluss von Unternehmen der Elektroindustrie, bei der Etablierung eines neuen Kommunikationsstandards für Energieanwendungen im Smart Home. Mit der „Energiesprache“ SPINE lassen sich Hausgeräte verschiedener Hersteller, aber auch andere Haustechnikkomponenten wie die Heizungsanlage, in ein intelligentes Energiemanagement einbinden. Ein realistisches Szenario ist in diesem Zusammenhang, dass Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler automatisch starten, wenn die Photovoltaikanlage hinreichend Strom liefert.

Schon heute bietet die Miele@mobile App weit mehr als nur die Steuerung der Hausgeräte von unterwegs – zum Beispiel die automatische Meldung aufs Smartphone, dass das automatische Dosiersystem der Waschmaschine Nachschub braucht, bequeme Bestelloption inklusive. Neuerdings unterstützt die App auch kulinarisch mit mehr als 1.100 Rezepten und über 120 Zubereitungsvideos. Weitere Updates für mehr Genussvielfalt und Spaß beim Kochen sollen folgen. Die App widmet sich auch speziell dem Dialoggarer von Miele, der als neuartiger Gerätetypus in diesen Tagen auf den Markt kommt. Dahinter verbirgt sich nach Miele-Angaben „ein revolutionäres neues Garverfahren“, denn mit dem Dialoggarer können völlig unterschiedliche Zutaten eines Menüs (zum Beispiel: Lammkeule, grüner Spargel, Paprika und Kartoffeln) zusammen aufs Blech gelegt werden. Kaum zu glauben, aber wahr: Sogar ein Fisch in einem Eisblock wird gegart, ohne dass das Eis schmilzt. Auch für einen Kalbsbraten im Bienenwachsmantel gilt: er wird gegart, das Wachs bleibt. Erstmals kommt hier eine Technologie zum Einsatz (Miele nennt sie „M Chef“ Technologie), die mittels elektromagnetischer Wellen auf die Beschaffenheit von Lebensmitteln eingeht. Fleisch wird auf diese Weise gleichmäßiger und saftiger, Fisch und Gemüse behalten ihre feine Struktur und Teig geht deutlich besser auf. Hinzu kommt die Zeit- und damit Energieersparnis: Der Dialoggarer ist laut Miele bis zu 70 Prozent schneller als herkömmliche Garverfahren.

Immer über den Betriebszustand seiner Hausgeräte informiert sein und diese per Sprachbefehl steuern – auch das ist Wirklichkeit geworden. Möglich macht das der Sprachservice „Alexa“ von Amazon. „Alexa, frage Miele, ob die Wäsche schon fertig ist“, könnte man nun sagen und bekäme dann zum Beispiel als Antwort: „Der Trockner läuft noch und benötigt weitere 13 Minuten.“ Mit Hilfe von Alexa können auch Garzeiten abgerufen werden, natürlich abgestimmt auf die Zubereitung in Miele-Geräten. An Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen wurde ebenfalls gedacht. In einer gemeinsamen Projektstudie zeigen Miele und der führende Hörgerätehersteller ReSound, wie die Textnachrichten in Sprache umgewandelt und auf das Hörgerät gestreamt werden. Neben den genannten Statusmeldungen können auch Warnhinweise („Gefrierschranktür steht offen“) oder wichtige Zubereitungshinweise wie „Bitte den Braten wenden“ übertragen werden.

Der Alltag bietet aus Sicht von Miele jetzt und in Zukunft noch viele weitere Ansatzpunkte für Verbesserungen mittels innovativer Techniken. Was tun beispielsweise, wenn der neue Pulli gleich einen unansehnlichen Fleck abbekommen hat? Wie eine einfache Lösung hierfür in Zukunft einmal aussehen könnte, hat Miele auf der letzten IFA gezeigt: Der App-basierte Fleckenassistent gibt Tipps zur Behandlung. Diese Anwendung gibt Tipps zur Behandlung von Verunreinigungen in Textilien und schlägt passend dazu Waschprogramm und Waschmittel vor. Und sollte der Schmutz nicht gleich zu identifizieren sein: Einfach den Fleck mit dem Smartphone fotografieren und zum Vergleich eine unbeschmutzte Stelle ablichten. Dann noch Textilart und -farbe angeben und der Fleckenassistent empfiehlt das geeignete Waschprogramm.

Eine weitere Kernkompetenz der Gütersloher ist die Bodenpflege. Auch bei diesem Thema folgen sie ihrem Markenversprechen „Immer besser“. So verfügt der neue Saugroboter Scout RX2 von Miele über eine interessante Zusatzfunktion: Von den zwei Frontkameras für die Navigation überträgt er Live-Bilder auf ein Tablet oder Smartphone. So kann der Benutzer verfolgen, wo der Roboter gerade seinen Dienst verrichtet. Auch der praktische Blick von unterwegs, ob zu 

Hause alles seine Ordnung hat, ist jederzeit möglich: Ist die Terrassentür zu? Was macht der Hund? Gibt es gar ungebetenen Besuch? Dies lässt sich mit wenigen Klicks bequem überprüfen, im Büro, beim Einkaufen oder aus dem Urlaub. Die Daten seien zuverlässig geschützt, denn alle Bilder würden verschlüsselt übertragen und erst beim Empfänger wieder entschlüsselt, versichert Miele.

Der Saugroboter Scout wurde zusammen mit dem koreanischen Robotik-Spezialisten Yujin entwickelt. Mit einem Investment von 40 Millionen Euro hat Miele seine Beteiligung an Yujin kürzlich deutlich erhöht. „Die damit verbundene Vertiefung der Kooperation dient dem Ziel, gemeinsam neue Anwendungsfelder auf dem zukunftsträchtigen Feld der Robotik zu erschließen, zur Erweiterung des Produktangebots wie auch für mögliche Anwendungen zur Automatisierung der Produktion, Stichwort Industrie 4.0“, beschreibt Dr. Stefan Breit, Geschäftsführer Technik der Miele Gruppe, die vielversprechenden Perspektiven. Yujin Robot wurde 1988 in der koreanischen Hauptstadt Seoul gegründet und zählt in Korea zu den erfahrensten und innovativsten Vertretern seiner Branche. Um auch an anderer Stelle die Voraussetzungen für künftiges Wachstum zu schaffen, errichtet Miele im Nachbarland Polen jetzt ein zweites Waschmaschinenwerk, und zwar in der Nähe von Lodz. „Die Region bietet eine langjährige industrielle Tradition, mit erfahrenen Fachkräften und einem reichen Netzwerk an potenziellen Zulieferern und Kooperationspartnern“, erläutert Dr. Breit die Wahl des Standortes. Hinzu komme eine gute logistische Anbindung. Baubeginn ist im ersten Halbjahr 2018. Der Produktions-
start ist für 2020 vorgesehen. Die Jahreskapazität soll dann bei 250.000 Frontlader-Waschmaschinen liegen.

Und noch eine Investition unterstreicht die ehrgeizigen Ambitionen von Miele: der mehrheitliche Einstieg beim italienischen Medizintechnikhersteller Steelco. Beide Unternehmen zählen zu den weltweit renommierten Herstellern von Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsgeräten für Kliniken, Arzt- und Zahnarztpraxen sowie für Labore. Steelco ist darüber hinaus im – für Miele neuen – Spezialsegment der Aufbereitung von Komponenten der Pharma-Produktion sehr erfolgreich vertreten. Addiert man die aktuellen Umsätze von Steelco und der Medizintechnik im Miele-Geschäftsbereich Professional, so ergibt dies 250 Millionen Euro im Jahr – mit deutlich steigender Tendenz.

Der Miele-Konzern ist also auf dem besten Weg, die vierte Umsatzmilliarde zu erreichen und die Beschäftigtenzahl von 20.000 zu überschreiten. Die Voraussetzungen für eine weitere positive Entwicklung auf breiter Front sind jedenfalls gegeben – technologisch wie wirtschaftlich. Man darf deshalb gespannt auf die Miele-Zukunft bei Waschmaschinen, Herden, Staubsaugern & Co. sein.

 

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