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Lars Hinrichts. Foto: Moritz Ortjohann.

Wohnen der Zukunft

Ein sonniger Februarmorgen in Hamburgs Stadtteil Rotherbaum. Zu Besuch bei Unternehmer Lars Hinrichs, der mit dem Verkauf seiner Anteile des Business-Netzwerkes XING 48 Millionen Euro verdiente, und einen Teil des Geldes in ein Projekt, das Apartimentum, steckte. Dahinter steht ein visionäres Neubauprojekt. Ein Gebäude als komplett IP-basiertes Haus, in dem alle Dienste in einer Cloud liegen. Gemeinsam mit der Gütersloher Architektin und Projektentwicklerin Heike Winter warten wir auf Hinrichs, um in die Welt des intelligenten Gebäudes einzutauchen.

Flatrate-Wohnen

Auch wenn das Apartimentum als richtungsweisendes Neubauprojekt gilt, war es zunächst nicht einfach für den Visionär Hinrichs, seine ambitionierten Ideen zu realisieren. Denkmalamt und Nachbarn zeigten wenig Verständnis. Darüber hinaus waren tragende Wände viel dünner als im Bauplan verzeichnet. Konsequenz: Hinrichs ließ nur die Fassade stehen, das eigentliche Haus dahinter komplett abreißen und wieder neu bauen. Außen Gründerzeit-Fassade, innen ein völlig neues Wohnkonzept. „Wir haben alles verbaut und entwickelt, was State-of-the-Art ist“, so Lars Hinrichs, und er verweist auch in diesem Zusammenhang auf die an der Realisierung des Projekts beteiligten Unternehmen. Sie gelten als echte Technologie-Pioniere und Innovatoren, die sich für Premium-Partnerschaften im Apartimentum engagieren. 

Die monatliche Miete liegt zwischen 4.000 und 11.500 Euro. Zur Zielgruppe gehören Gutverdienende, die Lars Hinrichs „Professionals“ nennt. „Das sind auf der Business-Seite häufig Geschäftsführer, aber auch Sportler, die ‚das Runde in das Eckige bewegen’“, scherzt er. Flatrate-Wohnen heißt das Modell, in dem internationale Unternehmen ihre Führungskräfte einquartieren können, die nur für eine begrenzte Zeit in der Stadt leben. Auch viele HSV-Profis wissen die begrenzten Zeitverträge im Apartimentum durchaus zu schätzen.

Neben den digitalen Innovationen gibt es eine neuartige Miete. Sie wird per Kubikmeter berechnet – und umfasst alle Nebenkosten. Soll heißen: Die Bewohner müssen sich weder um einen Internetanschluss kümmern, noch um ihren Stromverbrauch sorgen oder eigene Elektrogeräte mit in die Wohnung bringen. Im Vorfeld ist bereits an alles gedacht – der Mieter braucht nur noch einzuziehen.

 

Intelligente Details

Unser Rundgang durch die digitale Wohnwelt startet im Erdgeschoss. Auf einer Fläche von insgesamt 355 Quadratmetern befindet sich hier der ideale Platz für Konferenzen, Workshops, Präsentationen, Netzwerk-Treffen, private Dinner oder Empfänge. 

Im Eingangsbereich zeigen sich – wie im gesamten Gebäude – immer wieder intelligente Details: eine hauseigene DHL-Packstation, die per App darüber benachrichtigt, wenn ein Paket angekommen ist. Oder ein Briefkasten, der ebenfalls über neu eingeworfene Post informiert. Der Fahrstuhl, mit dem wir in ein Appartement fahren, erkennt, wenn sich ihm ein Mieter mit seinem Smartphone nähert, um ihn dann prompt abzuholen.

Das Treppenhaus ist beeindruckend: Die wellenförmige Konstruktion ist eine Hommage an die Architektur von Frank Lloyd Wrights Guggenheim-Museum. Auffällig das intelligente LED-Konzept. Stromsparende Leuchten bilden ein Lichtleitsystem.

 

Tür ohne Türschloss

Wir stehen vor der Eingangstür einer Wohnung, einer der interessantesten Innovationen im Apartimentum. Der Hightech-Eingang lässt sich per Smartphone öffnen (und schließen). „In ihr befindet sich jede Menge Technologie“, klärt uns Hinrichs auf, der sie selbst mit entwickelt hat. Darunter LED, Lautsprecher, Funksensor, Kamera und Mikrofon. Via Bluetooth LE erkennt sie, wer draußen wartet. Besser gesagt: Sie erkennt das Smartphone des Mieters. Und von weitem können die Apartimentum-Bewohner bereits gern gesehene Gäste begrüßen beziehungsweise nicht willkommene Besucher wegschicken. Für Einbrecher ist die Tür schwer zu knacken, da sie sofort registriert, wenn sich jemand an ihr zu schaffen macht – der Mieter wird umgehend über sein Smartphone benachrichtigt!

Die Wohnung ist großzügig geschnitten – hohe Decken, große Fenster und jede Menge Technik schaffen Wohnkomfort. Glasfaser und Ethernet gehören zu jedem Appartement. Telefoniert wird IP-basiert. Ein Soundsystem beschallt alle Räume, die Beleuchtungssysteme lassen sich individuell übers Smartphone programmieren. Die Fenster sind mit Alarmsensoren und Öffnungssensoren ausgestattet. Von unterwegs aus kann man mit dem Smartphone die Wohnung lüften oder die Raumtemperatur regeln. Darüber hinaus befinden sich in der gesamten Wohnung Ethernetanschlüsse und USB-Steckdosen, damit es keinen Kabelsalat gibt – im Wohnzimmer kann man ein Multimediacenter installieren. Alle Geräte im Apartimentum können von den Bewohnern über speziell dafür programmierte Apps gesteuert werden. 

 

Ladestation für Elektroautos

Lars Hinrichs arbeitet mit führenden Firmen zusammen. „Diese Firmen sind echte Technologie-Pioniere, die sich für Premium-Partnerschaften im Apartimentum engagieren“, heißt es auf der Website des Apartimentum. Übrigens: Aus unserer Region gehören auch Miele und Hörmann dazu. 

Zum Schluss des Rundgangs führt uns Lars Hinrichs in die Tiefgarage mit der Ladestation für Elektroautos. Nicht nur die Hausbewohner können dort ihre Fahrzeuge parken und aufladen, die Garage soll auch öffentlich zugängliche Stellplätze beinhalten. Von oben bis unten – ein perfekt durchdachtes, innovatives Haus. 

 

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