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12. Silvesterlauf 1995 mit Bürgermeisterin Maria Unger und Jochen Schröder (rechts)

Gütersloher Silvesterlauf ist immer noch Kult

Er gehört zu Silvester wie die Sendung „Dinner for One“ oder das Feuerwerk um Mitternacht. Die Rede ist vom Gütersloher Silvesterlauflauf, der in diesem Jahr zum 34. Mal ausgetragen wird. Die Kult-Laufveranstaltung in Gütersloh.

Begonnen hat alles im Jahr 1984 – ins Leben gerufen von Erfinder und Organisator Horst Eppert. Angelockt von der Idee des Silvesterlaufes wurden damals 180 Läufer, die über die Distanzen 5 und 10 Kilometer zunächst auf dem Kamphof-Vorplatz, dann – aus Platzgründen – an der Fritz-Blank-Straße an den Start gingen. Die Veranstaltung boomte, und die Teilnehmerzahlen schnellten in die Höhe. Mittlerweile liegt die Zahl bei 1.100 bis 1.200 Teilnehmern. Nach wie vor stehen der 5- und 10-Kilometerlauf im Mittelpunkt der Veranstaltung, die im vergangenen Jahr von Amanal Petros (SV Brackwede) und Michelle Rannacher (DJK Gütersloh) gewonnen wurde. 

Seit 20 Jahren wird auch auf dem Silvesterlauf gewalkt – über die Distanz von 10 Kilometern. Rückblick: „Bei den Veranstaltungen Nr. 4 bis 7 gab es für die tapferen Läufer nach dem Lauf noch Erbsensuppe als Lohn und Verpflegung“, weiß Läufer Jochen Schröder zu berichten. Mittlerweile sind die legendären Berliner auf der Kultveranstaltung unverzichtbar – sie werden an jeden Teilnehmer nach der Veranstaltung verteilt. Seit Beginn der 1990er-Jahre erhalten die ersten drei Läufer jeder Altersklasse eine Flasche Sekt mit eigenem Silvesterlauf-Etikett. Die Beliebtheit bei den Zuschauern unterstreicht auch die Einführung von diversen Neuheiten, die den Lauf immerattraktiver machten – dazu zählen Bockwürstchenverkauf und Glühweinausschank. Für den atmosphärischen Höhepunkt im Lauf sorgt das Feuerwerk zum Zieleinlauf für den ersten Finisher. 

In der Geschichte des Laufes zeigte sich das Wetter des Gütersloher Silvesterlaufs von allen Seiten. Die Temperaturen schwankten von Minus 13 Grad bis 18 Grad plus. Schnee, Glatteis, Regen, Sonnenschein und blauer Himmel wechselten sich in den vergangenen Jahrzehnten ab und machten den Lauf am Jahresende immer wieder zu
einer echten Herausforderung. 

Für alle Läufer ist es besonders die Zuschaueratmosphäre am Kamphof, die den Lauf zu einem festen Termin in ihrem Laufkalender macht. Was heute computergesteuert als Selbstverständlichkeit gilt, war zu Beginn des Laufes in den Anfangsjahren unvorstellbar – die Zeitnahmen wurden manuell erstellt und Urkunden mit der Hand geschrieben.