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Volles Programm : Das JuPa Sprecherteam Sarah Alawuru, Claire Bogdanski und Devrim Celik (v.l.) zu Besuch bei Bürgermeister Henning Schulz. Foto: Stadt Gütersloh

Coole Köpfe

Politikverdrossenheit? – Ein Gespräch mit dem neuen Sprecherteam des Gütersloher Jugendparlaments zerstreut jeden Zweifel und nährt die berechtigte Hoffnung, dass es vielleicht doch besser bestellt ist um den politischen Nachwuchs, als manche düstere Prognose vermuten lässt. Claire Bogdanski, Devrim Celik und Sarah Alawuru sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie sehr Menschen unter 20 bereits für kommunalpolitisches Engagement zu begeistern sind, wenn es mit Themen ihres eigenen Alltags verknüpft ist. Im Gespräch mit Bürgermeister Henning Schulz stellten die beiden Sprecher und die Stellvertreterin (Sarah Alawuru) die aktuelle Arbeit des JuPa und die Agenda für die kommende Wahlperiode vor. Der Bürgermeister wiederum stellte die Kernfrage: „Wie kann man – als Stadt, als Verein oder als politische Partei – junge Menschen dafür gewinnen, sich zu engagieren?“ Die Antwort kam von allen dreien direkt: indem man Ihnen Verantwortung zutraut, sie „ausprobieren“ lässt, indem man sie Projekte entwickeln lässt, die ihr unmittelbares Lebensumfeld betreffen. Und: „Es muss Spaß machen,“ sagt nicht nur Claire Bogdanski, für die es ebenso wie für Devrim Celik die zweite JuPa-Amtszeit ist. Devrim Celik ist als 13jähriger ins JuPa gekommen. Jetzt sitzt er als Vertreter auch im JuPa NRW und hat nicht nur dort in den vergangenen Jahren eine Menge gelernt. Für Claire Bogdanski war die Arbeit im Jugendparlament der Anstoß für den Eintritt in eine politische Partei. Und es scheint nicht ausgeschlossen, dass wir sie irgendwann als Ratsfrau wiedertreffen, so wie den ehemaligen JuPa-Sprecher Nils Wittenbrink. Bis dahin haben die Mitglieder des JuPa und ihr Sprecherteam, zu dem noch Timo Güthenke als Stellvertreter gehört, einiges auf der Agenda. Dazu gehört der Einsatz für den Bau eines „inklusiven Spielplatzes“, der für Kinder mit und ohne Handicap eine attraktive Anlaufstelle ist. Dazu gehört das Engagement für eine Ausweitung der Busfahrzeiten nach 20 Uhr - nicht nur aus Sicht von Claire Bogdanski, selbst Nutzerin des öffentlichen Nahverkehrs, eine Frage, die viele Jugendliche betrifft. Das Anruf-Sammeltaxi ist aus Sicht der JuPa-Sprecher keine Alternative. Ihre Erfahrung: Am Ende sind es  die „Eltern-Taxis“, die die Kinder aus dem Kino abholen, wenn der Heimweg im Dunkeln vermieden werden soll.
Spendensammeln für einen guten Zweck gehört ebenfalls zum JuPa-Programm. Mit Sorgfalt entscheiden die Parlamentarier unter anderem über die Verteilung der Erlöse aus der Aktion „Gütersloh engagiert“, aber auch Hilfe für Obdachlose kann eine solche Aktion sein. Und auch die Kommunikation ist ein Projekt: Unter anderem soll der Internetauftritt ausgebaut und verbessert werden. Der Bürgermeister sieht die JuPa Mitglieder aber auch als Partner, wenn es um Zukunftsfragen geht. Im Gespräch mit Claire, Evrem und Sarah ermuntert er zum „Querdenken“, schlägt eine Teilnahme am Mobilitäts-Arbeitskreis und den Kontakt zu den Stadtwerken vor, um die Impulse in Sachen Busfahrplan direkt einzubringen und fordert zum Planspiel auf unter der Headline: „Wie wollen wir in fünf Jahren leben?“ auf. Das können sich die drei gut vorstellen, denn „Wir haben ganz viele coole Köpfe im JuPa.“ Alle zwischen zwölf und 18 Jahren – eine Perspektive, die Mut macht. ˜