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Aufbruchstimmung bei dem HSG: Sven Goldbecker, Michael Räckers, Matthias Kollenberg (v.l.) Foto: Wolfgang Sauer

„Konzept 2022“

Nach dem Abstieg der HSG-Gütersloh hat sich bei der Handballspielgemeinschaft hinter den Kulissen einiges getan. Den Verantwortlichen war bewusst, dass es eine schwere Saison wird, und so hat sich eine Gruppe – bestehend aus Vorstand und engagierten Vereinsmitgliedern im Oktober des vergangenen Jahres zusammen getan, um einen Fahrplan für die Zukunft der HSG-Gütersloh zu entwickeln. Seither haben regelmäßige Treffen stattgefunden, um Ideen zu entwickeln. Jetzt ist man an einem Punkt, um erste Maßnahmen einzuleiten. GT-INFO-Redaktionsleiter Markus Corsmeyer sprach mit Michael Räckers (Vorstand und Sponsoring), Matthias Kollenberg (Sportlicher Leiter) und Sven Goldbecker (Jugendabteilung) über die Situation der HSG.

Seit Oktober 2016 krempeln die Verantwortlichen den Verein um – sie haben Veränderungen eingeleitet. Wie sehen die konkret aus?

Michael Räckers: Wir haben im Oktober 2016 einen konkreten Fahrplan entwickelt – mit Unterstützung des Moderators Rüdiger Kramer. Wir haben zunächst den IST-Zustand aufgeführt. Daraus ist dann eine Gruppe entstanden, die nunmehr versucht, Verbesserungen für den Verein durchzusetzen. Wir haben das „Konzept 2022“ entwickelt. 

Was verbirgt sich hinter dem „Konzept 2022“?

Matthias Kollenberg: Dahinter steht die Zielsetzung für den Verein. Es ist ein realistisches Ziel, das auch messbar und nachvollziehbar sein soll.  Im Jahr 2022 wollen wir die Oberliga wieder angreifen. Am liebsten würden wir genau in diesem Jahr wieder in die Oberliga aufsteigen. Wir sind uns aber bewusst, dass dafür auch die finanziellen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen. Im Jahr 2022 ist übrigens auch das 40-jährige Bestehen der HSG. Wir haben uns Gedanken darüber gemacht, welchen Etat wir stemmen müssen, um unser Ziel auch längerfristig realisieren zu können. Darüber hinaus müssen wir eine entsprechende Jugendarbeit fördern. Wir erstellen gerade eine HSG-Leitkultur. Soll heißen: Zu den Grundregeln gehört auch, dass 35 Prozent vom Etat des Seniorenbereiches in die Jugendförderung fließen müssen. 

Sven Goldbecker: Mit dem Geld, das in den Jugendbereich geht, kann man sehr gut die Trainerausbildung bezahlen. Wir haben zurzeit nicht genügend qualifizierte Trainer. Mit diesem Geld können wir junge Nachwuchsleute qualifizieren und Trainingsmaterialien kaufen, um den Kids eine Perspektive bieten zu können, damit sie auch bei der HSG bleiben.

Matthias Kollenberg: Wir wollen externe Trainer beziehungsweise Übungsleiter bezahlen – solange wir aus den eigenen Reihen keine qualifizierten Leute haben. Leute von außen befruchten auch den sportlichen Bereich. Wir werden mit einem externen Fachmann zusammenarbeiten, der in die Grundschulen geht, um im Rahmen des Nachmittagsunterrichts die Kinder an den Handballsport heranzuführen. Er soll den Jugendlichen Spaß vermitteln und sie an den Mannschaftssport heranführen.  

Haben Sie damit schon begonnen, das „Konzept 2022“ umzusetzen? Sind die ersten Schritte schon eingeleitet?

Michael Räckers: Die ersten Schritte sind eingeleitet. Im vergangenen Jahr haben wir bereits den Trainer gewechselt. Der neue Trainer hat schon höhere Trainerlizenzen gehabt – sogar den A-Schein. Er hat uns bei unserem neuen Konzept bereits unterstützt. 

Sie haben das „Konzept 2022“ entscheidend mit entwickelt. Wie kommen Ihre Ideen im gesamten Verein an? Wie ist die Stimmung?

Michael Räckers: In den vergangenen Jahren ist die Stimmung bei der HSG schlechter geworden, weil die Verantwortung immer nur auf wenige Schultern verteilt wurde. Deshalb haben wir eine große Gruppe gebildet, um den Verein jetzt nach vorne zu bringen.

Matthias Kollenberg: Es gibt im Verein eine Aufbruchstimmung. Gerade bei den handelnden Personen. Als wir uns im Oktober zusammengesetzt haben, waren wir 20 Leute. In den vergangenen Wochen sind aber neue Unterstützer dazugekommen, weil wir unser Konzept im Verein kommuniziert haben. Dazu gehören auch zwei neue Mitglieder, die unsere Sponsoringgruppe unterstützen. Das gab es in dieser Form in der Vergangenheit nicht so ausgeprägt. Auch die erste Mannschaft brennt jetzt richtig, nachdem wir den Jungs das neue Konzept vorgestellt haben. Die Spieler ziehen auch mit einem kleinen Kader die neue Saison voll durch. Unser Ziel: Wir wollen unter den ersten Vier landen. Sie ziehen das Ding jetzt richtig durch. Auch in die Jugendabteilung ist mehr „Drive“ gekommen.  Julius Gruß, ein Spieler aus der 1. Mannschaft, der gesundheitsbedingt nicht mehr aktiv Sport treiben kann, betreut jetzt die B-Jugend.

Sven Goldbecker: Die Jungs in der B-Jugend sind hellauf begeistert vom Konzept des neuen Trainers. Sie merken auch, dass sich etwas tut. Es geht voran. 

Wie sieht es aktuell bei den Sponsoren aus? Was haben Sie vor?

Michael Räckers: Wir bieten unseren Sponsoren einen Mehrwert für alle an. Deshalb entwickeln wir das sogenannte „HSG-Sparbuch“. 

Sven Goldbecker: Die Teilnahme am HSG-Bonusheft ist mit einer einmaligen Spende von 400 Euro verbunden. Wir garantieren Exklusivität innerhalb der Branche. Jeder Freund wird im HSG-Bonusheft gelistet und erhält eine Spendenquittung. Wir verkaufen die Sparbücher bei Heimspielen und weiteren Events im Wert von 25 Euro pro Heft. Das Sparbuch ist auch für alle Gütersloher interessant. Sie profitieren durch die Rabatte. Und die Unternehmen erhöhen ihren Bekanntheitsgrad und gewinnen neue Kunden. Zurzeit suchen wir noch Sponsoren.

Michael Räckers: Wer sich für das HSG-Bonusheft interessiert, kann sich per Mail an uns wenden (michael.raeckers@web.de). So eine Aktion, von einem Sportverein initiiert, hat es in der Region meines Wissens noch nicht gegeben. 

Matthias Kollenberg: Mit dieser Aktion wollen wir zeigen, dass wir aktiv etwas für den Verein tun. Die HSG will einen Mehrwert für die Sponsoren, den Verein, die Fans und die Gütersloher schaffen. Das Ziel ist es, ein Netzwerk der Sponsoren zu errichten und die Brücke zu den Güterslohern zu bauen. 


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