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Selina Habel, Markus Corsmeyer, Anastasia Ostapenko und Jeannette Berwing bilden das Orgateam. Foto: Wolfgang Sauer

Keep on running

Ein Volksfest für Jung und Alt in der wunderschönen grünen Arena des Stadtparks mit Jahr für Jahr weit mehr als 1.600 Teilnehmern und einem perfekten Motto: „Laufen, lächeln, genießen“ – das ist die Kultveranstaltung „Gütersloh läuft“. Am 24. Juni, 14.30 Uhr, geht sie bereits in die 11. Auflage. Fragen von Heiner Wichelmann an den Organisator Markus Corsmeyer.

Gütersloh läuft“ ist eine echte Erfolgsgeschichte, erfunden (und beharrlich durchgesetzt) von GT-INFO-Gründer Peter Bunnemann, der die Organisationsleitung 2011 an Markus Corsmeyer übergab. Dieser entwickelte bis heute den Event zu einem der wichtigsten Veranstaltungsformate in Gütersloh weiter. 

Läufer lieben den Event, obwohl er eigentlich einen Makel hat: Im Stadtpark werden nämlich nicht die Standardlängen von 5 und 10 Kilometern, sondern „nur“ 9,2 und 4,6 Kilometer gelaufen, da ist die Zeitnahme für die Laufcracks eher nebensächlich. Die krumme Lauflänge wurde bewusst gewählt. 10-km-Läufe gibt es zur Genüge in der Region, im Stadtpark aber soll der Laufspaß für die ganze Familie im Mittelpunkt stehen. Eben für die Großen und die ganz Kleinen, verbunden mit vielen Angeboten zu Fitness und Gesundheit. Das Konzept ging voll auf, die Veranstaltung war von Beginn an ein Volltreffer. 

Dies war und ist auch den Sponsorpartnern zu verdanken, ohne die „Gütersloh läuft“ nicht umzusetzen wäre. Markus Corsmeyer – selbst nur ein Gelegenheitsläufer – gewann als Cheforganisator nach GT-INFO, Schenke und Intersport Finke mit Gartencenter Brockmeyer und Studio 84 noch zwei weitere Sponsoren dazu und gestaltete mit ruhiger Hand und sicherem Gespür fürs Machbare den Stadtparklauf zu einer Erlebnisveranstaltung der besonderen Art. Sie gehört heute zu Gütersloh wie der Schinkenmarkt – wer einmal dabei war, kommt wieder. 

Das „Gütersloh läuft“-Jubiläum ist Anlass für GT-INFO, unseren Redaktionsleiter sozusagen in eigener Sache zu befragen. Als Cheforganisator von „Gütersloh läuft“ kann Markus Corsmeyer auf erfolgreiche Jahre zurückblicken. Der „Fluchtwagen bei Scheitern der Veranstaltung“ ist bis heute jedenfalls nur ein Scherz geblieben. Und das soll auch so bleiben.

Markus Corsmeyer, zehn Jahre „Gütersloh läuft“ – vollende bitte den Satz: „Ich laufe selbst nicht, weil ...“

... ich an dem Tag überhaupt keine Zeit dazu habe! Ich bin aber auch ehrlich gesagt nicht so der Läufer. Ich brauche einen Ball, komme vom Tennis, bin auch viel Ski gefahren. Natürlich laufe ich mal hin und wieder, aber mehr ist es bisher leider nicht geworden, sorry.

Wie hat sich der Event von den Anfängen bis heute konzeptionell entwickelt?

Das Grundkonzept hat sich bis heute kaum verändert. Warum sollten wir auch Bewährtes aufgeben und ohne Not den Ablauf der Veranstaltung ändern? Die Weiterentwicklung geschieht also eher im Kleinen: zusätzliche Mitveranstalter, die Integration von „Gütersloh läuft“ in das Bertelsmann-Sportprogramm Be-Fit, eine Aufwertung der Walkerszene im Programm und immer mal wieder neue Aussteller auf 

der großen Wiese, die sich eine Menge einfallen lassen, um die Besucher zu informieren und zu unterhalten. Dazu Musik und Performance auf der Moderationsbühne. An unserem Motto Laufen, lächeln, genießen wird bestimmt nicht gerüttelt, das soll ein sympathischer, familiengerechter Laufspaß bleiben. Einen Kenianer, der hier alles pulverisiert, brauchen wir nicht. Wir sind schon stolz darauf, dass Jahr für Jahr der Stadtpark voll mit Läufern ist, im vergangenen Jahr sind wir mit mehr als 1.600 Teilnehmern eigentlich schon an unsere Grenzen gestoßen. 

Was hört ihr vom Publikum? Gibt es da Hinweise, Wünsche?

Eigentlich nicht. Mein Erleben ist, dass das Publikum sehr zufrieden ist. Die verlassen das Gelände mit einem Lächeln im Gesicht. Es ist eben das Gesamtpaket, zu dem unbedingt auch die Aussteller mit ihren vielen Angeboten rund um Gesundheit und Fitness gehören. In diesem Jahr präsentiert die AOK zum Beispiel einen Shaolin-Mönch. Sein Thema lautet: Finde Deinen Körper über Deinen Geist. Da darf man gespannt sein. Viele Angebote der Aussteller kenne ich übrigens vorher gar nicht. Es ist toll, was die sich neben Essen und Trinken und ihren Produktinformationen alles so einfallen lassen. 

Welchen Stellenwert würdest Du dem Event in der Laufszene geben?

Es ist vielleicht die beliebteste Laufveranstaltung der Region. Wir sind echt angekommen. Das sieht man auch an den vielen Promis, die bei uns mitlaufen, von Maria Unger bis zum heutigen Bürgermeister Henning Schulz, um nur zwei zu nennen. Sie sind alle dabei. 

Ist die viele Vorarbeit mehr willkommene Abwechslung oder doch eher Bürde, weil das normale Tagesgeschäft ja weiterläuft?

Als verantwortlicher Leiter habe ich schon eine Menge zu tun. Man kümmert sich halt auch noch um das letzte Sperrgitter und Flatterband. Das kann man nicht ewig so weitermachen, deswegen freue ich mich, dass ich jetzt von drei Azubis aus unserem Haus unterstützt werde. Das Team hilft mir sehr. Wir haben einen Jour fix eingerichtet, so dass ich als verantwortlicher Leiter immer auch über die Details bestens informiert bin. 

Wie ist die Zusammenarbeit mit den Sponsoren? Und welchen Stellenwert nimmt die Veranstaltung im eigenen Haus ein?

„Gütersloh läuft“ ist inzwischen – Peter Bunnemann und ich mussten anfangs schon kräftig dafür werben – fest integriert im Verlag und wird von der Geschäftsleitung stark unterstützt, obwohl wir mit dem Event kein Geld verdienen – im Gegenteil. Auch die anderen Sponsoren arbeiten hervorragend mit. Und übrigens auch die örtlichen Tageszeitungen. Da gibt es eine tolle Berichterstattung von Anfang an. 

Wie hoch schätzt Du den Marketingeffekt für den Verlag ein?

Sehr hoch! Allein schon die stetig wachsende Zahl an Teams bei den Firmenläufen zeigt, dass GT-INFO beziehungsweise der Flöttmann Verlag einen starken Imagegewinn aus der Veranstaltung ziehen.

Wie viele Läufer stellt denn GT-INFO selbst? Sind auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Tochterunternehmen des Verlags dabei?

Natürlich stellen wir auch eigene Läufer aus allen Bereichen unseres Unternehmens. Unser Geschäftsführer Friedrich Flöttmann zum Beispiel läuft die 10 Kilometer selbst mit. Viele meiner Kollegen gehören aber auch mit zum Orgateam und sind an diesem Tage ehrenamtlich im Einsatz.

Ist Sport und Gesundheitserhaltung eigentlich ein Thema im Verlag und der Redaktion? Wie sehr passt die Laufveranstaltung zum GT-INFO?

Alles ganz normal bei uns. Ein großes Thema in der Redaktion ist aber auf jeden Fall gesundes Essen. Wir haben zum Beispiel immer einen vollen Obstteller griffbereit auf dem Tisch unserer kleinen Küchenzeile mitten im Raum stehen. Und natürlich passt die Laufveranstaltung hervorragend zum Hause Flöttmann – wir sind der Stadt und seinen Bürgern verbunden, denken und handeln mit unseren Produkten lokal. „Gütersloh läuft“ steht wie kein anderer Event dafür.

Wie sieht für Dich und Dein Team der normale Ablauf bei „Gütersloh läuft“ aus? Wie behältst Du die Übersicht? 

Unser erstes Team kommt morgens um 6 Uhr zum zentralen Treffpunkt auf der großen Wiese, wo wir den Start- und Zielbereich haben. Eine der wichtigsten Personen in der Veranstaltung ist übrigens Jochen Schröder, der für die Organisation der Laufveranstaltungen und für deren reibungslosen Ablauf zuständig ist. Jochen Schröder kontrolliert die Laufstrecke, steckt sie ab und teilt die Streckenposten auf. Später kommen weitere Orgateams dazu. Ab 11 Uhr zum Beispiel kümmert sich ein Team um den Aufbau der Hüpfburg, des Klettergiganten und der Fußballecke. Dann kommt Thorsten Nötling, unser Moderator auf der Bühne und auch Regisseur des Ablaufs auf der Bühne mit den Ansagen der Laufwettbewerbe, den Siegerehrungen usw. Er wird von mir, wie auch alle anderen, instruiert. Inzwischen wird die Technik für die Zeitnahme eingerichtet und geprobt und dann kommen auch schon die ersten Läufer und die Zuschauer und der Roller-Coaster startet. Das muss dann alles laufen und sehr gut vorbereitet sein. Man hat dann nicht mehr den Überblick über jedes Detail. Ich selbst bin im ständigen Kontakt zu allen Mitorganisatoren, bin sozusagen mitten drin. Der Tag endet übrigens für uns um 21 Uhr. Dann verlassen wir das Gelände wieder – besenrein!

In welchen Bereichen arbeitet Ihr eigentlich mit der Stadt enger zusammen? 

Wir sind im Jahresveranstaltungskalender von Gütersloh Marketing und auch auf der Website der Stadt Gütersloh und die Stadt weist in ihren elektronischen Veranstaltungshinweisen an verschiedenen Straßen auf unsere Veranstaltung hin. Natürlich sind wir im Austausch mit dem Ordnungsamt und dem Grünflächenamt und die Stadt kümmert sich auch um die Müllentsorgung. Das ist alles sehr gut eingespielt und eine Top-Zusammenarbeit seit Jahren. 

Ist der Event am 24. Juni organisatorisch schon abgehakt oder muss noch einiges erledigt werden? 

Was noch kommt, ist die Absprache mit unseren Sponsoren, da wird es einen gemeinsamen Termin geben, zu dem ich einlade, und wir müssen noch die Pressekonferenz durchführen. Ich würde sagen: Zu 90 Prozent sind wir fertig.

Eine Frage zur Zukunft. Gütersloh 2025: Wie könnte sich „Gütersloh läuft“ bis dahin weiterentwickelt haben?

Ich kann mir vorstellen, dass die Veranstaltung weiter so läuft, vom Verlag her sind die Voraussetzungen auf jeden Fall gegeben. Vielleicht wird „Gütersloh läuft“ bis 2025 noch stärker in den Schulen verankert sein, was ich mir wünschen würde. Ansonsten gilt: never chance a winning team. Laufen, lächeln, genießen: das trifft’s auf den Punkt und das würde ich auch beibehalten. Veränderungen wird es nur in Nuancen geben. Ideen wie die eines nachgeschalteten Konzerts waren mal angedacht, sind aber dann auch schnell wieder beerdigt worden. Das funktioniert wohl nicht. 

 

Du hast einen Wunsch frei: Was würde „Gütersloh läuft“ in diesem Sommer besonders schön und erfolgreich machen, vom guten Wetter mal abgesehen?

Kommt alle, dann ist es woanders nicht so voll! 

 

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