
An wen richtet sich „Lesespaß“?
„Die primäre Zielgruppe sind Kinder von drei bis 14 Jahren aus lesefernen Familien“, erklärt Thomas Kleinebrink, Projektleiter von der Stiftung Lesen. „Darüber hinaus sollen jene Zielgruppen angesprochen werden, die großen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern haben: Eltern, Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrer, wobei wir für Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund auch zweisprachige Maßnahmen anbieten werden“, ergänzt Rolf C. Peter, Projektleiter von Seiten des Goethe-Instituts.
Modular angelegtes Maßnahmenpaket
Durch die Verzahnung einer Vielzahl von bewährten und neuen Maßnahmen möchte die Bertelsmann AG mit ihren Partnern die Begeisterung für das Lesen in Gütersloh nachhaltig fördern. Schon lange wird in der Theorie dieser Weg der Kombination von Maßnahmen als der erfolgversprechendste angesehen – einzig wird er in der Praxis so gut wie nie beschritten. Doch welche Projekte werden in den kommenden zwei Jahren umgesetzt? Die Bandbreite ist sehr groß: Kreativwettbewerbe in Kindertagesstätten und Schulen rund um das Thema Lesen; Jugendliche werden als Lesescouts aktiv, um MitschülerInnen mit ihrer Lesebegeisterung anzustecken; ehrenamtliche Vorleser deutscher und nichtdeutscher Herkunft bilden Tandems für mehrsprachige Vorleseangebote; Lesestart- und Schulstart-Sets mit Buchgeschenken und Handlungstipps ermutigen Eltern, ihre Rolle als Lese-Vorbilder in der Familie wahrzunehmen; Seminarangebote für ErzieherInnen zum Thema Leseförderung – und noch vieles, vieles mehr. „Es geht nicht nur um die großen Events bei ‚Lesespaß‘, sondern gerade um viele kleine und regelmäßige Aktionen, damit wir Kinder immer wieder zum Lesen animieren können und echter Lesespaß entsteht“, erklärt Marie-Luise Kühn von Burgsdorff, die bei Bertelsmann als Verantwortliche für den Bereich Corporate Responsibility das Projekt begleitet.
Stimmen

Maria Unger, Bürgermeisterin der Stadt Gütersloh und Schirmherrin von „Lesespaß“
Lesen ist Bildung, Lesen erschließt neue Welten und – vor allem – Lesen macht Spaß! Das sollten wir nicht nur unseren Kindern und Enkeln vermitteln. Aber je früher wir erfahren, wie Lesen die Phantasie beflügelt und das Leben bereichert, umso nachhaltiger werden wir als Erwachsene davon profitieren. Deshalb habe ich gern die Schirmherrschaft für das Projekt Lesespaß übernommen. Eine Stadt der Bücher und anderer Medien sind wir schon – jetzt können wir einmal mehr zum Modell für andere werden.
Hartmut Ostrowski, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG
Wer – wie Bertelsmann – ein so besonderes Jubiläum feiert, der tut gut daran, sich auch bei seinen Nachbarn zu bedanken. „Lesespaß“ ist unser Geschenk an die Stadt Gütersloh. Gemeinsam mit zwei starken Partnern wollen wir Kinder und Jugendliche für das Lesen begeistern. Für uns ist dies Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Und, wer weiß: Vielleicht wird der Ansatz von „Lesespaß“ eines Tages auch seinen Weg über Gütersloh hinaus finden?
Es ist mein ganz persönliches Anliegen, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland mehr lesen. Denn ich erinnere mich sehr gut daran, was mir das Lesen ermöglicht hat. Wenn es um prägende Erlebnisse in meiner Kindheit geht, dann ist es diese Begegnung mit einem Bücherbus in meiner Heimatstadt Duisburg. In meiner Erinnerung ist der Bus so groß. Und ich erinnere mich daran, was er in mir auslöste. Es war ein Gefühl, als ob man Karussell fährt. Genau diese gespannte Vorfreude hatte ich immer beim Lesen neuer Geschichten, die mir halfen, die Welt um mich herum besser zu verstehen.

Nina Moghaddam
Nina Moghaddam gibt der Initiative „Lesespaß“ als Botschafterin in den kommenden zwei Jahren ein prominentes Gesicht. Sie wurde 1980 in Madrid als Tochter iranischer Eltern geboren. Seit vielen Jahren ist sie regelmäßig bei Super RTL zu sehen: 2002 begann sie mit der Moderation der bekannten Kinder-Sendung „Toggo-TV“, 2004 übernahm sie auch die Sendungen „WOW – Die Entdeckerzone“ und „Kiddy Contest“. Ein Jahr später wurde sie für diese Tätigkeiten für den Grimme-Preis in der Kategorie „Spezial“ nominiert. Der breiten Öffentlichkeit wurde Nina Moghaddam durch ihre Moderation der RTL-Sendung „Deutschland sucht den Superstar – Das Magazin“ und die VOX-Sendung „Wohnen nach Wunsch“ bekannt. Nina Moghaddam spricht Deutsch, Englisch, Französisch, Persisch und ein wenig Spanisch und Chinesisch.
"Für mich waren Lesen und Vorlesen schon während meiner Kindheit sehr wichtig. Als ich klein war, habe ich irgendwann angefangen, meine Bücher zu katalogisieren – wie in einer echten Bibliothek, und das in meinem Kinderzimmer! Meine Freude am Lesen zuhause übertrug sich zum Glück irgendwann ganz automatisch auch auf die Schule. Ich finde es deshalb ganz wichtig, Kindern und Jugendlichen möglichst früh den Zugang zur Welt des Lesens zu geben und ihnen einen spielerischen Umgang mit Büchern, Zeitschriften und Internet zu vermitteln. Lesespaß verfolgt genau dieses Ziel und davon bin ich begeistert."