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Matthias Vinnemeier im Gespräch mit Birgit Compin. Foto: Jens Dünhölter

Wirtschaft 4.0

Gäbe es ihn nicht, wäre unser Zuhause kalt und dunkel, von fließendem Wasser keine Spur. Der Anlagenmechaniker fertigt und repariert all das, was dazu beiträgt, dass wir uns zu Hause wohlfühlen: Rohre, Tanks oder Kessel, zum Beispiel. „Als Anlagenmechaniker stelle ich Anlagen und Rohrleitungssysteme her“, fasst Phil Stelbrink seinen künftigen Beruf zusammen. Er ist Auszubildender im dritten Lehrjahr bei den Stadtwerken Gütersloh. Gerade hier zeigt sich, wie vielfältig dieser Beruf sein kann. Neben der häuslichen Versorgung mit Wasser, Gas und Wärme ist er mit seinen Kollegen auch für Reparaturen in den Bädern, wie die Welle und das Nordbad, zuständig. Und diese Vielfältigkeit will verstanden und tiefgreifend erlernt sein. 3,5 Jahre dauert deshalb die Ausbildung zum Anlagenmechaniker. Text: Birgit Compin

Tagtäglich schneidet Phil in der Werkstatt Bleche zu, er schweißt und fräst, biegt Rohrstücke oder fertigt einzelne Bauteile an, setzt sie zu Baugruppen zusammen und transportiert sie zu den Baustellen oder Anlagen. Dort werden sie montiert oder mit Rohrleitungen verbunden. Er kontrolliert Ventile und Dichtungen oder schließt Kessel oder Druckbehälter an. „Die Wartung und Instandsetzung von Anlagen gehört zu meinen zentralen Aufgaben“, erklärt der 18-Jährige. Gemeinsam mit seinem Meister Gerhard Aschoff hat er mich eingeladen, ihm einen Tag lang bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.

 

Beste Voraussetzungen für den Job

Phil ist begeistert von seiner Arbeit. Was sie so spannend macht, erklärt er mir, während ich ihm zur Werkbank folge: „Wir arbeiten aber auch an anderen Orten. Wir erfahren, wie in einem Wasserwerk das Wasser aufbereitet wird, wie Filteranlagen funktionieren oder wie durch Brunnen das Wasser aus der Erde gefördert wird.“

Bereits in der Realschule wusste Phil, dass er später ein Handwerk erlernen wollte. Oft hatte er seinem Opa bei Reparaturen im Garten oder im Haus geholfen. „Ich arbeite gerne mit den Händen“, sagt er. „Und genau das ist wesentlich für diesen Beruf“, ergänzt Gerhard Aschoff. Phil hatte sich zunächst beim Informationstag der Unternehmensgruppe Stadtwerke „Tag der Ausbildung“ eingehend über den Beruf informiert, sich beworben – und wurde eingestellt. „Er bringt sehr gute Voraussetzungen mit“, erklärt der Meister. Wer Anlagenmechaniker werden möchte, sollte handwerkliches Geschick besitzen und ein gutes technisches Verständnis aufweisen. Auch Teamgeist ist eine grundsätzliche Voraussetzung für diesen Beruf, „denn hier arbeitet man eigentlich immer zu zweit oder zu dritt.“ 

 

Frühmorgens geht’s los

Es ist kurz nach sieben Uhr, als Phil und weitere sieben Auszubildende vom Meister ihre heutigen Arbeiten zugeteilt bekommen. Phil muss zunächst an der Werkbank ein paar Schweißarbeiten erledigen. „Oftmals wissen wir an dem einen Tag noch nicht, was uns am nächsten erwartet“, erklärt Gerhard Aschoff. „Dann müssen wir vielleicht unregelmäßige Werte einer Anlage überprüfen, Ersatzteile ordern oder herstellen und verschlissene Teile zügig ersetzen.“ Phil fertigt gerade eine Unterstellplatte für einen LKW an. Sie kommt später zum Einsatz, um Stützen auf sandigem Boden einen besseren Halt zu geben.  

Kurze Zeit später sitzt der 18-Jährige bereits auf dem Werksfahrrad und radelt schnell mal zum nahegelegenen Industriebedarf. „Es kommt immer wieder vor, dass wir ein bestimmtes Blech oder andere Kleinteile für unsere Arbeit benötigen.“ Zwei Fahrräder stehen für solche Erledigungen bereit.

 

Drinnen und draußen – überall wartet Arbeit

Noch vor der Mittagspause ist es an der Zeit, einen Brunnen im Wasserwerk zu inspizieren. Die Stadtwerke unterhalten zirka 50 Brunnen in mehreren Wassergewinnungsgebieten. „Auch sie müssen regelmäßig gewartet werden“, erklärt Phil. Dafür werden sie aufgeschraubt, die Rohre herausgezogen und die am unteren Ende befestigte Pumpe gelöst. Phil säubert sie und kontrolliert ihre Funktion. „Hier ist alles ok“, sagt er, als er sie wieder herunterlässt, die Leitungen darauf setzt und den Brunnen verschließt. Es ist eine sehr verantwortungsvolle Arbeit, die er da hat, und sie macht Phil sichtlich Spaß. Während wir zur Werkstatt zurückfahren, erzählt er begeistert von einem Einsatz gemeinsam mit seinen Kollegen im Frühjahr: Mehrere Monate arbeiteten sie fast täglich in einem Neubaugebiet und verlegten dort die nötigen Leitungen für das städtische Rohrnetz. „Ich mag die vielen verschiedenen Arbeitsplätze und -einsätze, die mir dieser Beruf bietet“ ist Phil rundum zufrieden. Zurück in der Werkstatt, ist es bereits Mittag, Azubis und Gesellen nehmen sich die Zeit für eine weitere gemeinsame Pause und besprechen, was am Nachmittag zu erledigen ist oder wer Hilfe von Kollegen benötigt. Keine Frage: Hier ist einfach jeder kooperativ, kollegial und engagiert.

Höchste Verantwortung und ständige Selbstkontrolle

Während einer kurzen Teambesprechung heftet Gerhard Aschoff einige Zeichnungen an eine Tafel im Besprechungsraum. Es ist eine praktische Abschlussprüfung aus dem vergangenen Jahr, mit Tabellen, Listen und der Zeichnung eines Rohrsystems, das innerhalb von fünf Stunden zusammengeschweißt und -geschraubt werden sollte. „Das ist eine typische Abschlussarbeit“, erklärt der Meister. Dabei müssen die Prüflinge wichtige Maße ihrer Konstruktion selbst überprüfen und klären, ob das fertige Produkt einem Kunden übergeben werden könnte. „Hier geht es also auch um Verantwortung und Selbstkontrolle, denn sie sind unerlässlich in diesem Beruf“, so Aschoff. Zwei Prüfungen legen die Azubis im Laufe ihrer Ausbildung ab. Um sie dafür fit zu machen, steht neben der praktischen Arbeit bei den Stadtwerken auch ein regelmäßiger Blockunterricht in der Berufsschule auf dem Stundenplan.

 

Auf einen Sprung ins Nordbad

Es ist bereits Nachmittag und der Meister nimmt Phil mit zu Wartungsarbeiten an der Heizzentrale im Nordbad. Wie in der Welle auch, wird diese Anlage mehrmals wöchentlich kontrolliert. Während eine aufwendige Maschinenwartung ausschließlich von Fremdfirmen durchgeführt wird, übernimmt das Stadtwerketeam die täglichen Arbeiten, wie Ölfilterwechsel oder die Kontrolle des Wasserdrucks. Es sind hauptsächlich normale Verschleißteile, wie ein Kabelbruch oder eine schadhafte Zündkerze, die behoben oder ersetzt werden müssen. „Bei all diesen Tätigkeiten sind unsere Azubis im Einsatz. Und sie haben viel zu tun.“ Deshalb stellen die Stadtwerke in jedem Jahr allein zwei neue Ausbildungsplätze zum Anlagenmechaniker bereit.

 

Beste Zukunftsaussichten

Es ist mittlerweile 15.45 Uhr – für Phil und seine Kollegen heißt das: Feierabend! Als er von seinem Einsatz im Nordbad zurückkehrt, räumen sie die Werkstatt auf und verabschieden sich. Sind diese häufigen Wartungsarbeiten normal, möchte ich zum Schluss von Gerhard Aschoff wissen. „Bei komplexen Anlagen wie unseren, auf jeden Fall“, erhalte ich zur Antwort. „Sind sie neu, haben sie die klassischen Kinderkrankheiten und es muss hier und da etwas nachgeregelt werden. Dann laufen sie in der Regel ein, zwei Jahre gut, doch danach bekommen sie die ersten Alterungserscheinungen. Wie viele andere große Unternehmen auch, beschäftigen wir uns also mit der ständigen Wartung von Anlagen, die 24 Stunden am Tag in Betrieb sind“, erklärt er. Doch nicht nur der Anlagenmechaniker ist hier gefragt, auch verwandte Berufe, wie Elektriker oder Betriebsschlosser, sind für die einwandfreien Abläufe wichtig. „Anlagen wie unsere können ohne Personal nicht reibungslos funktionieren. Und so“, schließt der Meister, „wird gerade ein Beruf wie Phil ihn erlernt, auch künftig immer gefragt sein.“ Oder um es mit anderen Worten zu sagen: Ohne ihn läuft nichts. Es sind Gütersloher Unternehmen wie BioCircle, Busch PROtective, ELCO Kunststoffe, FILIP Müllereibürsten, Güth & Wolf, Gustav Wolf, Hagedorn, Maas Naturwaren, Wolters und Quiris Healthcare. „Doch da gibt es sicherlich noch viele mehr“, weiß Matthias Vennemeier, Referent für Innovation, Digitalisierung und MINT bei pro Wirtschaft GT. Wie viele genau kann auch der Experte nur schätzen „Man fährt täglich an einem bestimmten Unternehmen vorbei und weiß gar nicht, was sich dahinter verbirgt.“ Und doch ist ihre Existenz äußerst wertvoll für die Stadt und die gesamte Region. GT-INFO-Redakteurin Birgit Compin hat sich mit Matthias Vinnemeier über die versteckten Global Player unterhalten.

 

Herr Vinnemeier, was genau bedeutet der Begriff Hidden Champions?

In meinen Augen sind das Unternehmen, die jahrelang in einem bestimmten Marktsegment unterwegs sind und dort im Laufe der Jahre durch Faktoren wie Produktqualität, Liefer- und Termintreue, guten Kundenservice und eine hohe Innovationsbereitschaft eine führende Position in ihrem speziellen Marktsegment aufgebaut haben. Allerdings weiß nach außen hin kaum jemand etwas davon. 

 

Deshalb gibt es wohl keine genaue Zahl dieser versteckten Global Player, doch das Klima scheint für solche Unternehmen hier sehr gut zu sein. Woran liegt das?

In OWL haben wir ein sehr gutes wirtschaftliches Ökosystem. Das heißt, die Voraussetzungen sind da, um entsprechend zu wachsen und Knowhow zu generieren. Gerade im Digitalisierungsbereich sind wir unglaublich gut aufgestellt. Auch durch das regionale Netzwerk „it´s OWL“, in dem sich Unternehmen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammentun und an der Entwicklung intelligenter technischer Systeme arbeiten. Gleichzeitig baut sich hier eine sehr gute und junge Gründerszene auf, die sich beispielsweise in dem Bielefelder Netzwerk Founders Foundation und der Paderborner Garage 33 vernetzen. Das heißt, sie schauen nicht nur geradeaus, sondern auch um die Ecke. Sie sind also innovativ und verlassen eingetretene Pfade, was äußerst wichtig ist.

 

Können Sie Beispiele aktueller Hidden Champions nennen?

Da ist zunächst einmal Bio Circle, eins der führenden Unternehmen in der chemisch-biologischen Oberflächentechnologie, das in 55 Ländern auf der ganzen Welt vertreten und in Gütersloh verankert ist. Vor 30 Jahren quasi im Schweinestall gegründet, beschäftigt das Unternehmen heute über 150 Mitarbeiter. Es ist also gesund gewachsen. Ein wesentlicher Bestandteil des Erfolges ist die sehr gute internationale Vernetzung des Gründers Ulrich Berens. Er schaut immer um die Ecke, um bei der Bildsprache zu bleiben, ist konsequent innovativ und bleibt niemals in der Entwicklung seiner Produkte stehen. Ein anderes Beispiel ist Hagedorn. Vor 20 Jahren als Einmannbetrieb in der Sparte Abbruch gegründet, steht das Unternehmen heute auf Position 13 der weltweit agierenden Abbruchunternehmen. Thomas Hagedorn hat sich konsequent weiterentwickelt und seine Firma vom Abbruchsegment über den Tiefbau zum Entsorgungsunternehmen und zur Revitalisierung ausgebaut und ist mittlerweile im Immobiliengeschäft angelangt. Er hat also seine Prozesskette immer erweitert und beschäftigt mittlerweile fast 400 Mitarbeiter.

 

Was empfehlen Sie denjenigen, die noch am Anfang stehen und ähnlich durchstarten wollen?

Zunächst einmal benötigt man eine solide Basis. Man muss sich darauf spezialisieren, was man wirklich gut kann und in diesem Marktsegment langsam anfangen. Man sollte sich darauf konzentrieren und immer wieder Input von außen holen, gute Kontakte knüpfen und dabei stetig versuchen, durch Innovation die Prozesskette zu erweitern. Man sollte versuchen, später die komplette Bandbreite abzudecken, sodass man in seinem speziellen Marktsegment möglichst viele Dienstleistungen anbieten kann. Das ist wichtig, um eine Führungsrolle in seinem Marktsegment einnehmen zu können. Weiterer wesentlicher Faktor kann dabei natürlich auch sein, sich die Patentrechte für speziell entwickelte Produkte zu sichern. 

 

Doch gerade zum Start sind diese Kosten für den Unternehmer erheblich. Ist das zwingend erforderlich?

Das ist wahr, doch der Schutz ist für das Unternehmen ein wichtiger Faktor. Unsere Region hat einen ausgeprägten Erfindergeist und ist gut aufgestellt in diesem Bereich. Wir haben eine Dichte von 140 Patenten auf 100.000 Einwohner. Damit liegen wir bundesweit ziemlich weit vorn. Neben den vielen Großunternehmen, die im Patentwesen unterwegs sind, gibt es eben auch viele kleine, die mit ihrem speziellen Produkt ein Patent angemeldet haben und sich so gegenüber Mitbewerbern effektiv schützen können. 

 

Welchen hohen Stellenwert Erfindungen haben, zeigen Sie bei der pro Wirtschaft mit der eigens eingerichteten Erfinderfachberatung. Worum geht es dabei?

Alle drei Monate findet die Beratung statt und jeder kann sich beraten lassen. Meist geht es um Fragen zur Patentanmeldung, die Vor- und Nachteile von Schutzrechten, die Kosten und so weiter. Meist kommen Inhaber kleiner Unternehmen oder diejenigen, die erst einmal starten wollen. 

 

Woran liegt es, dass die Erfinderszene in unserer Region besonders stark ausgeprägt ist?

Ich glaube, das liegt generell in der Natur von uns Deutschen. Regional unterschiedlich sind allerdings die Sparten. Im Norden Deutschlands ist es verstärkt das Thema Luftfahrt, im Süden der Fahrzeugbau, während bei uns die Entwicklung intelligenter technischer Systeme im Vordergrund steht. 

 

Doch da scheint die Region selbst eine Art Hidden Champion zu sein, denn das weiß man im Rest Deutschlands kaum.

Das ist wahr. Da sind wir leider noch zu defensiv aufgestellt und müssten noch offener mit dem Thema umgehen und nach außen verstärkt kommunikativer auftreten. Fakt ist: OWL gehört zu den stärksten Hightech-Standorten in Europa und sichert Produktion am Standort Deutschland!

 

Hidden Champions brauchen Nachwuchskräfte. Und zwar, um selbst ein entsprechendes Unternehmen zu gründen oder als Spezialist dort zu arbeiten. Wie kann man sie in der Region halten?

Wir müssen uns viel klarer werden, dass wir hier eine super Basis haben, aus der auch junge Menschen nicht wegziehen müssen, sondern bleiben können. Gerade mit dem neuen Campus Gütersloh der Fachhochschule Bielefeld, der bald kommen und den bestehenden Standort erweitern wird, können wir hier eine Menge auf die Beine stellen und sind dadurch sehr gut aufgestellt. Auch das muss uns nur viel bewusster werden. 

 

Ein weiteres Problem ist der Fachkräftemangel im Handwerk. Was ist da Ihrer Meinung nach zu tun?

Der Fachkräftemangel ist allgegenwärtig. Wir müssen viel mehr Menschen davon überzeugen. Die Unternehmen in der Stadt Gütersloh bieten sehr gute Voraussetzungen, um eine solide Karriere zu durchlaufen. Das muss jedoch in den Schulen noch stärker verankert werden. Das Thema Fachkräftemangel wird immer stärker auf uns zukommen und wir müssen durch konsequente Arbeit dafür Sorge tragen, dass mehr Leute in die Region kommen und in der Region bleiben. Nur so können wir noch mehr Unternehmen zu Hidden Champions ausbauen. 

 

Eltern sind sehr wichtig bei der Berufswahl ihrer Kinder. Und hört man ihnen zu, möchten sie in erster Linie, dass sie ein Studium beginnen. 

Sie sprechen einen wichtigen Punkt an, an dem wir momentan verstärkt arbeiten: Auch mit einer spannenden Handwerks-
ausbildung kann man eine tolle Karriere machen. Wir möchten das Thema Handwerk, Ausbildung und Berufskolleg stärker in den Köpfen verankern. Wir haben so viele gute Voraussetzungen für eine solide Karriere und Spezialisierungen in den unterschiedlichen Bereichen. Der Wille ein Studium zu beginnen ist allgegenwärtig. Was sicherlich auch gut ist, denn nur mit qualifizierten Fachkräften können wir auf der Digitalisierungswelle surfen, aber das geht eben auch mit einer soliden Ausbildung. 

 

Digitalisierung und Handwerk ist dann sicherlich auch ein Thema auf Ihrer Agenda?

Auf jeden Fall. Die Inhaber und auch die Mitarbeiter müssen sich damit viel offener auseinandersetzen. Das Handwerk macht einen guten Job, aber es muss sich eben auch auf die Digitalisierung einlassen, denn es führt kein Weg daran vorbei. Ansonsten wird es noch schwieriger, Fachkräfte zu finden. Und ich sage immer wieder, dass sich die Unternehmen mit den Schulen vernetzen sollen. Besser kann man doch gar nicht an die Arbeitnehmer von morgen herankommen. Gerade im MINT-Bereich gibt es tolle Projekte, aus denen die Unternehmen mittlerweile auch aus dem Vollen schöpfen können. Doch sie müssen dafür das gute Arbeitsumfeld bieten, und genau dazu gehört eine gute, moderne Infrastruktur mit der entsprechenden Digitalisierung des Unternehmens.

 

Wie sieht es mit dem traditionellen Rollenverhalten bei der Berufswahl aus? Gibt es immer noch die typischen Mädchen- und Jungenberufe?

Auch hier spielen die Eltern eine große Rolle. Im Zusammenhang mit den verschiedensten MINT-Projekten weiß ich aus vielen Gesprächen mit Mädchen, dass sie gerne technische Berufe ergreifen würden, weil sie Spaß daran haben, doch Eltern sehen das oftmals kritisch. Dabei sollten sie wissen, dass gerade der MINT-Bereich mit seinen Schwerpunkten in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik für viele Mädchen als Berufswahl erstrebenswert ist. 


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