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Die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Gütersloh stellt sich dem Fotografen. Foto: Markus Corsmeyer

Neue Wege gehen

Es ist ein Schicksal, das viele ereilt: Rund 270.000 Menschen im Jahr erleiden in Deutschland einen Schlaganfall. Wer ihn übersteht, muss sein Leben umstellen und ist in vielfacher Hinsicht auf Hilfe angewiesen. Um sich unter den Betroffenen auszutauschen und gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, wurde vor 20 Jahren die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Gütersloh gegründet. Ein Schlaganfall ist für viele Betroffene fast immer mit grundlegenden Veränderungen des Lebensumfeldes verbunden. Die Folge ist eine eingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die ortsansässige Schlaganfall-Selbsthilfegruppe, die von Anettte Harnischfeger und Katarina Klawa ehrenamtlich geleitet wird, wirkt dieser Entwicklung entgegen. Die Gruppe, die sich jeden dritten Mittwoch im Monat in den Räumen der AOK trifft, hilft den Betroffenen, aber sie vermittelt vor allem Lebensfreude. Es werden auch wichtige Informationen, therapeutische Angebote und Kontakte zu wichtigen Anlaufstellen ausgetauscht. „Wir sind begeistert von der Gruppe“, verrät ein Ehepaar, das von Beginn an Mitglied der Gruppe ist. Die meisten der Teilnehmer des Gruppentreffens an diesem Mittwoch im Mai kommen regelmäßig, die Stimmung ist ausgesprochen harmonisch und herzlich. Die Betroffenen tauschen sich intensiv aus. Jeder lernt vom anderen, gemeinsam werden Informationen ausgetauscht, die man alleine nur mühsam suchen müsste. Hier wird praktische Lebenshilfe geboten. „Wir vermitteln uns gegenseitig nützliche Kontakte und helfen uns unter anderem auch bei medizinischen Fragen“, so der ehemalige städtische Pressesprecher Hans-Dieter Musch, der als Betroffener seit seinem Schlaganfall Mitglied der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe ist. Darüber hinaus unterstützen und entlasten sich die Mitglieder der Gruppe immer wieder bei Behördengängen, beim Ausfüllen von Formularen und anderen Formalien. „Wir sind eine offene Gruppe, die alle herzlich willkommen heißt“, so Anette Harnischfeger, die für die Gruppe etwas Besonderes formuliert: „Bei uns steht viermal das L im Fokus. Lernen, laufen, lieben und lachen“, erklärt Anette Harnischfeger. Damit ist neben dem Erlernen verloren gegangener Fähigkeiten, den sportlichen Aktivitäten auch der soziale Kontakt und der Humor innerhalb der Gruppe gemeint. Die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Gütersloh plant im 20. Jahr ihres Bestehens jede Menge Aktivitäten. Der Terminkalender ist voll. Dazu zählten unter anderem ein Vortrag, der Besuch des Miele-Museums sowie – als Highlight – ein Besuch im Landtag in Düsseldorf. Die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe wird von der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe unterstützt. Unter dem Motto „Neue Wege gehen“ stehen aktuelle Informationen, Erfahrungsaustausch, Spiel, Spaß und Freude während des Zusammenseins im Vordergrund. Als Ansprechpartnerinnen laden Anette Harnischfeger und Katharina Klawa alle Betroffenen und deren Angehörige herzlich ein, die Gruppe zu besuchen. 

 

Kontakt: Anette Harnischfeger, 

Telefon 05241 3121 und 

Katarina Klawa, Telefon 05241 75965


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