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Die Verantwortlichen freuten sich über die Verlängerung und Ausweitung der Projektkooperation „Gesundheit mit Migranten für Migranten“. Foto: Kreis Gütersloh

Kooperation der Projektpartner

Das Projekt ‚Gesundheit mit Migranten für Migranten‘, kurz MiMi, wird weiter ausgebaut. Die Projektpartner im Kreis Gütersloh sind sich über die wachsende Bedeutung dieses Angebotes einig und haben sich auf eine Erweiterung der Kooperation verständigt. Der Kreis Gütersloh, die Bertelsmann BKK, die BKK Miele und der AWO Bezirksverband OWL haben jetzt die gemeinsame Kooperationsvereinbarung bis Ende 2020 verlängert. Zudem wurden die Mittel für die Koordinationsleistungen bei den AWO Fachdiensten für Migration und Integration auf eine Viertelstelle aufgestockt. Damit steht Anila Börger als erfahrene Koordinationsfachkraft nun mehr Zeit für diese wichtige Aufgabe zur Verfügung. „Ich freue mich sehr, dass wir die langjährige und sehr gute Zusammenarbeit mit dem MiMi-Projekt auf diesem Wege weiter ausbauen können und möchte allen Kooperationspartnern für die finanzielle Unterstützung danken“, so Peter Buchmann, Abteilungsleiter Jugend und Familie des AWO Bezirksverbandes OWL e. V. 

Mit dem MiMi-Gesundheitsprojekt werden erfolgreich integrierte und engagierte Migrantinnen und Migranten, die über sehr gute Deutschkenntnisse und ein hohes Bildungsniveau verfügen, zu interkulturellen Gesundheitslotsen für Menschen gleicher Herkunft, zu sogenannten ‚MiMis‘ ausgebildet. Zunächst erhalten sie eine Schulung über das deutsche Gesundheitssystem und über wichtige Themen der Gesundheitsförderung und Prävention. Diese organisiert Anila Böger gemeinsam mit der Abteilung Gesundheit des Kreises Gütersloh und dem Ethno-Medizinischen Zentrum. So wurden die MiMis bereits in dreizehn Gesundheitsthemen geschult. Dazu zählten unter anderem die Themen Impfschutz, seelische Gesundheit, Schwangerschaft und Familienplanung, Kindergesundheit und Unfallprävention, Ernährung und Bewegung, Diabetes, gesunde Zähne und Mundgesundheit sowie Gewaltprävention.

Mit dieser Qualifikation können die Mediatoren selbstständig Informationsveranstaltungen bestreiten: Sie suchen die Teilnehmer in deren jeweiligem Lebensumfeld auf, um vor allem Gesundheitsinformationen kultursensibel und in der jeweiligen Muttersprache zu vermitteln. Die Mediatoren bilden somit Brücken zwischen noch nicht so gut integrierten Migranten und dem deutschen Gesundheitssystem. Durch die Wissensvermittlung sollen Zugangsbarrieren ins deutsche Gesundheitssystem vermindert, Eigenverantwortlichkeit der Teilnehmer weiter ausgebaut und Teilhabechancen vergrößert werden.

Damit die Arbeit erfolgreich sein kann, gilt es, den anfragenden Einrichtungen die passenden MiMis zu vermitteln, die die Informationsveranstaltungen in rund 16 Sprachen vor allem in der Integrationsagentur der AWO OWL in Gütersloh, in Kulturvereinen, Nachbarschaftstreffpunkten, Sprachkursen, Schulen, Gemeindehäusern sowie in Flüchtlingsunterkünften durchführen. Dies zu koordinieren und zu gewährleisten ist die Aufgabe von Anila Börger. Sie organisiert darüber hinaus regelmäßige Mediatorentreffen, ermöglicht somit einen Austausch und eine Vernetzung der derzeit rund 30 Mediatoren am MiMi-Projektstandort Kreis Gütersloh. Außerdem beantwortet sie Fragen von Einrichtungen, die Interesse an MiMi-Veranstaltungen haben und stellt auf Anfrage das Projekt auch gerne vor.

Im Rahmen des MiMi-Projektes wurden im Kreis Gütersloh im Zeitraum von 2009 bis 2017 bisher insgesamt rund 450 mehrsprachige Informationsveranstaltungen durchgeführt. Ausgehend von mindestens durchschnittlich zehn Teilnehmenden pro Veranstaltung wurden bisher mehr als 4.500 Menschen mit Migrationshintergrund direkt erreicht. Für Fragen und Auskünfte zum MiMi-Projekt ist Anila Börger jeweils donnerstags von 10 bis 13 Uhr in den Fachdiensten für Migration und Integration der AWO OWL e. V., Hohenzollernstr. 15 in Gütersloh, unter der
Telefonnummer 05241-7080642 oder per E-Mail unter anila.boerger@awo-owl.de erreichbar. 


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