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Matthias Borner präsentiert den Stadtführer. Die passende Kulisse bietet die Skulptur „Güths Mariechen“.

Jetzt können die Touristen kommen ...

Der neue "Stadtführer Gütersloh" präsentiert die Sehenswürdigkeiten der Kreisstadt

Gütersloh gilt nicht gerade als klassisches Touristenziel. Eine mittelalterliche Stadtmauer, das Spexarder Schloss oder Angebote für Flusskreuzfahrten auf der Dalke suchen Gäste hier vergebens. Was Gütersloh stattdessen alles zu bieten hat, zeigt der neue "Stadtführer Gütersloh" auf immerhin 112 Seiten. Autor ist Matthias Borner (36), der die Gütersloher Sehenswürdigkeiten in unserer GT-INFO-Serie vorstellt; die mehr als 100 Bilder des Stadtführers stammen von Fotograf Detlef Güthenke (52), der bereits an mehreren Gütersloh-Bildbänden beteilgt war (zuletzt "Gütersloher Grün"). Das kurzweilige Reisehandbuch der beiden führt die Leser zu rund 30 Stationen allein im Innenstadtbereich – vom Fachwerkring an der Apostelkirche über die Bausünden der 1970er Jahre bis zum top-modernen Theaterneubau. Auch im Gütersloher Outback gibt es einiges zu entdecken, wie z.B. die historischen Meierhöfe, die burgartige Kornbrennerei Elmendorf in Isselhorst (so lange sie noch nicht abgerissen ist) oder gar das Heidewaldstadion – welches andere Stadion verfügt schließlich über einen Schießstand unter der Stehtribüne? Einen zusätzlichen Schwerpunkt des Buches bildet das "grüne Gütersloh" mit seinen Parks, dem Botanischen Garten und den vielen Wander- bzw. Radwanderwegen. Selbst wer meint, Gütersloh schon zu kennen, wird nach der Lektüre Vieles mit anderen Augen sehen - z.B. Details an Gebäuden in der Innenstadt, die er vielleicht schon oft gesehen, aber noch nie wahrgenommen hat. Und sicherlich gibt es auch für manchen Alteingesessene noch einige überraschende Fakten - so wie die, die Sie auf dieser Seite finden. Der "Stadtführer Gütersloh" erscheint im praktischen Pocket-Format und beinhaltet zwei herausklappbare Karten der Innenstadt und des Stadtparks. Erhältlich ist das Taschenbuch für 10,80 Euro in allen Gütersloher Buchhandlungen sowie bei der Neuen Westfälischen und Gütersloh Marketing. Ausführliche Informationen gibt es im Internet unter www.stadtfuehrer-guetersloh.de.


+++ Gütersloh-Infos für Besserwisser +++

Wussten Sie schon ...

... wer auf 90 Meter hohen Fernmeldeturm im Zentrum von Gütersloh wohnt? Es sind Wanderfalken, die dort oben in einem speziellen Nistkasten brüten. Die eigentliche Heimat dieser Vögel ist das Gebirge; in Gütersloh dient ihnen der Mast als Ersatzfelsen.

... dass das 1983 eröffnete Parkhotel ein Tochterunternehmen von Bertelsmann ist? Reinhard Mohn hatte ein First-Class-Hotel für die oft hochrangigen Gäste des Medienkonzerns vermisst und war kurzerhand ins Hotelgeschäft eingestiegen. Die ersten drei Programmplätze auf den Zimmerfernsehern sind daher auch nicht wie andernorts üblich mit ARD, ZDF und WDR belegt, sondern mit den Bertelsmann-Sendern RTL, VOX und n-tv.

... dass das Weihnachtslied „Ihr Kinderlein kommet“ in Gütersloh entstand? Der Lehrer und Organist der Apostelkirche Friedrich Eickhoff fügte 1829 ein Gedicht und eine Frühlingsmelodie zu dem Weihnachtsklassiker zusammen. Mit seiner Sammlung christlicher Lieder lieferte Eickhoff den ersten Bestseller des jungen C. Bertelsmann Verlags.

... dass das Veerhoffhaus nach dem Musikalienhändler Ludwig Arnold Veerhoff aus Rheda benannt ist? Er besaß das Haus von 1910 bis 1938. Obwohl es zuvor jahrhundertelang im Besitz der Familie Lepper gewesen war, setzte sich Veerhoffs Name durch – so ungerecht kann der Volksmund sein …

... dass der Grundriss der Stadtbibliothek an ein Schlüsselloch erinnert? Die Interpretation dafür lautet: Medien sind die Schlüssel zur Bildung, und die Stadtbibliothek verschafft ihren Besuchern Zugang zu sonst verschlossenem Wissen - zumindest tat sie das bis vor kurzem, VOR den drastischen Etat-Kürzungen. [Umbruch]

... dass an der Dalkestraße, gegenüber dem Spielplatz an der Weberei, der wohl zweitdickste Baum der Stadt steht? Die Rotbuche im ehemaligen Garten der Villa Greve hat einen Stammumfang von 4,71 Meter und einen Kronendurchmesser von rund 24 Metern. Nur eine Stileiche in Niehorst (Straße „Im Helft“) kann da mithalten.

... was abends am Dalkeufer zwischen "Unter den Ulmen" und der Dalkestraße im Gebüsch raschelt? Wenn sonst niemand zu sehen ist, sind es vermutlich Bisams, eine aus Nordamerika eingeschleppte Nagetierart. Die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere schauen, wenn niemand sie erschreckt, ob die Gäste des Weberei-Biergartens einige Bissen für sie übrig gelassen haben.

... dass in der Straße „Unter den Ulmen“ kaum eine Ulme steht? Nach einem Befall durch Schlauchpilze, die 1918 in ganz Europa mehrere Millionen Bäume hinwegrafften, vertrockneten auch die Gütersloher Ulmen. An deren Stelle pflanzte man robustere Linden. Bis heute ist kein wirksames Mittel gegen die durch den Ulmensplintkäfer verbreitete Baumkrankheit gefunden worden. Auf dem kleinen Rasenstück hinter der Stadtbibliothek wagte der Fachbereich Grünflächen in den 1990er Jahren dennoch die Neuanpflanzung einiger „Holländischen Ulmen“, einer modernen Züchtung, die sich (noch) resistent zeigt. Heute säumen im gesamten Stadtgebiet nur etwa 60 Ulmen die Gütersloher Straßen, gegenüber 13.000 Eichen und 4.500 Linden.

... dass es in Gütersloh – neben dem allseits bekannten Wasserturm gegenüber dem Theater – einen zweiten Wasserturm gibt? Wenn nicht, sind Sie damit nicht alleine. Selbst vielen Güterslohern ist der 1925 von der Eisenbahnverwaltung errichtete Wasserturm auf dem Miele-Werksgelände – westfalenweit der einzige komplett aus Stahlbeton – unbekannt.

... dass die Glasfassade des Theaters mehr wiegt als die Figur des Hermannsdenkmals? Die Glasfront des Theaters, rund 1.000 qm groß, ist über 50 Tonnen schwer – und wiegt damit 7 Tonnnen mehr als die Hermannsfigur bzw., um eine dem Kreis Gütersloh angemessene Vergleichsgröße zu wählen, ungefähr so viel wie hundert Kühe.

... dass auf dem Anwesen des Meierhofs Gütersloh der einzige Privatfriedhof der Stadt liegt? Unter großen Bäumen ruhen die Angehörigen der Familie Merklinghaus.

... dass der älteste Kirchenbau Lettlands, die Kirche von Ikšķile, eine „Kopie“ der alten Isselhorster Kirche war? Obwohl rund 1.200 Kilometer von Isselhorst entfernt gelegen, stimmten Grundriss, Mauerhöhen, Neigung der Giebel und andere Details genau überein. Des Rätsels Lösung: Zisterziensermönche aus Marienfeld missionierten im Baltikum; Angehörige der Marienfelder Bauhütte waren mit dem Bau sowohl der Isselhorster als auch der Ikšķiler Kirche betraut.

... dass die Parkstraße zwischen 1933 und 1945 Adolf-Hitler-Straße hieß? Die Nationalsozialisten hatten sich für die Umbenennung die prachtvollste Straße der Stadt ausgesucht.

... dass der Botanische Garten streng genommen gar kein Botanischer Garten ist? Denn in einem Botanischen Garten sollten die Pflanzen nach ihrer Herkunft oder der Systematik im Pflanzenreich, d.h. nach wissenschaftlichen Kriterien geordnet angepflanzt sein. Das ist hier nicht der Fall – der Garten ist mehr ein Schaugarten, an dessen Blütenpracht sich der Betrachter erfreuen soll.

... dass unter der Zuschauertribüne der Freilichtbühne im Mohns Park ein Stück zerstörtes Gütersloh liegt? 50.000 Kubikmeter Schutt und Trümmer des Zweiten Weltkriegs wurden 1949 zum Bau des „Gütersloher Amphitheaters“ genutzt.

... warum der Avenwedder Bahnhof offiziell „Isselhorst-Avenwedde“ heißt, obwohl er doch ein gutes Stück von Isselhorst entfernt liegt? Die Isselhorster Fabrikanten und Geschäftsleute hatten 1891 viel Geld für die Errichtung des Bahnhofs gespendet und sich den Namen damit quasi „erkauft“. Bis 1925 hieß die Station sogar ausschließlich „Bahnhof Isselhorst“.


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Kommentare zu diesem Beitrag:
10.01.2012 - Nikki
I'm so glad that the ientnret allows free info like this!

10.01.2012 - Nikki
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13.01.2012 - Kristabelle
Never seen a btteer post! ICOCBW

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