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Anzeige: Theorie plus Praxis gleich Zukunft

Wer hoch hinaus will, muss manchmal gar nicht weit reisen! Dass Karrierechancen und Zukunftsperspektiven nicht an Einwohnerzahlen oder Weltstadt-Flair gekoppelt sind, beweist der Kreis Gütersloh eindrucksvoll. Genau hier, direkt vor unserer sprichwörtlichen Haustür, beginnen heute die Karrieren von morgen. Zum Beispiel am Campus Gütersloh der Fachhochschule Bielefeld. Wie Unternehmen und FH gemeinsam die Ingenieurinnen und Ingenieure der Zukunft ausbilden, erfahren Sie im GT-INFO Plus-Thema „Chancen und Karriere“!

Das Erfolgsrezept des Campus Gütersloh besteht aus einem innovativen Studienmodell, modernsten Studieninhalten und -bedingungen sowie starken regionalen Kooperationsunternehmen. Die derzeit fünf „praxisintegrierten“ Bachelorstudiengänge im Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) greifen gezielt die aktuellen Anforderungen einer sich rasant verändernden Arbeitswelt auf. Nach „Product-Service Engineering“ und „Digitale Technologien“ stellt GT-INFO in dieser Ausgabe den Studiengang „Digitale Logistik“ vor. „Industrie 4.0“ und Co. sind für die Unternehmen im Kreis Gütersloh und darüber hinaus längst allgegenwärtig. Die veränderten Bedingungen münden in neue Anforderungen, die gänzlich neue Berufsbilder generieren. Wie die FH diese hochdynamische Entwicklung in ihrem Studienangebot abbildet, erläuterten Dr. Marian Brackmann, Projektkoordinator Campus Gütersloh, und Professor Dr.-Ing. Jörg Nottmeyer, Studiengangsleiter Digitale Logistik, im GT-INFO Interview.

Herr Dr. Brackmann, wie unterscheidet sich das Studienmodell am Campus Gütersloh vom „klassischen“ Studium?
Dr. Brackmann: Unsere Bachelorstudiengänge, neben den drei genannten auch das Wirtschaftsingenieurwesen und Mechatronik/Automatisierung, bieten wir als „praxisintegriertes“ Studium an. Konkret haben unsere Studierenden für die gesamte Studiendauer einen Vertrag mit einem unserer rund 160 Kooperationsunternehmen abgeschlossen, das ihnen auch ein monatliches Gehalt zahlt. Das Studium besteht aus abwechselnden Theoriephasen in der FH und Praxisphasen im Unternehmen. Auf diese Weise können das theoretische Wissen und die Anwendung im Betrieb optimal verknüpft werden. Das macht das Studium weniger abstrakt und erleichtert unseren Absolventinnen und Absolventen den späteren Berufsstart: Zusätzlich zum Hochschulstudium haben sie bereits erste praktische Erfahrungen gesammelt.

Das praxisintegrierte Studium bietet aber auch für die Kooperationsunternehmen Vorteile?
Dr. Brackmann: Auf jeden Fall! Ein wesentlicher Vorteil ist der enge Dialog zwischen FH und Unternehmen: Wir haben unsere Studiengänge gezielt auf die Anforderungen der Betriebe abgestimmt und gleichen beides kontinuierlich miteinander ab. Gemeinsam bilden wir so Nachwuchskräfte aus, die genau das Know-how mitbringen, was die moderne Arbeitswelt fordert. Außerdem profitieren die Unternehmen bereits sehr schnell vom Wissen der Studierenden. Entsprechend groß sind deren Übernahme- und Zukunftschancen!

Herr Professor Nottmeyer, Sie leiten den Bachelorstudiengang Digitale Logistik. Was verbirgt sich hinter diesem neuen Angebot?
PROFESSOR NOTTMEYER: In diesem Studiengang vermitteln wir den Studierenden einen Überblick über die Anforderungen der modernen Logistik und qualifizieren sie dazu, diese als zukünftige Ingenieurinnen und Ingenieure umzusetzen. Vor allem in produzierenden Unternehmen, die im Kreis Gütersloh von großer Bedeutung sind, hat die digitale Transformation zu neuen Herausforderungen geführt. Dazu zählen zum Beispiel die direkte Anbindung von IT-Systemen an Geschäftspartner, komplexe Softwarelösungen, die automatisch Bestellungen generieren, oder der Versand von rechtssicheren digitalen Lieferscheinen. Die Optimierung von Materialflüssen gehört dabei ebenso zu den Aufgaben der digitalen Logistik wie die effiziente Gestaltung der Informationsflüsse.

Die Logistik der Zukunft spielt sich also in erster Linie im IT-Bereich ab?
PROFESSOR NOTTMEYER: Keineswegs! Sie besteht im Wesentlichen aus den drei Säulen IT, Technik und Betriebswirtschaft. Damit zum Beispiel ein Webshop vom Bestelleingang bis hin zum automatischen Versand der bestellten Ware funktioniert, sind viel Aufwand und Technik notwendig. Neben
 den Erfordernissen der IT lernen unsere Studierenden, welche neuen Technologien für die Erledigung der komplexen Aufgaben zur Verfügung stehen. Das können etwa Roboter sein, die Bestellungen verpacken, oder Handy-Apps, die bei der Sendungsverfolgung helfen. Der betriebswirtschaftliche Teil kommt bei der Frage nach dem Nutzen zum Tragen: Alle Lösungsansätze müssen selbstverständlich wirtschaftlich sinnvoll sein.

Ihre Studierenden benötigen demnach einen sehr umfassenden Überblick über unterschiedlichste Abteilungen und Unternehmensbereiche?
PROFESSOR NOTTMEYER: Richtig – und das macht das Studium sowie die späteren Einsatzgebiete besonders spannend! Vom kaufmännischen Bereich bis hin zur Produktion bekommen die Studierenden vielfältige Einblicke in „ihre“ Unternehmen. Auch hier zahlt sich das Modell des praxisintegrierten Studiums aus: Die Digitalisierung macht viele Arbeitsabläufe äußerst abstrakt. Im praxisnahen Studium am Campus Gütersloh und natürlich durch die Arbeit im Unternehmen wirken wir dem entgegen!

Inwiefern ist der Studienort Gütersloh prägend für die Ausarbeitung und erfolgreiche Umsetzung der neuen Studiengänge?
PROFESSOR NOTTMEYER: Die Berufsbilder, die unserem Studienangebot zugrunde liegen, hängen stark von den Anforderungen der heimischen Unternehmen ab: Die Betriebe prägen neue Berufe und damit auch uns als FH. Durch die kleinen, intensiven Unterrichtseinheiten können wir außerdem eine sehr effiziente Betreuung der Studierenden realisieren. Wer sein Wissen nach dem Bachelorstudium noch weiter vertiefen möchte, findet in Gütersloh darüber hinaus themenbezogene berufsbegleitende Masterstudiengänge, die zurzeit weiter ausgebaut werden. Am Campus Gütersloh bieten wir unseren Studierenden somit buchstäblich alle Möglichkeiten und beste Zukunftsperspektiven!

Foto 1: Anja Heidsiek
Prof. Dr.-Ing. Jörg Nottmeyer, Studiengangsleiter Digitale Logistik.

Foto 2:
Durch kleine, intensive Unterrichtseinheiten kann eine sehr effiziente Betreuung der Studierenden realisiert werden. Foto: Susanne Freitag